Ein naturschutzfachlicher Schwerpunkt ist der „Dreienberg bei Friedewald“. 1986 wurde dieser Kalktafelberg auf etwa 340 Hektar als Naturschutzgebiet ausgewiesen und in 1997 zum Bestandteil der Kernzone des Biosphärenreservates Rhön erklärt.
Ziel ist es, den Kalktafelberg mit seinen typischen Waldgesellschaften auf Muschelkalk zu sichern und die unbeeinflusste natürliche Dynamik des Waldökosystems einschließlich der Zusammenbruchs- und Pionierphase zuzulassen.Die Kernzone wird forstlich nicht mehr genutzt. In diesem größten zusammenhängenden Kernzonenkomplex des Biosphärenresevates Rhön wird sich der „Buchenwald aus zweiter Hand“ und einer der bedeutensten hessischen „Urwälder von morgen“ entwickeln können.

Im Rahmen zahlreicher Erhaltungs- und Gestaltungsmaßnahmen wurde eine Vielzahl von Biotopen geschaffen, erhalten oder durch Renaturierung in ihrem Wert erheblich verbessert. Auf Grund dieser Maßnahmen haben sich in den Waldgebieten und Wald-Wiesen-Tälern eine Reihe von vom Aussterben bedrohter Arten wieder angesiedelt bzw. in ihrer Population stabilisiert.
Ein besonderer Erfolg war das Wiedererscheinen des Schwarzstorches. Seit 1987 brütet regelmäßig ein und seit einigen Jahren ein zweites Paar Schwarzstörche.
Möglich wurde dieser Erfolg im Wesentlichen durch ein gezieltes „Schwarzstorchprogramm“:
- Anlage einer großen Zahl von Feuchtbiotopen innerhalb des Waldes
- Ankauf von Wald-Wiesen-Tälern
- Renaturierung von Bachläufen
Ergebnis dieser Bemühungen sind ca. 50 ausgebrütete junge Schwarzstörche (Stand 2006).
Neben dem Schwarzstorch kommen noch eine Reihe weiterer seltener bzw. gefährdeter Arten
im Fortsamtsbereich vor. Exemplarisch sind zu nennen:
Eisvogel, Schwarzspecht, Grauspecht, Grünspecht, Krickente, in großer Zahl der Kolkrabe, sowie die Gelbauchunke.
Seit einigen Jahren hat sich das Forstamt den Bemühungen zur Wiederansiedlung des
Edelkrebses (astakus astakus) angeschlossen. In einem geeigneten Teich werden die Tiere
nachgezogen und dann - entsprechend der Genehmigung- in angrenzende Fließgewässer eingesetzt.

In den 9 Naturschutzgebieten (ca. 880 ha) , über 40 Altholzinseln (65,4 ha) und den
2 Naturwaldreservaten gibt es darüber hinaus noch eine Vielzahl weiterer floristischer und faunistischer Besonderheiten.
