Das Forstamt liegt im Unesco Geo- und Naturpark Bergstraße-Odenwald.
Dreizehn Naturschutzgebiete mit einer Gesamtfläche von 1030 ha gewähren den Schutz von Fließgewässern, das Offenhalten von Talauen und den Erhalt der auf extensive Grünlandbewirtschaftung angewiesenen Tier- und Pflanzenarten. Hier wachsen das Scheidige Wollgras, der Sonnentau, die Moosbeere und der Straußenfarn. Auch sehr seltene Schmetterlingsarten, wie der Ameisenbläuling lassen sich finden.

Fast alle Naturschutzgebiete überschneiden sich in ihrer Flächenabgrenzung mit FFH-Gebieten nach Natura 2000. Aktuell sind im Forstamtsbereich 15 FFH-Gebiete auf rund 6500 ha ausgewiesen, für die derzeit die Grunddatenerhebungen laufen. Hinzu kommen zwei Vogelschutzgebiete „Südlicher Odenwald“ und „Unteres Neckartal“. Im Vogelschutzgebiet „Südlicher Odenwald“ mit seinen großräumigen unzerschnittenen Waldgebieten, naturnahen und strukturreichen Bachufern lebt und brütet an Steiluferabbrüchen der Eisvogel. Das Hauptschutzziel ist die Erhaltung eines der bedeutendsten Vorkommen von Raufuß- und Sperlingskauz Hessens. Im Vogelschutzgebiet „Unteres Neckartal“ bei Hirschhorn mit seinen steilen, artenreichen Laubwaldhängen am Südabfall des Odenwaldes zum Neckar brütet der Wanderfalke und der Eisvogel. In der alten Kapelle Ersheim von Hirschhorn befindet sich die mit 800 Weibchen größte Wochenstube des Großen Mausohrs. In den warmen, durchsonnten Waldrändern des Neckartales lebt die bis 1,80 m lange äskulapnatter, das Wappentier der ärzte und Apotheker.
