10.11.2011 Mitarbeiter des Amtes für Bodenmanagement hospitiert
im Forstamt Hanau-Wolfgang
Dem Freigerichter Vermessungsingenieur Peter Weigand boten sich aufschlussreiche
Einblicke in die Aufgaben des Forstamts Hanau-Wolfgang. Eine Woche lang konnte
der Büdinger Bodenmanager im Rahmen einer Hospitation für Führungskräfte
in die Tätigkeiten und das Aufgabenspektrum einer anderen Landesdienststelle
hinein schnuppern.
„Aktuell sind wir mit der Aufarbeitung von ca. 9.000 Festmeter Windbruch
beschäftigt, die durch den Sturm vor einigen Wochen im Forstamtsbezirk
umgefallen sind, beschreibt der stellvertretende Forstamtsleiter Stefan Brinkmann
die Schadensbilanz bei einem Ortstermin zusammen mit Förster Christian
Madzgalla im Revier Gelnhausen. Am schlimmsten betroffen ist jedoch die Revierförsterei
Neuwirtshaus. Dort sind die meisten Bäume entwurzelt oder abgeknickt worden.
Der hier zuständige Förster Volker Ahrend schätzt den Umfang
des Windbruchs auf fast einen ganzen Jahreseinschlag.
Doch „Holz ist nicht alles“, erklärt Sigrun Brell vom Forstamt
Hanau-Wolfgang und verweist auf die besonderen Einrichtungen des Amtes. „Wir
betreiben hier die einzige Samendarre Hessens, eine Forstbaumschule, den Waldladen
am Forstamt zum Verkauf von Wildprodukten, das Jugendwaldheim in Hasselroth-Niedermittlau
und den weithin bekannten Wildpark „Alte Fasanerie“ in Hanau/Klein-Auheim.“
Bei einem Besuch dieser Einrichtungen des Forstamts wurde Peter Weigand deutlich,
wie ambitioniert die Kolleginnen und Kollegen sich im Rahmen ihrer Tätigkeit
auch der Umweltpädagogik widmen. Zahlreiche Veranstaltungen vermitteln
Jung und Alt den Zugang zu unserer Natur. So erfährt der Besucher bei
einer Führung durch die Samendarre, deren Aufgabe die Gewinnung von Baum-
und Strauchsamen ist, dass Kletterer abenteuerlich die Bäume besteigen,
um die Zapfen mit den Samen in den Baumkronen zu pflücken. Das Saatgut
wird danach unter anderem in der Baumschule des Forstamtes ausgesät, wo
jährlich über 80.000 Bäume standortgerecht aufgezogen werden.
Darüber hinaus verbringen viele Schulklassen eine erlebnisreiche Woche
im Jugendwaldheim, in der kindgerecht auf spielerische Art und Weise der Wald
und seine Bewohner den Schülern nahe gebracht werden. Ulrich Gessner,
Leiter des Jugendwaldheims, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Kinder für
die Natur zu sensibilisieren.
Bei dem Gastbesuch im Forstamt stellte Peter Weigand fest, dass es interessante
Verknüpfungspunkte zwischen seinem Amt und dem Forstamt gibt. Daten der
für den Main-Kinzig-Kreis und den Wetteraukreis zuständigen Behörde
finden auch im Forstamt Hanau-Wolfgang rege Anwendung. Die digitalen Geobasisdaten
des Büdinger Amtes sind die Grundlage für das Geoinformationssystems
(GIS) bei Hessen-Forst.
Das Geoinformationssystem dient der Bearbeitung und Präsentation von
geographischen Daten und bietet den Mitarbeitern des Forstamts ein modernes
Werkzeug für eine ökonomische und nachhaltige Waldbewirtschaftung.
Der Blick über den Tellerrand seiner eigenen Behörde fand Weigand
sehr interessant und gibt Anregungen, den eigenen Arbeitsplatz aus einer anderen
Sichtweise zu betrachten.
Ein außergewöhnlich engagiertes Forstamt, resümiert Weigand,
an das ihn eine Elsbeere, Baum des Jahres 2011, erinnern wird: sie wächst
jetzt in seinem Garten.
27.10.2011 Arbeitssicherheit hat Priorität - Forstamt Hanau-Wolfgang
erreicht den 1. Platz
Am 27.10.2011 wurden in der Mehrzweckhalle des Forstamts Schotten die sieben „ sichersten
hessischen Forstämter“ ausgezeichnet. Hans-Dieter Treffenstädt,
der Personalleiter von Hessen-Forst und Dr. Torsten Kunz von der Unfallkasse
Hessen überreichten den Vertretern des
Forstamts Hanau-Wolfgang Stefan Brinkmann, stellvertretender Forstamtsleiter,
Volker Ahrend, Revierförster von Neuwirtshaus und Wolfgang Vetter, Forstwirtschaftsmeister,
die Urkunde zum ersten Platz in der Kategorie B. In der Katergorie B werden
die Forstämter mit mehr als 12 Forstarbeitern eingestuft. Den zweiten
und dritten Platz erreichten die Forstämter Darmstadt und Frankenberg.Das
erfolgreiche Streben nach Arbeitssicherheit wird mit einer Prämie in Höhe
von 1.500 Euro für den ersten Platz anerkannt. Dabei werden die Prämien
je zur Hälfte von Hessen-Forst und der Unfallkasse Hessen getragen.
„Die Gewinner-Forstämter haben in den Jahren 2005 bis 2010
das betriebliche Arbeitsschutz-Management-System von Hessen-Forst konsequent
umgesetzt und damit die Unfallzahlen reduziert“, begründete Personalleiter
Treffenstädt von Hessen-Forst die Auswahl. Erfreulich ist, dass auch im
Gesamtbetrieb die Unfallzahlen nach Einführung der neuen Arbeitsschutzstrategie
insgesamt deutlich zurückgegangen sind. „Dass es im vergangenen
Jahr erstmals einen leichten Anstieg gegeben hat, ist ein Ansporn, in den Bemühungen
nicht nachzulassen und ständig nach weiteren Verbesserungsmöglichkeiten
zu suchen“ mahnt der Personalchef.
Die Auszeichnung erhalten Forstämter, die nachhaltig besondere Erfolge
im Arbeitsschutz vorweisen können. Kriterien sind die Anzahl der meldepflichtigen
Unfälle pro 1.000 produktiver Arbeitsstunden bzw. je1.000 Festmeter motormanuell
aufgearbeitetem Holz, um den besonders gefährlichen Teil der Waldarbeit
angemessen zu berücksichtigen. Außerdem werden die Ergebnisse der
sogenannten Arbeitssicherheitsanalysen berücksichtigt, einer Art Audit
durch besonders qualifizierte Forstwirtschaftsmeister.
Oktober 2011 - Neukonziperte Waldjugendspiele
Im Oktober 2011 veranstaltete das Forstamt Hanau-Wolfgang mit den drei Grundschulen
von Hasselroth Waldjugendspiele in neuer Konzeption. Die insgesamt ca. 250
Kinder erlebten einen wunderschönen Tag im Wald mit Spiel, Spaß und
Spannung. Die Schüler erfuhren interessante Dinge über den Wald und
entdeckten seine Schönheit und Vielfalt.
Erstmals wurde ein neues pädagogisches Konzept erprobt, das vom Forstamt
gemeinsam mit Grundschulpädagogen entwickelt wurde. Dies Konzept beinhaltet
altersgerecht viele spielerische Elemente und lässt die Kinder den Wald
selbst entdecken.
An insgesamt 8 Stationen konnten die Klassen ihr Wissen testen, Neues über
den Wald lernen oder ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen.
Obwohl die Geschicklichkeitsstationen einen Wettkampfcharakter aufweisen,
wird Wert darauf gelegt, dass die Kinder die Aufgaben nur als Gruppe lösen
können. Hier wird schwerpunktmäßig der soziale Gedanke der „Bildung
für nachhaltige Entwicklung“ der Vereinten Nationen in die Waldjugendspiele
integriert.
Besonders freute sich das Forstamt darüber, dass viele Eltern der Grundschulen
freiwillig Gruppen oder Stationen an den Waldjugendspielen betreuten. Ein Dank
galt auch dem Jugendwaldheim Hasselroth, dessen ideale Infrastruktur das Forstamt
für die Spiele nutzen konnte und dessen Team sich ebenfalls an den Waldjugendspielen
beteiligte.
06.10.2011 Eröffnung des begehbaren Damwildgeheges im Wildpark „Alte
Fasanerie“
Am 6. Okotber wurde unser neu konzipiertes „begehbare Damwildgehege“ eingeweiht
worden. Dort ist zukünftig ein direkter Kontakt Mensch-Tier ohne trennenden
Zaun möglich. Das vom Förderverein des Wildparks finanzierte Gehege
wird zukünftig ein neues Gefühl für die Natur und ihre Tiere
vermitteln. Der Kontakt ist nur zum weiblichen Damwild möglich, Damwildhirsche
sind insbesondere in der Brunft unberechenbar. Das begehbare Damwildgehege
befindet sich am Ende des Hauptweges auf der linken Seite. Füttern ist
erlaubt, allerdings nur mit dem im Wildpark an der Kasse erhältlichen
Futter.
28.09.2011 – Elsbeerenernte beginnt

Nur alle 2 bis 3 Jahre lohnt es sich, den seltenen Elsbeerenbaum, der 2011
zum Baum des Jahres ausgerufen wurde, zu beernten. Gegenwärtig ist so
ein besonderes Erntejahr. Deswegen beginnt die Elsbeerenernte ab heute auf
einer Samenplantage in der Nähe von Sontra-Wichmannshausen. Darremeister
Lothar Volk von Hessens einziger Samendarre Hanau-Wolfgang wird mit seiner
Mannschaft bis zu 200 Kilogramm Früchte ernten. Die roten, birnenförmigen
Früchte enthalten einen kleinen Kern, der in der Samendarre Wolfgang aus
den Früchten gewonnen wird. „Die Elsbeere ist so selten, dass wir
vor einigen Jahren in Wichmannshausen eine Samenplantage angelegt haben“,
führt Forstamtsleiter Christian Schaefer als Leiter der Samendarre aus. „Die
Bäume lassen sich leicht beernten, weil sie nur bis zu drei Meter hoch
sind. Dadurch, dass circa 80 Bäume beerntet werden, haben wir im Saatgut
eine hohe genetische Vielfalt.“ Die genetische Vielfalt ist wichtig,
um mit den genetisch sehr unterschiedlich ausgerüsteten Bäumen für
den Klimawandel und drohende Schadereignisse, z.B. Stürme, gewappnet zu
sein. Aus den 200 Kilogramm Früchten lassen sich ca. 10.000 neue Elsbeeren
anziehen. Diese werden an Baumschulen abgegeben und schließlich deutschlandweit
in die Wälder als Mischbaumart eingebracht. 60 Prozent der Ernte ist bereits
vorreserviert.
19.09.2011 10 Jahre Waldladen im Forstamt Hanau-Wolfgang
Im Rahmen eines Pressetermins stellte Forstamtsleiter Christian Schaefer die
Entwicklung unseres Waldladens vor, der vor 10 Jahren als erster Hessischer
Waldladen eröffnet wurde. Heute wird in professioneller Art und Weise
Bio-Wildfleisch aus heimischen Wäldern erfolgreich vermarktet.
Gleichzeitig verabschiedete der Forstmann die langjährige gute Fee des
Waldladens Simone Glück, die die wesentliche Aufbauarbeit des Waldladens
geleistet hat. Simone Glück wechselt zum 01.10.2011 ins Forstamt Jossgrund,
wo sie für den Holzverkauf zuständig sein wird.
09.09.2011 - Eröffnung unseres Wildparkkindergartens
Unser Wildparkkindergarten für Kinder im Alter von 2,5 Jahren bis zum
Schuleintritt wurde jetzt offiziell eröffnet. In Kooperation mit der Stadt
Hanau und in der Trägerschaft der AWO Obertshausen hat Anfang der Woche
der Kindergarten"ernst" für die Gruppe „Die wilden Erdlöwen“ begonnen.
16 Kinder nehmen nun das Angebot wahr, in direkten Kontakt mit den Tieren zu
treten und darüberhinaus täglich Naturerfahrungen zu machen. Hessen-Forst
als Träger des Wildparks "Alte Fasanerie" freut sich über
dieses für Hessen einmaligen Projekt und unterstützt den Wildparkkindegarten
auf ganzer Linie.
08.09.2011 Forstamt warnt vor unüberlegten Wald-Spaziergängen
Das Forstamt Hanau-Wolfgang warnt in Folge des Sturmes vom 24.08.2011 weiterhin
vor Spaziergängen im Wald. Stellvertretender Forstamtsleiter Stefan Brinkmann
macht sich Sorgen: „Selbst durch leichte Windböen oder sogar ohne
ersichtlichen Anlass können sowohl die abgerissenen, in den Kronen hängenden Äste
als auch instabil gewordene Bäume eine Gefahr für Waldspaziergänger
darstellen, wenn Baumteile oder sogar der ganze Baum auf den Weg fallen.“
Insbesondere dicke Bäume mit großen Kronen konnten dem nicht mal
20 Minuten dauernden Sturm stand halten.
Örtlich betroffen ist das Kinzigtal und hier vor allem die Wälder
rund um Hanau, Rodenbach, Freigericht und Gelnhausen.
Das Forstamt musste mittlerweile die Prognose von 5.000 Kubikmeter Holz nach
oben korrigieren „Im Bereich des Forstamtes sind rund 12.000 Kubikmeter
Holz durch den Orkan zu Schaden gekommen“, zieht Forstamtsleiter Christian
Schaefer Bilanz.
Dieses Holz wird nun entsprechend seiner Qualität mit den eigenen Forstwirten,
inklusive Unterstützung von Forstwirten aus dem Forstamt Schlüchtern,
aufgearbeitet und vermarktet.
15.08.2011 Holzquader im Rahmen des Internationalen Jahres der Wälder
aufgestellt
Bürgermeister Gerhard Schultheiß und Forstamtsleiter Christian
Schaefer vom Forstamt Hanau-Wolfgang weihten am Marktplatz in Nidderau-Windecken
zwei neue Sitzgelegenheiten ein. Im Rahmen des Internationalen Jahres der Wälder
dienen die extra zu diesem Zweck angefertigten Holzquader als Kommunikationsplattform
und Blickfang.
„Die Nidderauer Wälder bilden die grüne Lunge unserer Bürger“,
stellt Bürgermeister Schultheiß im Rahmen des Pressetermins fest. „Aber
die vielfältigen Funktionen unserer Lebensgrundlage Wald rücken in
unserem Bewusstsein immer weiter in den Hintergrund.“
Die Sitzgelegenheiten wurden während des Pressetermins mit Slogans rund
um das Thema „Wald“ verziert und sollen dazu anregen, sich über
den Wald zu unterhalten und sich Gedanken über den Rohstoff Holz zu machen.
„Nachhaltige Waldwirtschaft arbeitet mit der Natur“ führt
Forstamtsleiter Christian Schaefer aus und verweist auf die gute, langjährige
Zusammenarbeit zwischen der Stadt Nidderau und dem Forstamt Hanau-Wolfgang. „Im
Wald nutzen wir immer nur soviel Holz wie auch gleichzeitig wieder nachwächst“ erklärt
der Forstmann den Begriff Nachhaltigkeit. „Dabei bringen wir die vielfältigen
Funktionen des Waldes, wie z.B. Holznutzung, Naturschutz und Erholung in Einklang.“
Jeder Einzelne kann einen Beitrag für den Wald vor seiner Haustür
bzw. die heimischen Wälder leisten. Durch die Verwendung von nachhaltig
erzeugtem Holz im Hausbau, in Möbeln und anderen langlebigen Produkten
trägt jeder zur nachhaltigen Bewirtschaftung der Wälder und damit
zum erhalt der Waldfunktionen bei.
Ganz allgemein ist außerdem ein kritisch-bewusstes Verbraucher- und
Konsumverhalten angesagt: Die gezielte Nachfrage von umweltverträglich
erzeugten Produkten kann wesentlich dazu beitragen, dass nachhaltige Formen
der Land- und Waldnutzung auch in Entwicklungs- und Schwellenländern eine
Chance haben und auch die Wälder in anderen Teilen der Erde nachhaltig
genutzt und erhalten werden.
Einen ebenso wichtigen Beitrag leistet jeder, der bei seinem Besuch Rücksicht
auf das Ökosystem Wald und die darin lebenden Tiere und Pflanzen nimmt
sowie das Eigentum der Waldbesitzer und die Interessen der anderen Erholungssuchenden
achtet.
Verantwortung und Rücksichtnahme erwachsen aus Wertschätzung für
die Wälder und ihre Leistungen. Dieses gilt es insbesondere unseren Kindern
und Jugendlichen zu vermitteln.
11.08.2011 40jähriges Dienstjubiläum Dr. Dieter Müller, langjähriger
Leiter des Forstamts Hanau-Wolfgang
Forstamtsleiter Christian Schaefer konnte ein seltenes Ereignis würdigen.
Der langjährige Dienststellenleiter Dr. Dieter Müller feierte sein
40jähriges Dienstjubiläum.
In einer kleinen Feierstunde blickte Christian Schaefer in Anwesenheit von
Kollegen und georgischen Freunden auf den Lebensweg und die Erfolge von Dr.
Dieter Müller zurück.
Müller wurde 1948 im Hunsrück in eine Försterfamilie hineingeboren,
die mütterliche Linie lässt sich 140 Jahre im Forstdienst zurückverfolgen.
Nach Abitur und Wehrdienst studierte er in Hannoverschmünden und Göttingen
den Forstberuf. Im Laufe seiner beruflichen Laufbahn wechselte er durch unterschiedlichste
Aufgaben und Stationen. So war er unter anderem im Forstamt Gahrenberg, bei
der Landesforstschule in Schotten und auch beim Ministerium in Wiesbaden tätig.
In den 70er Jahren absolvierte er ein Entwicklungshilfeprojekt in Korea, so
dass sich bei den Kollegen schnell der Spitzname „Korea-Müller“ einbürgerte.
Auch in den nachfolgenden Jahren schlossen sich immer wieder Auslandsaufenthalte
an, z.B. in Jordanien, Marokko, Benin, Ghana oder Malaysia. Von 1989 bis 2009
war Dr. Müller Forstamtsleiter im Forstamt Hanau-Wolfgang. Er promovierte über
ein spezielles Saatgutthema, denn schließlich befindet sich in Wolfgang
Hessens einzige Samendarre. In diesen 20 Jahren gestaltete er mit große
Erfolg die forstliche Arbeit im westlichen Main-Kinzig-Kreis, baute den Wildpark „Alte
Fasanerie“ zu einem Publikumsmagneten aus, führte die Samendarre
Wolfgang und die dazugehörige Baumschule in eine zukunftsweisende Richtung
und beschäftigte sich auch mit den Auswirkungen, die der Klimawandel auf
die Forstwirtschaft und das zukünftig zu erwartende Wachstum der Bäume
hat. Im Jahr 2005, als Hessen-Forst im Zuge des Gesetzes zur Sicherung der
Zukunft den Auftrag bekam, ein Drittel der Belegschaft einzusparen, ließ sich
der erfahrene Forstmann einiges einfallen, um die Auswirkungen der Reform auf
sein Forstamt und die Kollegen so gering wie möglich zu halten.
Im Jahr 2009 beschloss Dr. Müller, nochmal eine neue Herausforderung
anzunehmen und startete ein Entwicklungshilfeprojekt in Georgien, in dem er
zur Zeit immer noch tätig ist. Dort leitet er ein Klimaschutzprojekt zur
Bindung von Kohlenstoffoxiden über das Wachstum von Bäumen und beschäftigt
sich intensiv mit der Anlage von Windschutzstreifen zum Schutz der georgischen,
fruchtbaren Böden vor Erosion.
Sein Nachfolger Christian Schaefer würdigte Müller als eine Person
von hohem Einsatz, untadeligem Auftreten, Zuverlässigkeit und ausgezeichneten
Fachkenntnissen. Dies alles in Zusammenhang mit Müllers bescheidenem,
offenem und fairen Auftreten hat ihm in der Kollegenschaft und in der Region
ein hohes Ansehen verschafft. Gerade im Bereich der Forstwirtschaft, wo aufgrund
des langsamen Baumwachstums mit langen Zeiträumen von bis zu 200 Jahren
gedacht und gehandelt werden muss, sind personelle Kontinuität und gut
durchdachtes, nachhaltiges Tun besonders wichtig.
Für die Zukunft wünschten Forstamtsleiter Christian Schaefer und
das gesamte Kollegium Dr. Dieter Müller noch viele Erfolge sowohl im privaten
als auch im beruflichen Bereich und eine gute Gesundheit.
Im Anschluss an den offiziellen Teil bedankte sich Müller gerührt
bei den Kollegen und natürlich bei seiner Frau Kirsten. Danach lud der
Jubilar die Kollegen und die georgische Delegation, die er im August nach Deutschland
begleitet hatte, zu einem Imbiss und Umtrunk ein. In angeregter und fröhlicher
Atmosphäre wurde ausgiebig gefeiert.
15.07.2011 Premiere beim Wolfsheulen im Wildpark „Alte Fasanerie“ in
Hanau/Klein-Auheim
Mitte Juli ergab sich eine überraschende Entwicklung im Wolfsprojekt
des Wildparks „Alte Fasanerie“ in Hanau/Klein-Auheim ergeben. Bekanntermaßen
zieht Wildbiologin Dr. Marion Ebel zur Zeit per Hand drei Anfang Mai geborene
Wolfswelpen groß. Dabei sollten die kleinen Wölfe Aslan, Monja und
Inuq mit den bereits seit Jahren im Wildpark lebenden Polarwölfen Ayla,
Scott und Khan nach und nach aneinander gewöhnt werden. Beide Wolfsgruppen
waren Mitte Juli schon Zaun an Zaun untergebracht.
Nur kurze Zeit später
herrschte in beiden Gruppen eine große Unruhe und Interesse aneinander,
so dass Wolfsexpertin Ebel beschloss, die Gruppen vorsichtig zusammenzuführen. „Ich
war total überrascht. Die Wölfe haben sich sofort gegenseitig akzeptiert.
Ayla, als erwachsene Wölfin und Führerin im bestehenden Wolfsrudel,
hat die Kleinen sofort angenommen und scheint sich in ihrer neuen Mutterrolle
total wohlzufühlen“, freut sich die Wolfsmutter, die bereits Ayla,
Scott und Khan per Hand aufgezogen hat. „Die sechs Wilden haben sogar
schon zusammen geheult“, zeigt sich Ebel gerührt. Am 15.07.2011
gelang dann die Premiere: Die Wildbiologin heulte vor ca. 1.000 Wildparkbesuchern
mit allen sechs Wölfen in einem Rudel.
14.06.2011 Armbrustschießen zur Vorbereitung für die Douglasien-Saatguternte
Darremeister Lothar Volk hat ein für die Samendarre Wolfgang neues Verfahren
entwickelt, um Douglasienzweige aus den Kronen verschiedener Bäume heraussägen.
Dazu verwendet er eine für diesen Zweck angeschaffte Armbrust. Mit ihrer
Hilfe schießt er eine spezielle Sägenkette, die an einem Seil befestigt
ist, in die Baumkrone.
Durch beidseitiges Ziehen an der Kette sägt er
danach einen Ast aus der Krone, um anhand der Zapfenqualität am Ast festzustellen,
wie gut die Douglasien-Samenernte im Jahr 2011 sein wird. Dieses Verfahren,
das in diesem Jahr zum ersten Mal durchgeführt wird, erspart den aufwändigen
Einsatz von Kletterern.
25.05.2011 Wasserbüffel ziehen im Naturschutzgebiet „Weideswiesen-Oberwald“ bei
Erlensee ein
Die Gemeinde Erlensee, das Forstamt Hanau-Wolfgang und die Obere Naturschutzbehörde
in Darmstadt haben sich gemeinsam für das Beweidungskonzept im Naturschutzgebiet „Weideswiesen-Oberwald“ entschieden,
Landwirt Siegfried Leinberger stellt dafür einen Teil seiner Herde zur
Verfügung. Am 25.5.2011 war Auen-Auftrieb. Die Tiere wurden unter großer
Beteiligung der Öffentlichkeit in ihr neues, ca. 10 Hektar großes
Feuchtwiesenareal gebracht. Hier sollen sie den Bewuchs auf der feuchten Wiese
dauerhaft kurz halten.
„Für die Landwirtschaft ist das nasse Gebiet
nicht rentabel, weil es nicht befahrbar ist“, sagt der für Naturschutz
zuständige Förster Günter Hunold vom Forstamt Hanau-Wolfgang. „Für
die Wasserbüffel ist das Sumpfgebiet fast perfekt, denn es entspricht
ihrem natürlichen Lebensraum. Sie sind unempfindlich gegenüber hohen
Wasserständen und können das ganze Jahr über auf der Weide gelassen
werden. Ihr Verdauungssystem kann große Mengen an Wasser- und Sumpfpflanzen
wie Schilf, Binsen, Ampfer und Sauergräser aufnehmen und daraus Nährstoffe
gewinnen, im Gegensatz zum modernen Rind. Außerdem haben Wasserbüffel
breitere Klauen und Zwischenklauenspalten sowie eine weichere Fessel als Rinder,
so dass sie auch auf feuchtem Grund sicheren Halt finden.“
25.05.2011 Gut besuchte Fahrradtour durch den Hanauer Wald
Im Rahmen seiner Weltkulturerbe Wald 2011-Veranstaltungsreihe bot das Forstamt
Hanau-Wolfgang am bundesweiten Familienaktionstag eine interessante Fahrradtour
an.
Forstfrau Sigrun Brell begrüßte 17 interessierte, sportbegeisterte Radler
und nahm sie mit auf eine interessante Entdeckungsreise durch den Wald zwischen
Rodenbach und Hanau.
In dreieinhalb Stunden informierte die Försterin über Spektakuläres und
Verborgenes in der schönen heimatlichen Natur. So erfuhren die Teilnehmer,
dass Blindschleichen keine Schlangen sind, sondern im Hanauer Wald nur die
ungiftige Ringelnatter vorkommt, diese jedoch sehr häufig ist. Im Naturwaldreservat
Kinzigaue in der Bulau konnte Brell berichten, dass von den 19 hessischen
Fledermausarten allein 12 Arten nachgewiesen werden konnten. Dies ist bisher
die höchste Artendichte, die in einem hessischen Gebiet festgestellt wurde.

Die Radler bestaunten einen Hirschkäfer. Dieser seltene Käfer braucht vier
Jahre, bis er sich zum Käfer entwickelt hat und ist auf alten Eichenmulm zu
seiner Entwicklung angewiesen. „Der Käfer ist so selten, dass er mittlerweile
europaweit geschützt wurde“, freut sich Brell über ihren seltenen Fund. Interessiert
zeigten sich die Teilnehmer auch an dem Holz und seinen Holzmarkierungen, die
die Försterin erklärte. „Alles Holz, das wir einschlagen, ist bereits verkauft,
bevor die Säge brummt“, informiert die Fachfrau und erklärt auf Nachfrage,
warum das Holz dann solange im Wald liegt, „die Holzfirmen nutzen unsere Waldwege
als kostenlose Lagerplätze.“ Mit vielen neuen Eindrücken endete die Tour nach
17 Kilometern.
13.05.2011 Wolfswelpen in den Wildpark „Alte Fasanerie“ Hanau/Klein-Auheim
eingezogen

Anfang Mai erging ein Notruf aus dem Hochwildschutzpark Rheinböllen an uns,
die dortige Wölfin würde sich nicht ausreichend um den kurz zuvor gewölften
Nachwuchs kümmern. Nach Absprache mit den zuständigen Behörden machte sich
die Notfalltruppe Heidrich / Ebel auf den Weg in den Hunsrück. Drei unterernährte,
unterkühlte und verwurmte Welpen wurden aus der Höhle geborgen. Monja, Inuq
und Aslan wurden in ihr neues Kinderzimmer nach Hanau gebracht. Aufbauspritzen,
Wurmmittel, Antibiotikabehandlung – viele Untersuchungen mussten die Kleinen
über sich ergehen lassen, um letztendlich Staupe oder Herpesvirus Canis-Infektion
auszuschließen. Mittlerweile haben die Wölfchen ihren Weg ins Leben gefunden
und machen die Welpenstube unsicher. Die „weißen“ Zwerge sind mit etwas Glück
bei ihrer Wolfswerdung im Wildpark zu beobachten. Mit spätestens drei Monaten
sollen sie mit Ayla, Scott und Khan vergesellschaftet werden.

09.05.2011 Kein Aprilscherz: Biber im Ortsbereich von Niederrodenbach

Nicht schlecht staunten die Anwohner der Hainbornstraße in Niederrodenbach,
als am Gründonnerstagmorgen ein Biber zunächst die Straße passierte und anschließend
durch einen Garten watschelte. Ein Biber im Ortsbereich von Niederrodenbach!
Schnell kamen interessierte Nachbarn herbei, waren Ordnungsamt, Jagdpächter,
Biberbetreuer und das Forstamt informiert. Noch in Überlegungen, wie man den
größten der heimischen Nagetiere fangen könnte, traf der technische Leiter
des Wildparks „Alte Fasanerie“ in Hanau/Klein-Auheim Günter Hunold vom Forstamt
Hanau Wolfgang mit einer Hundetransportkiste und Arbeitshandschuhen ein. Inzwischen
hatte sich der Biber unter einem Maschendrahtzaun auf das Nachbargrundstück
durchgearbeitet und dort - zielstrebig und schnell dem Geruchs- und Gehörsinn
folgend – einen Gartenteich erobert. Forstmann Hunold, dem die Wehrhaftigkeit
eines Bibers in Bedrängnis klar war, griff beherzt ins Wasser, packte den Biber
mit beiden Händen an der Schwanzwurzel und steckte das sich heftig wehrende
Pelztier unter Mithilfe der Anwohner in die Hundetransportkiste. Anschließend
wurde das Tier zur Kinzig in der Bulau verfrachtet und dort in die Freiheit
entlassen.
Wie die für Rodenbach zuständigen Biberbetreuer Marianne Demuth und Jürgen
Harms feststellten, handelt es sich bei dem Biber vermutlich um ein zweijähriges
Jungtier, das jetzt in den Frühjahrsmonaten den elterlichen Bau verlassen
hat, um ein eigenes Revier zu gründen.
Biberfamilien leben häufig mit den Würfen aus zwei Jahren zusammen. Vor
der Geburt der nächsten Jungen im Mai, müssen die Zweijährigen die Burg verlassen.
Dabei orientieren sie sich unter anderem am Gewässerverlauf, sowie mit Hilfe
des Geruchs- und Gehörsinns. Auch Wanderungen über Land scheut der Biber
nicht.

Über die Kinzig gelangen immer wieder Biber aus dem Spessart bis nach Hanau
und in die Nebenflüsse. Im Main-Kinzig-Kreis wurden 2010 insgesamt 42 besetzte
Reviere mit insgesamt 140 Bibern gezählt. Seit Jahren ist ein Vorkommen bei
Langenselbold bekannt. Stammt der Fang vom Gründonnerstag von dort, dann dürfte
er über die Nolteseen, die Bahngleise und hier entlang der Schallschutzmauer
bis Niederrodenbach gewandert sein. Am Bahnhof weist die Schallschutzmauer
einen Durchlass für die Fahrgäste auf. Hier dürfte der Biber den Weg in die
Hainbornstraße und die Gärten gefunden haben. Klar ist: Ohne Hilfe wäre der
Biber vermutlich ein Opfer des Straßenverkehrs geworden. Erfreulich sind daher
das Engagement der Rodenbacher Bürger und der beherzte Zugriff durch den Forstfachmann
Hunold.
18.04.2011
Tierfriedhof Waldesruhe nimmt Tierschutz ernst
Obwohl sich der Waldtierfriedhof in Rodenbach dem Thema Haustiere widmet,
nimmt Betreiber Horst Püschel den Tierschutzgedanken auch in anderen Bereichen
ernst. Nachdem eine aufmerksame Besucherin festgestellt hat, dass die auf
dem Waldtierfriedhof vorbereiteten Gräber eine Falle für verschiedene Kleintiere
darstellt, informierte sie sowohl das Forstamt Hanau-Wolfgang als Eigentümer
als auch den Betreiber des Tierfriedhofs über diesen Missstand.
Betroffen waren insbesondere Feuersalamander, aber auch Frösche und Eidechsen,
die sich in den Löchern finden ließen. Eine Recherche ergab, dass eine Kletterhilfe
in Form eines Stockes oder ähnlichem, in die offenen Grabstellen hineingestellt,
für diese Tierarten keine geeignete Möglichkeit darstellt, aus den Löchern
wieder herauszuklettern. Zusammen wurde die Idee geboren, die offenen Grabstellen
mit einem Netz abzudecken, so dass erst gar keine Kleintiere hineinfallen
können. Innerhalb kürzester Zeit wurden die Netze besorgt und mittlerweile
schon installiert. Eine Überprüfung ergab, dass die Idee funktioniert.
11.04.2011
Turkmenen zu Besuch im Forstamt Hanau-Wolfgang
Anfang April besuchte eine kleine Gruppe forstlicher Fachexperten das Forstamt
Hanau-Wolfgang. Die Turkmenen interessierten sich insbesondere für die Arbeit
der Samendarre und der forstlichen Baumschule. Insbesondere Fragen nach Geräten
für die Saatguternte und -aufbereitung und den notwendigen Arbeitsprozessen
wurde nachgegangen. In der Forstbaumschule Wolfgang wurden Fragen zur Pflanzenanzucht
und Logistik diskutiert. Ergänzend wurden verschiedene Pflanztechniken der
mitteleuropäischen Forstwirtschaft vorgeführt und die Vor- und Nachteile
besprochen.
Die jahrzehntelangen Erfahrungen der Wolfgänger Förster sollen bei den aktuellen
Vorhaben im asiatischen Turkmenistan angewendet werden. Dort soll ein Zentrum
für Baum- und Strauchsaatgut entstehen. Außerdem sollen verschiedene Baumschulen
aufgebaut werden, die das Saatgut des Saatgutzentrums verwenden sollen. Deutschland
finanziert dieses Projekt „Nachhaltige Waldbewirtschaftung in Turkmenistan“
über die Gesellschaft zur internationalen Zusammenarbeit im Rahmen der deutschen
CO2-Reduktionsziele. Turkmenistan besteht zu 80 % aus Wüste und Halbwüste.
Sandstürme wehen regelmäßig die Verkehrswege zu. An die harschen Wuchsbedingungen
angepasste Gehölze sollen dazu beitragen, den Sand an Boden festzuhalten.
Park- und Randbepflanzungen ergänzen das Anpflanzungsvorhaben. Mit 3 Millionen
Pflanzen jährlich hat sich Turkmenistan ein ehrgeiziges Ziel gesetzt.
Nach dem mehrtägigen Besuch in Wolfgang ging es für die Turkmenen dann weiter
zu einer großen mit Pflanzcontainern arbeitenden Baumschule in Süddeutschland.
05.04.2011
Holz aus dem Forstamt Hanau-Wolfgang erzielt Spitzenpreise

Sowohl auf der Nadelholzversteigerung im Februar als auch auf der Laubholzversteigerung
im März brachte das Holz aus dem Forstamt Hanau-Wolfgang sehr gute Erlöse.
„Der teuerste Stamm, eine Eiche, stammt aus dem Stadtwald Bruchköbel und
erzielte einen Preis von gut 2.700 Euro“ zeigt sich Forstamtsleiter Christian
Schaefer erfreut über die zwei Verkaufsveranstaltungen, bei denen Furnierholzunternehmen
schriftliche Angebote für die Wertholzstämme abgeben. Insgesamt wurde aus
acht Kommunen aus dem Forstamt Hanau-Wolfgang, die sich an den Versteigerungen
beteiligten und aus dem Staatswald 300 Kubikmeter Holz der Baumarten Lärche,
Fichte und Eiche angeboten. Dadurch konnte ein Verkaufserlös von gut 70.000
Euro erzielt werden. „Mit diesem Ergebnis können die Kommunen und wir sehr
zufrieden sein“, berichtet der Forstmann weiter. „Die guten Preise zeigen
auch, dass wir nur das beste Holz angeboten haben.“ Dabei hat die Eiche wie
immer die Nase vorn. Brachten die Nadelbäume einen Durchschnittserlös von
182 Euro, so liegt der Durch¬schnittspreis der Eiche bei 270 Euro pro Kubikmeter.

„Wir ernten heute die Bäume, die von unseren Vorgängergenerationen gepflanzt
und gepflegt wurden“, ergänzt Forstamtsleiter Schaefer die Besonderheit des
forstlichen Handelns. „Dafür pflanzt unsere Generation einen Wald, der erst
den nachfolgenden Generationen zu Gute kommen wird.“ Dieses Prinzip der Nachhaltigkeit,
nur jeweils soviel Holz aus dem Wald zu entnehmen, wie auch wieder nachwächst,
hat die Forstwirtschaft bereits vor über 200 Jahren als Vorreiter dieser
Idee ersonnen.
21.03.2011
Internationales Jahr der Wälder startet
Offizieller Beginn des Internationalen Jahres der Wälder ist der 21.03.2011. Als Startaktion hat das Forstamt Hanau-Wolfgang und der Kirchenkreis Hanau-Land eine gemeinsame Pflanzaktion durchgeführt.
Forstamtsleiter Christian Schaefer und Dekan Dr. Martin Lückhoff pflanzten gemeinsam eine Elsbeere, Baum des Jahres 2011, um die Aufmerksamkeit auf die Kernbotschaft des Jahres zu richten: „Wald für Menschen“. Die nachhaltige Bewahrung der Schöpfung ist eine gemeinsame Herzensangelegenheit.
Um den Wald und seine vielfältigen Funktionen stärker in das Blickfeld der Menschen zu rücken, hat das Forstamt Hanau-Wolfgang ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm auf die Beine gestellt, das den Wald und seinen vielfältigen Funktionen in den nächsten Monaten in das Blickfeld der Menschen rückt.
15.03.2011
Krötenwanderung beginnt
Seit dem Wochenende haben aufgrund der gestiegenen Temperaturen wieder die Frosch- und Krötenwanderungen begonnen. Aus diesem Grund bittet das Forstamt Hanau-Wolfgang, Amphibienschilder und Krötenzäune zum Anlass zu nehmen, mit erhöhter Aufmerksamkeit unterwegs zu sein, damit die Amphibien nicht überfahren werden. „Insbesondere dort, wo es Tümpel und Angelweiher gibt, muss mit dem Vorkommen von Fröschen und Kröten gerechnet werden“, berichtet die für Naturschutz zuständige Forstamtsmitarbeiterin Sigrun Brell vom Forstamt Hanau-Wolfgang. Amphibien sind wechselwarme Tiere und benötigen die Frühjahrstemperaturen, um sich auf Betriebstemperatur aufzuwärmen. Sie kriechen dann aus ihren Überwinterungsquartieren und folgen den alten Amphibienpfaden zu ihren Laichgewässern, um sich dort zu paaren und zu vermehren.
09.03.2011
Besuch aus Madagaskar im Forstamt Hanau-Wolfgang
Am 01.03.2011 erhielt das Forstamt Hanau-Wolfgang hochrangigen Besuch vom ehemaligen Umwelt- und Forstminister Randriarimanana Harison aus Madagaskar. Besonderes Interesse zeigte Harison an der Hessischen Samendarre und der Forstbaumschule Wolfgang. Christian Schaefer, Leiter des Forstamts in Hanau-Wolfgang, beantwortete dem Madegassen vor Ort viele Fragen. Für den Madegassen war besonders die Vorratshaltung von Baumsamen in der Samendarre ein neuer Aspekt. In Kühlhäusern wird hier für samenarme Jahre Baumsaatgut für ganz Hessen bereitgehalten. In der Wolfgänger Baumschule werden die Bäume getrennt nach regionalen Herkünften angezogen und später für Aufforstungsprojekte in ganz Deutschland, vorwiegend jedoch für den Hessischen Staatswald abgegeben.
Interessiert zeigten sich die heimischen Förster an den Ausführungen des madegassischen Besuchers zu den Wäldern auf Madagaskar. Madagaskar hat eine unglaublich hohe Vielfalt an Tieren und Pflanzen. Ca. 85% der Pflanzen, 39% der Vögel, 91% der Reptilien, 99% der Amphibien und 100% der Lemuren, die auf Madagaskar leben, kommen weltweit nur hier vor. Diese große Vielfalt ist auf die noch erhaltenen Flächen der Regenwälder, vor allem im Osten der Insel, konzentriert. Allerdings werden die Wälder immer wieder von illegalen Abholzungen bedroht. Die Holzdiebe reizt das wertvolle Rosenholz.