Botanisch zeichnet sich das Hessische Hinterland durch eine hohe
Artenvielfalt aus. Vorkommen von Arnika, Seidelbast, Orchideen, Golddistel,
Waldhyazinthe, Türkenbundlilie und Märzenbecher seien nur stellvertretend
für viele Spezies benannt, die man in der Natur auch außerhalb der
Schutzgebiete bewundern kann.
Im Sommer kann man besonders auf den Magerrasenflächen viele Tagfalterarten
beobachten. In den zahlreichen Bachtälern finden viele Amphibienarten beste
Bedingungen. Im Herbst und Frühjahr lässt sich der Zug der Kraniche beobachten:
Die Lahnauen und der Perfstausee bietet Zugvögeln die Möglichkeit zu rasten.
In der Dämmerung werden die Fledermäuse, der Uhu und Rauhfußkauz sichtbar.
Im Bereich des Forstamtes Biedenkopf kommen Rot-, Muffel-, Schwarz- und
Rehwild vor. Vertreten sind außerdem Fuchs, Dachs, Waschbär, verschiedene
Marderarten und auch das Vorkommen der Wildkatze ist bestätigt.
Aufgrund der hohen naturschutzfachlichen Wertigkeit wurden einige Flächen
besonders unter Schutz gestellt. Über ein Fünftel der Wälder des Forstamtes
Biedenkopf sind FFH-Gebiete (Flora Fauna Habitat). Zusammen mit den Vogelschutzgebieten
sind diese Flächen Teil des europäischen Schutzgebietsnetzes „Natura 2000“.
Das FFH-Gebiet: „Lahnhänge zwischen Biedenkopf und Marburg“
Im Bereich des Forstamtes Biedenkopf sind rund 4.770 ha Waldfläche als
FFH-Gebiet ausgewiesen. Das Gebiet „Lahnhänge zwischen Biedenkopf und Marburg“
liegt im nord-westlichen Bereich des Forstamts beiderseits der Lahn. Ziel
des internationalen Schutzgebietes ist die Erhaltung der Jagdgebiete und
Winterquartiere der Mopsfledermaus, des großen Mausohr und der Bechsteinfledermaus.
Naturschutzgebiete
Die sechs im Forstamtsbereich liegenden Naturschutzgebiete repräsentieren
sowohl ehemalige landwirtschaftliche und forstliche Nutzungsformen als
auch die besondere Prägung unserer Landschaft durch die Auen. Durch die
Unterschutzstellung werden einzigartige ehemaliger Hutewälder und Wachholdertriften
erhalten. Der Perfstausee fungiert als Trittstein-Biotop für Zugvögel.
Landschaftsschutzgebiete
Der Bereich der naturnahen Lahnaue ist durch die Ausweisung des Landschaftsschutz-gebiets
Auenverbund Lahn–Ohm vor Beschädigungen besonders geschützt. Ziel
ist es die Lahn mit ihren Überschwemmungsgebieten und heimischen Gehölzen
und Wiesen zu erhalten. Das Gebiet südlich der Lahn ist durch die Ausweisung
als Landschaftsschutzgebiet Lahn–Dill–Bergland vor Veränderungen
besonders geschützt.
Naturpark Lahn-Dill-Bergland
Das Forstamt Biedenkopf liegt nahezu vollständig
im Naturpark Lahn-Dill-Bergland und ist durch einen Mitarbeiter
besonders mit diesem verbunden. Er ist mit 50 % seiner Arbeitszeit forstlicher
Berater im Naturpark. Nähere Informationen zum Naturpark finden Sie unter www.lahn-dill-bergland.de.