Presse

27.03.2012 Baumpflanzaktion im Stadtwald Hanau

Baumpflanzaktion im Stadtwald Hanau

Im Steinheimer Wald wurde eine Fläche von 1600 Quadratmeter durch die Azubis des Eigenbetriebs Grünflächen unter Anleitung des Revierförsters Olaf Gold  bepflanzt. 400 Wildkirschen und 400 Buchen wurden fachmännisch gesetzt. Diese Baumarten sind dem Boden und dem Klima angepasst und bestens geeignet, dauerhaft die Wirkungen zu entfalten, die die Stadt Hanau als Waldbesitzer erreichen will: Erholung, Vielfalt in der Natur, Bodenschutz, wertvolles Holz. Mit der Pflanzaktion wird den Waldbesuchern das nachhaltige, forstliche Handeln greifbar vor Augen geführt.


04.04.2012 Kinder helfen den Hirschkäfern im Wildpark „Alte Fasanerie“ Hanau/Klein-Auheim

Hirschkäferaktion im Wildpark mit Ferienkindern.

Obwohl  er sehr selten ist, gehört er zu den bekanntesten Käferarten in Deutschland, und fast jedes Kind kennt ihn. Die Rede ist vom Hirschkäfer, der 2012 auch aufgrund seines hohen Gefährdungsgrades zum Insekt des Jahres gekürt wurde. 28 Hanauer Kinder im Alter von acht bis zehn Jahren haben sich jetzt im Rahmen ihres Ferienspielprogrammes in der „Alten Fasanerie“ in Hanau / Klein-Auheim für den Hirschkäferschutz stark gemacht. Gemeinsam mit dem Wildparkteam von Hessen-Forst legten sie am zweiten Ferientag sogenannte Hirschkäferwiegen  - so nennt man künstlich geschaffene Brutlebensräume für die Hirschkäferlarven und–puppen – in einem geeigneten Eichen-Altbestand des Wildparks an. Unter fachkundiger Anleitung der Forstwirte Herbert Wolf und Ralf Zeller wurden dazu Eichenstubben in einem Bodenloch mit rund drei Metern Durchmesser und einer Tiefe von einem halben Meter pyramidenartig aufgesetzt, mit Eichenhäckseln ausgefüllt und schließlich mit etwas Erde abgedeckt.

Mit großem Elan und Engagement beteiligten sich die Kinder an den Arbeiten. „Wir sind echte Naturschützer und wollen gefährdeten Tierarten helfen“, so die einhellige Meinung der Gruppe. Über Spiele und Aktionen lernten sie zugleich viel Wissenswertes über das Leben der streng geschützten Hirschkäfer und anderer Insektenarten kennen. Besonders viel Spaß hatten die Ferienkinder beim „Käferlauf“. Immer drei Kinder mussten dazu mit ihren insgesamt sechs Beinen im Wettlauf gegeneinander antreten.

„Das stellt  große Ansprüche an das Koordinationsvermögen und Teamverhalten der Kinder“, so Forstmuseumsleiterin Sabine Scholl, die gemeinsam mit ihrer Waldpädagogik-Praktikantin Conny Sammet durch das Programm führte. Ausgerüstet mit Becherlupen konnten die Kinder bei einer Insektensafari im Wald nach weiteren „Sechsbeinern“ suchen. Nun hoffen alle Akteure, dass die sensationellen Hirschkäfer, die in den vergangenen Jahren von Wildpark-Mitarbeitern vereinzelt gesichtet wurden, die neue Brutstätte auch fleißig annehmen.


04.04.2012 Unkengewässer in der „Hardt bei Bernbach“ rechtzeitig wiederhergestellt

Hier sieht man die orange-schwarze Bauchseite der Gelbbauchunke.

Es war gerade noch rechtzeitig. Bevor Frösche, Kröten und Unken aus ihren Winterquartieren kamen, wurden im Spätwinter wieder über 50 Tümpel im Naturschutzgebiet (NSG) Hardt bei Bernbach gepflegt. Die Aktion wurde von dem Naturschutzbeauftragten des  Forstamts Hanau-Wolfgang, Günter Hunold, und der ehrenamtlichen Schutzgebietsbetreuerin der Hardt, Diplombiologin Marianne Demuth-Birkert vorab abgestimmt, geplant und dann mit Erfolg umgesetzt.

Die Vegetation an den Gewässern, an denen die Amphibien ablaichen, wurde zurückgeschnitten. Außerdem wurden die Tümpel mit Hilfe eines Kettenbaggers frei geschoben, so dass der rohe Boden an den Ufern wieder erkennbar ist.
Für die seltenen Amphibienarten Kreuzkröte, Gelbbauchunke und auch den Laubfrosch, die im Gebiet leben, eine lebenserhaltende Maßnahme. Die wechselwarmen Amphibien brauchen dringend sonnenexponierte Laichgewässer mit hohem Rohbodenanteil für die erfolgreiche Fortpflanzung. Sind Tümpel, Teich oder Weiher erst rundherum mit zahlreichen Wasser- und Feuchtpflanzen dicht bewachsen, verabschieden sich die Amphibienarten der Reihe nach: zuerst die Kreuzkröte, dann die Gelbbauchunke und schließlich der Laubfrosch.

Jetzt wünschen sich die Partner vom Forstamt Hanau-Wolfgang und ehrenamtlichen Amphibienschutz erst mal viel, viel Wasser. Zunächst viel Regen für die Laichgewässer, und ab Ende April zusätzlich Wärme für die Entwicklung des Lurchnachwuchses. Für Anfang Mai werden Forstmann Hunold und Biologin Demuth-Birkert zu einer öffentlichen Führung in die Hardt bei Bernbach einladen, um die Erfolge der Artenschutzmaßnahmen vorzustellen.

Laichgewässer für Laubfrosch und Gelbbauchunke.

Hintergrundinformation:
Kreuzkröte, Laubfrosch und Gelbbauchunke gehören zu den europaweit nach der EU-Richtlinie „Fauna-Flora-Habitat“ streng geschützten Arten. Die Gelbbauchunke – zusätzlich eine FFH-Anhang II-Art – wird europaweit in einem Netz an FFH-Schutzgebieten (NATURA 2000) gefördert.

Die Hardt bei Bernbach ist ein solches FFH-Schutzgebiet. Das Forstamt Hanau-Wolfgang hat die Artenpatenschaft für die Gelbbauchunke, mit wissenschaftlichem Namen Bombina variegata, übernommen. In Kooperation mit Marianne Demuth-Birkert, die seit über einem Jahrzehnt die Amphibienarten kreisweit kartiert, wird ein Vernetzungskonzept für die verbliebenen Teilpopulationen der Unke erarbeitet.
Die jahrelangen Artenhilfsmaßnahmen in der Hardt bei Bernbach haben stets Erfolg gezeigt. Messbar ist dies in den Frühlingsmonaten, wenn die Rufe von Gelbbauchunke, Laubfrosch und Kreuzkröte erschallen. Ganz entscheidendes Kriterium für den Erfolg ist aber die Beobachtung der von den Kaulquappen zu Jungtieren umgewandelten Unken, Fröschen und Kröten.


02.03.2012 Lärchenholz aus dem Forstamt Hanau-Wolfgang schneidet gut bei Wertholzversteigerung ab

Mitte Februar fand die traditionelle Wertholzversteigerung statt. Wiederum brachte das Holz aus dem Forstamtsbereich Hanau-Wolfgang Spitzenpreise. „Das gute Lächenholz stammt aus den Wäldern von Linsengericht, Freigericht und Ronneburg“ informiert der stellvertretende Forstamtsleiter Stefan Brinkmann.

„Der teuerste Stamm stammt aus Linsengericht und erzielte einen Preis von 2.300 Euro.“ Insgesamt wurden 35 Stämme auf die Versteigerung nach Wirtheim gebracht, wo sich der Wertholzlagerplatz befindet. „Die guten Preise zeigen nicht nur, dass Lärchenholz sehr gefragt ist, sondern dass wir nur das beste Holz angeboten haben“, so der Forstmann weiter. Die drei Kommunen erzielten zusammen rund 16.000 Euro Einnahmen.

Nur das beste Lärchenholz wurde angeboten.

„Wir ernten heute die Bäume, die von unseren Vorgängergenerationen gepflanzt und gepflegt wurden“, erklärt Forstamtsleiter Schaefer die Besonderheit des forstlichen Handelns. „Dafür pflanzt unsere Generation einen Wald, der erst den nachfolgenden Generationen zu Gute kommen wird.“ Dieses Prinzip der Nachhaltigkeit, nur jeweils soviel Holz aus dem Wald zu entnehmen, wie auch wieder nachwächst, hat die Forstwirtschaft bereits vor über 200 Jahren als Vorreiter dieser Idee ersonnen.


30.03.2012 Pappelstecklinge der Samendarre Wolfgang finden deutschlandweit sehr guten Absatz

Die Samendarre Wolfgang hat alle Hände voll zu tun. Seit diesem Jahr bietet der Sonderbetrieb des Forstamts Hanau-Wolfgang deutschlandweit auch Pappelstecklinge an. „Mittlerweile haben wir bereits knapp 130.000 Stück der ca. 20 cm langen Stecklinge verkauft“, informiert Forstamtsleiter Christian Schaefer, „damit ist das neue Produkt überraschend gut gestartet."

Dabei hat die Samendarre dieses Produkt erst seit diesem Frühjahr im Angebot. Nachdem im letzten Frühjahr die Pappel-Mutterquartiere angelegt worden sind und potenzielle Kunden im Herbst angeschrieben wurden, kommen täglich neue Anfragen nach den Pappeln.
„Pappelstecklinge werden für sogenannte Kurzumtriebs­plantagen verwendet. Schnelles Jugendwachstum und die Fähigkeit zum Stockausschlag machen Pappeln für die Erzeugung von Energiehackschnitzeln auf landwirtschaftlichen Flächen besonders interessant. Die Pappeln können bereits nach wenigen Jahren erstmals abgeerntet werden“, sagt Forstfachmann Schaefer. „Sie schlagen dann wieder aus und können nach 3 bis 5 Jahren erneut als Stecklinge geschnitten werden.“ Die Pflanzzeit ist zwischen März und Mai. Die Stecklinge werden einfach in den Boden gesteckt und wachsen ohne Probleme an. Der Verkauf erfolgt unter dem neuen Warenzeichen der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt nwplus®.

Darremitarbeiter Peter Machel und Petra Lirk beim Abpacken der versandfertigen Stecklinge.

Hintergrundinfos
Leistungsfähige Pappelsorten werden vegetativ über Steckhölzer vermehrt und können voll mechanisiert gepflanzt werden. Einmal gepflanzt sind über die vitalen Stockausschläge mehrere Ernten mit gleichbleibend hohen Erträge für mindestens zwei Jahrzehnte zu erwarten. Für die Bewirtschaftung im Kurzumtrieb kommen bestimmte Pappelarten und ihre Hybriden in Betracht. Wegen ihres schnellen Wachstums in der Jugend und der Fähigkeit aus dem Wurzelstock auszuschlagen, sind sie im Feldanbau deutlich ertragsstärker als unsere mitteleuropäischen Waldbaumarten.

Die langjährige Vorarbeit durch Auswahl geeigneter Pflanzen lag bei der auch für Hessen zuständigen Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt. Im Januar 2010 wurden die drei neuen Pappelsorten Matrix 11 , Matrix 24 und Matrix 49 nach dem Forstvermehrungsgutgesetz als Vermehrungsgut der Kategorie „geprüft“ zugelassen. Die Zulassung erfolgte aufgrund ihrer sehr guten Wuchsleistung bei weitgehender Resistenz gegen Blattrostbefall.


15.02.2012 Neue Amphibientümpel im Bruchköbeler und Neuwirtshäuser Wald angelegt

In den letzten Wochen wurden vom Forstamt Hanau-Wolfgang im Bruchköbeler und Neuwirtshäuser Wald zwei neue Tümpel angelegt und zwei bestehende Nassstellen ausgebaggert. „Wir wollen hier die Ausbreitungsmöglichkeiten einer ganz seltenen Amphibienart verbessern“, erklärt der für den Naturschutz im Forstamt zuständige Forstmann Günter Hunold. „Die Gelbbauchunke ist so selten, dass sie europaweit unter Schutz steht“. Diese Amphibienart ist weder Frosch noch Kröte, sondern gehört zu den Unken.

Sie kommt natürlicherweise in den Auegebieten der Kinzig vor und nutzt dort die Klein- und Kleinstgewässer, die immer wieder neu im Zuge der Flussdynamik und der Winterüberschwemmungen entstehen. Allerdings sind die natürlichen Biotope mittlerweile stark zurückgegangen. Dies liegt nicht nur am Zuwachsen bestehnder Tümpel, sondern auch daran, dass die Vorkommen der Gelbbauchunke durch Straßen oder Landwirtschaft voneinander getrennt werden.


Das Forstamt hat für die Gelbbauchunke die Patenschaft übernommen und möchte für diese Art besonders fördern. „Es ist von großer Bedeutung, wo diese Tümpel angelegt werden“, führt der Forstmann Hunold weiter aus, „die Gelbbauchunke kann nur einen bestimmten Radius wandern.“ Um hier alles richtig zu machen, hat sich das Forstamt von der Amphibienspezialistin Marianne Demuth beraten lassen. Die umfangreichen Erfahrungen der Biologin nutzend wurden sowohl Lage als auch Gestaltung der Tümpel im Vorfeld geklärt.

Die Gelbbauchunke benötigt unbesiedelte Gewässer an einem Standort mit undurchlässigem Boden und flachem Wasserstand. Denn wie alle Amphibien ist die Unke ein wechselwarmes Tier, das sich durch die Sonne aufwärmen muss. Besonders gute Arbeit leistete die Baggerfirma Darmstädter aus Rodenbach, die mit besonderem Gespür im Baggerlöffel die flachen Tümpel mit wechselnden Böschungswinkeln, geschwungener Uferlinie und verschiedenen Bodentiefen anlegte. „Zur Fortpflanzungszeit im Spätfrühling werden wir die neuen Tümpel vorsichtig besuchen und gucken, ob unsere Aktion ein Erfolg ist“, schildert Förster Hunold.


10.11.2011 Mitarbeiter des Amtes für Bodenmanagement hospitiert im Forstamt Hanau-Wolfgang

Dem Freigerichter Vermessungsingenieur Peter Weigand boten sich aufschlussreiche Einblicke in die Aufgaben des Forstamts Hanau-Wolfgang. Eine Woche lang konnte der Büdinger Bodenmanager im Rahmen einer Hospitation für Führungskräfte in die Tätigkeiten und das Aufgabenspektrum einer anderen Landesdienststelle hinein schnuppern.

„Aktuell sind wir mit der Aufarbeitung von ca. 9.000 Festmeter Windbruch beschäftigt, die durch den Sturm vor einigen Wochen im Forstamtsbezirk umgefallen sind, beschreibt der stellvertretende Forstamtsleiter Stefan Brinkmann die Schadensbilanz bei einem Ortstermin zusammen mit Förster Christian Madzgalla im Revier Gelnhausen. Am schlimmsten betroffen ist jedoch die Revierförsterei Neuwirtshaus. Dort sind die meisten Bäume entwurzelt oder abgeknickt worden. Der hier zuständige Förster Volker Ahrend schätzt den Umfang des Windbruchs auf fast einen ganzen Jahreseinschlag.

Doch „Holz ist nicht alles“, erklärt Sigrun Brell vom Forstamt Hanau-Wolfgang und verweist auf die besonderen Einrichtungen des Amtes. „Wir betreiben hier die einzige Samendarre Hessens, eine Forstbaumschule, den Waldladen am Forstamt zum Verkauf von Wildprodukten, das Jugendwaldheim in Hasselroth-Niedermittlau und den weithin bekannten Wildpark „Alte Fasanerie“ in Hanau/Klein-Auheim.“

Bei einem Besuch dieser Einrichtungen des Forstamts wurde Peter Weigand deutlich, wie ambitioniert die Kolleginnen und Kollegen sich im Rahmen ihrer Tätigkeit auch der Umweltpädagogik widmen. Zahlreiche Veranstaltungen vermitteln Jung und Alt den Zugang zu unserer Natur. So erfährt der Besucher bei einer Führung durch die Samendarre, deren Aufgabe die Gewinnung von Baum- und Strauchsamen ist, dass Kletterer abenteuerlich die Bäume besteigen, um die Zapfen mit den Samen in den Baumkronen zu pflücken. Das Saatgut wird danach unter anderem in der Baumschule des Forstamtes ausgesät, wo jährlich über 80.000 Bäume standortgerecht aufgezogen werden. Darüber hinaus verbringen viele Schulklassen eine erlebnisreiche Woche im Jugendwaldheim, in der kindgerecht auf spielerische Art und Weise der Wald und seine Bewohner den Schülern nahe gebracht werden. Ulrich Gessner, Leiter des Jugendwaldheims, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Kinder für die Natur zu sensibilisieren.

Bei dem Gastbesuch im Forstamt stellte Peter Weigand fest, dass es interessante Verknüpfungspunkte zwischen seinem Amt und dem Forstamt gibt. Daten der für den Main-Kinzig-Kreis und den Wetteraukreis zuständigen Behörde finden auch im Forstamt Hanau-Wolfgang rege Anwendung. Die digitalen Geobasisdaten des Büdinger Amtes sind die Grundlage für das Geoinformationssystems (GIS) bei Hessen-Forst.

Das Geoinformationssystem dient der Bearbeitung und Präsentation von geographischen Daten und bietet den Mitarbeitern des Forstamts ein modernes Werkzeug für eine ökonomische und nachhaltige Waldbewirtschaftung. Der Blick über den Tellerrand seiner eigenen Behörde fand Weigand sehr interessant und gibt Anregungen, den eigenen Arbeitsplatz aus einer anderen Sichtweise zu betrachten.

Ein außergewöhnlich engagiertes Forstamt, resümiert Weigand, an das ihn eine Elsbeere, Baum des Jahres 2011, erinnern wird: sie wächst jetzt in seinem Garten.


27.10.2011 Arbeitssicherheit hat Priorität - Forstamt Hanau-Wolfgang erreicht den 1. Platz

Am 27.10.2011 wurden in der Mehrzweckhalle des Forstamts Schotten die sieben „ sichersten hessischen Forstämter“ ausgezeichnet. Hans-Dieter Treffenstädt, der Personalleiter von Hessen-Forst und Dr. Torsten Kunz von der Unfallkasse Hessen überreichten den Vertretern des Forstamts Hanau-Wolfgang Stefan Brinkmann, stellvertretender Forstamtsleiter, Volker Ahrend, Revierförster von Neuwirtshaus und Wolfgang Vetter, Forstwirtschaftsmeister, die Urkunde zum ersten Platz in der Kategorie B. In der Katergorie B werden die Forstämter mit mehr als 12 Forstarbeitern eingestuft. Den zweiten und dritten Platz erreichten die Forstämter Darmstadt und Frankenberg.Das erfolgreiche Streben nach Arbeitssicherheit wird mit einer Prämie in Höhe von 1.500 Euro für den ersten Platz anerkannt. Dabei werden die Prämien je zur Hälfte von Hessen-Forst und der Unfallkasse Hessen getragen.

 „Die Gewinner-Forstämter haben in den Jahren 2005 bis 2010 das betriebliche Arbeitsschutz-Management-System von Hessen-Forst konsequent umgesetzt und damit die Unfallzahlen reduziert“, begründete Personalleiter Treffenstädt von Hessen-Forst die Auswahl. Erfreulich ist, dass auch im Gesamtbetrieb die Unfallzahlen nach Einführung der neuen Arbeitsschutzstrategie insgesamt deutlich zurückgegangen sind. „Dass es im vergangenen Jahr erstmals einen leichten Anstieg gegeben hat, ist ein Ansporn, in den Bemühungen nicht nachzulassen und ständig nach weiteren Verbesserungsmöglichkeiten zu suchen“ mahnt der Personalchef.

Die Auszeichnung erhalten Forstämter, die nachhaltig besondere Erfolge im Arbeitsschutz vorweisen können. Kriterien sind die Anzahl der meldepflichtigen Unfälle pro 1.000 produktiver Arbeitsstunden bzw. je1.000 Festmeter motormanuell aufgearbeitetem Holz, um den besonders gefährlichen Teil der Waldarbeit angemessen zu berücksichtigen. Außerdem werden die Ergebnisse der sogenannten Arbeitssicherheitsanalysen berücksichtigt, einer Art Audit durch besonders qualifizierte Forstwirtschaftsmeister.


Oktober 2011 - Neukonziperte Waldjugendspiele

Im Oktober 2011 veranstaltete das Forstamt Hanau-Wolfgang mit den drei Grundschulen von Hasselroth Waldjugendspiele in neuer Konzeption. Die insgesamt ca. 250 Kinder erlebten einen wunderschönen Tag im Wald mit Spiel, Spaß und Spannung. Die Schüler erfuhren interessante Dinge über den Wald und entdeckten seine Schönheit und Vielfalt.

Erstmals wurde ein neues pädagogisches Konzept erprobt, das vom Forstamt gemeinsam mit Grundschulpädagogen entwickelt wurde. Dies Konzept beinhaltet altersgerecht viele spielerische Elemente und lässt die Kinder den Wald selbst entdecken.

An insgesamt 8 Stationen konnten die Klassen ihr Wissen testen, Neues über den Wald lernen oder ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen.

Obwohl die Geschicklichkeitsstationen einen Wettkampfcharakter aufweisen, wird Wert darauf gelegt, dass die Kinder die Aufgaben nur als Gruppe lösen können. Hier wird schwerpunktmäßig der soziale Gedanke der „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ der Vereinten Nationen in die Waldjugendspiele integriert.

Besonders freute sich das Forstamt darüber, dass viele Eltern der Grundschulen freiwillig Gruppen oder Stationen an den Waldjugendspielen betreuten. Ein Dank galt auch dem Jugendwaldheim Hasselroth, dessen ideale Infrastruktur das Forstamt für die Spiele nutzen konnte und dessen Team sich ebenfalls an den Waldjugendspielen beteiligte.


06.10.2011 Eröffnung des begehbaren Damwildgeheges im Wildpark „Alte Fasanerie“

Am 6. Okotber wurde unser neu konzipiertes „begehbare Damwildgehege“ eingeweiht worden. Dort ist zukünftig ein direkter Kontakt Mensch-Tier ohne trennenden Zaun möglich. Das vom Förderverein des Wildparks finanzierte Gehege wird zukünftig ein neues Gefühl für die Natur und ihre Tiere vermitteln. Der Kontakt ist nur zum weiblichen Damwild möglich, Damwildhirsche sind insbesondere in der Brunft unberechenbar. Das begehbare Damwildgehege befindet sich am Ende des Hauptweges auf der linken Seite. Füttern ist erlaubt, allerdings nur mit dem im Wildpark an der Kasse erhältlichen Futter.


28.09.2011 – Elsbeerenernte beginnt

Nur alle 2 bis 3 Jahre lohnt es sich, den seltenen Elsbeerenbaum, der 2011 zum Baum des Jahres ausgerufen wurde, zu beernten. Gegenwärtig ist so ein besonderes Erntejahr. Deswegen beginnt die Elsbeerenernte ab heute auf einer Samenplantage in  der Nähe von Sontra-Wichmannshausen. Darremeister Lothar Volk von Hessens einziger Samendarre Hanau-Wolfgang wird mit seiner Mannschaft bis zu 200 Kilogramm Früchte ernten. Die roten, birnenförmigen Früchte enthalten einen kleinen Kern, der in der Samendarre Wolfgang aus den Früchten gewonnen wird. „Die Elsbeere ist so selten, dass wir vor einigen Jahren in Wichmannshausen eine Samenplantage angelegt haben“, führt Forstamtsleiter Christian Schaefer als Leiter der Samendarre aus. „Die Bäume lassen sich leicht beernten, weil sie nur bis zu drei Meter hoch sind. Dadurch, dass circa 80 Bäume beerntet werden, haben wir im Saatgut eine hohe genetische Vielfalt.“ Die genetische Vielfalt ist wichtig, um mit den genetisch sehr unterschiedlich ausgerüsteten Bäumen für den Klimawandel und drohende Schadereignisse, z.B. Stürme, gewappnet zu sein. Aus den 200 Kilogramm Früchten lassen sich ca. 10.000 neue Elsbeeren anziehen. Diese werden an Baumschulen abgegeben und schließlich deutschlandweit in die Wälder als Mischbaumart eingebracht. 60 Prozent der Ernte ist bereits vorreserviert.


19.09.2011 10 Jahre Waldladen im Forstamt Hanau-Wolfgang

Im Rahmen eines Pressetermins stellte Forstamtsleiter Christian Schaefer die Entwicklung unseres Waldladens vor, der vor 10 Jahren als erster Hessischer Waldladen eröffnet wurde. Heute wird in professioneller Art und Weise Bio-Wildfleisch aus heimischen Wäldern erfolgreich vermarktet.

Gleichzeitig verabschiedete der Forstmann die langjährige gute Fee des Waldladens Simone Glück, die die wesentliche Aufbauarbeit des Waldladens geleistet hat. Simone Glück wechselt zum 01.10.2011 ins Forstamt Jossgrund, wo sie für den Holzverkauf zuständig sein wird.


09.09.2011 - Eröffnung unseres Wildparkkindergartens

Unser Wildparkkindergarten für Kinder im Alter von 2,5 Jahren bis zum Schuleintritt wurde jetzt offiziell eröffnet. In Kooperation mit der Stadt Hanau und in der Trägerschaft der AWO Obertshausen hat Anfang der Woche der Kindergarten"ernst" für die Gruppe „Die wilden Erdlöwen“ begonnen. 16 Kinder nehmen nun das Angebot wahr, in direkten Kontakt mit den Tieren zu treten und darüberhinaus täglich Naturerfahrungen zu machen. Hessen-Forst als Träger des Wildparks "Alte Fasanerie" freut sich über dieses für Hessen einmaligen Projekt und unterstützt den Wildparkkindegarten auf ganzer Linie.


08.09.2011 Forstamt warnt vor unüberlegten Wald-Spaziergängen

Das Forstamt Hanau-Wolfgang warnt in Folge des Sturmes vom 24.08.2011 weiterhin vor Spaziergängen im Wald. Stellvertretender Forstamtsleiter Stefan Brinkmann macht sich Sorgen: „Selbst durch leichte Windböen oder sogar ohne ersichtlichen Anlass können sowohl die abgerissenen, in den Kronen hängenden Äste als auch instabil gewordene Bäume eine Gefahr für Waldspaziergänger darstellen, wenn Baumteile oder sogar der ganze Baum auf den Weg fallen.“

Insbesondere dicke Bäume mit großen Kronen konnten dem nicht mal 20 Minuten dauernden Sturm stand halten.

Örtlich betroffen ist das Kinzigtal und hier vor allem die Wälder rund um Hanau, Rodenbach, Freigericht und Gelnhausen.

Das Forstamt musste mittlerweile die Prognose von 5.000 Kubikmeter Holz nach oben korrigieren „Im Bereich des Forstamtes sind rund 12.000 Kubikmeter Holz durch den Orkan zu Schaden gekommen“, zieht Forstamtsleiter Christian Schaefer Bilanz.

Dieses Holz wird nun entsprechend seiner Qualität mit den eigenen Forstwirten, inklusive Unterstützung von Forstwirten aus dem Forstamt Schlüchtern, aufgearbeitet und vermarktet.


15.08.2011 Holzquader im Rahmen des Internationalen Jahres der Wälder aufgestellt

Bürgermeister Gerhard Schultheiß und Forstamtsleiter Christian Schaefer vom Forstamt Hanau-Wolfgang weihten am Marktplatz in Nidderau-Windecken zwei neue Sitzgelegenheiten ein. Im Rahmen des Internationalen Jahres der Wälder dienen die extra zu diesem Zweck angefertigten Holzquader als Kommunikationsplattform und Blickfang.

„Die Nidderauer Wälder bilden die grüne Lunge unserer Bürger“, stellt Bürgermeister Schultheiß im Rahmen des Pressetermins fest. „Aber die vielfältigen Funktionen unserer Lebensgrundlage Wald rücken in unserem Bewusstsein immer weiter in den Hintergrund.“

Die Sitzgelegenheiten wurden während des Pressetermins mit Slogans rund um das Thema „Wald“ verziert und sollen dazu anregen, sich über den Wald zu unterhalten und sich Gedanken über den Rohstoff Holz zu machen.

„Nachhaltige Waldwirtschaft arbeitet mit der Natur“ führt Forstamtsleiter Christian Schaefer aus und verweist auf die gute, langjährige Zusammenarbeit zwischen der Stadt Nidderau und dem Forstamt Hanau-Wolfgang. „Im Wald nutzen wir immer nur soviel Holz wie auch gleichzeitig wieder nachwächst“ erklärt der Forstmann den Begriff Nachhaltigkeit. „Dabei bringen wir die vielfältigen Funktionen des Waldes, wie z.B. Holznutzung, Naturschutz und Erholung in Einklang.“

Jeder Einzelne kann einen Beitrag für den Wald vor seiner Haustür bzw. die heimischen Wälder leisten. Durch die Verwendung von nachhaltig erzeugtem Holz im Hausbau, in Möbeln und anderen langlebigen Produkten trägt jeder zur nachhaltigen Bewirtschaftung der Wälder und damit zum erhalt der Waldfunktionen bei.

Ganz allgemein ist außerdem ein kritisch-bewusstes Verbraucher- und Konsumverhalten angesagt: Die gezielte Nachfrage von umweltverträglich erzeugten Produkten kann wesentlich dazu beitragen, dass nachhaltige Formen der Land- und Waldnutzung auch in Entwicklungs- und Schwellenländern eine Chance haben und auch die Wälder in anderen Teilen der Erde nachhaltig genutzt und erhalten werden.

Einen ebenso wichtigen Beitrag leistet jeder, der bei seinem Besuch Rücksicht auf das Ökosystem Wald und die darin lebenden Tiere und Pflanzen nimmt sowie das Eigentum der Waldbesitzer und die Interessen der anderen Erholungssuchenden achtet.

Verantwortung und Rücksichtnahme erwachsen aus Wertschätzung für die Wälder und ihre Leistungen. Dieses gilt es insbesondere unseren Kindern und Jugendlichen zu vermitteln.


11.08.2011 40jähriges Dienstjubiläum Dr. Dieter Müller, langjähriger Leiter des Forstamts Hanau-Wolfgang

Forstamtsleiter Christian Schaefer konnte ein seltenes Ereignis würdigen. Der langjährige Dienststellenleiter Dr. Dieter Müller feierte sein 40jähriges Dienstjubiläum.

In einer kleinen Feierstunde blickte Christian Schaefer in Anwesenheit von Kollegen und georgischen Freunden auf den Lebensweg und die Erfolge von Dr. Dieter Müller zurück.

Müller wurde 1948 im Hunsrück in eine Försterfamilie hineingeboren, die mütterliche Linie lässt sich 140 Jahre im Forstdienst zurückverfolgen. Nach Abitur und Wehrdienst studierte er in Hannoverschmünden und Göttingen den Forstberuf. Im Laufe seiner beruflichen Laufbahn wechselte er durch unterschiedlichste Aufgaben und Stationen. So war er unter anderem im Forstamt Gahrenberg, bei der Landesforstschule in Schotten und auch beim Ministerium in Wiesbaden tätig. In den 70er Jahren absolvierte er ein Entwicklungshilfeprojekt in Korea, so dass sich bei den Kollegen schnell der Spitzname „Korea-Müller“ einbürgerte. Auch in den nachfolgenden Jahren schlossen sich immer wieder Auslandsaufenthalte an, z.B. in Jordanien, Marokko, Benin, Ghana oder Malaysia. Von 1989 bis 2009 war Dr. Müller Forstamtsleiter im Forstamt Hanau-Wolfgang. Er promovierte über ein spezielles Saatgutthema, denn schließlich befindet sich in Wolfgang Hessens einzige Samendarre. In diesen 20 Jahren gestaltete er mit große Erfolg die forstliche Arbeit im westlichen Main-Kinzig-Kreis, baute den Wildpark „Alte Fasanerie“ zu einem Publikumsmagneten aus, führte die Samendarre Wolfgang und die dazugehörige Baumschule in eine zukunftsweisende Richtung und beschäftigte sich auch mit den Auswirkungen, die der Klimawandel auf die Forstwirtschaft und das zukünftig zu erwartende Wachstum der Bäume hat. Im Jahr 2005, als Hessen-Forst im Zuge des Gesetzes zur Sicherung der Zukunft den Auftrag bekam, ein Drittel der Belegschaft einzusparen, ließ sich der erfahrene Forstmann einiges einfallen, um die Auswirkungen der Reform auf sein Forstamt und die Kollegen so gering wie möglich zu halten.

Im Jahr 2009 beschloss Dr. Müller, nochmal eine neue Herausforderung anzunehmen und startete ein Entwicklungshilfeprojekt in Georgien, in dem er zur Zeit immer noch tätig ist. Dort leitet er ein Klimaschutzprojekt zur Bindung von Kohlenstoffoxiden über das Wachstum von Bäumen und beschäftigt sich intensiv mit der Anlage von Windschutzstreifen zum Schutz der georgischen, fruchtbaren Böden vor Erosion.

Sein Nachfolger Christian Schaefer würdigte Müller als eine Person von hohem Einsatz, untadeligem Auftreten, Zuverlässigkeit und ausgezeichneten Fachkenntnissen. Dies alles in Zusammenhang mit Müllers bescheidenem, offenem und fairen Auftreten hat ihm in der Kollegenschaft und in der Region ein hohes Ansehen verschafft. Gerade im Bereich der Forstwirtschaft, wo aufgrund des langsamen Baumwachstums mit langen Zeiträumen von bis zu 200 Jahren gedacht und gehandelt werden muss, sind personelle Kontinuität und gut durchdachtes, nachhaltiges Tun besonders wichtig.

Für die Zukunft wünschten Forstamtsleiter Christian Schaefer und das gesamte Kollegium Dr. Dieter Müller noch viele Erfolge sowohl im privaten als auch im beruflichen Bereich und eine gute Gesundheit.

Im Anschluss an den offiziellen Teil bedankte sich Müller gerührt bei den Kollegen und natürlich bei seiner Frau Kirsten. Danach lud der Jubilar die Kollegen und die georgische Delegation, die er im August nach Deutschland begleitet hatte, zu einem Imbiss und Umtrunk ein. In angeregter und fröhlicher Atmosphäre wurde ausgiebig gefeiert.


15.07.2011 Premiere beim Wolfsheulen im Wildpark „Alte Fasanerie“ in Hanau/Klein-Auheim

Mitte Juli ergab sich eine überraschende Entwicklung im Wolfsprojekt des Wildparks „Alte Fasanerie“ in Hanau/Klein-Auheim ergeben. Bekanntermaßen zieht Wildbiologin Dr. Marion Ebel zur Zeit per Hand drei Anfang Mai geborene Wolfswelpen groß. Dabei sollten die kleinen Wölfe Aslan, Monja und Inuq mit den bereits seit Jahren im Wildpark lebenden Polarwölfen Ayla, Scott und Khan nach und nach aneinander gewöhnt werden. Beide Wolfsgruppen waren Mitte Juli schon Zaun an Zaun untergebracht.

Nur kurze Zeit später herrschte in beiden Gruppen eine große Unruhe und Interesse aneinander, so dass Wolfsexpertin Ebel beschloss, die Gruppen vorsichtig zusammenzuführen. „Ich war total überrascht. Die Wölfe haben sich sofort gegenseitig akzeptiert. Ayla, als erwachsene Wölfin und Führerin im bestehenden Wolfsrudel, hat die Kleinen sofort angenommen und scheint sich in ihrer neuen Mutterrolle total wohlzufühlen“, freut sich die Wolfsmutter, die bereits Ayla, Scott und Khan per Hand aufgezogen hat. „Die sechs Wilden haben sogar schon zusammen geheult“, zeigt sich Ebel gerührt. Am 15.07.2011 gelang dann die Premiere: Die Wildbiologin heulte vor ca. 1.000 Wildparkbesuchern mit allen sechs Wölfen in einem Rudel.


14.06.2011 Armbrustschießen zur Vorbereitung für die Douglasien-Saatguternte

Darremeister Lothar Volk hat ein für die Samendarre Wolfgang neues Verfahren entwickelt, um Douglasienzweige aus den Kronen verschiedener Bäume heraussägen. Dazu verwendet er eine für diesen Zweck angeschaffte Armbrust. Mit ihrer Hilfe schießt er eine spezielle Sägenkette, die an einem Seil befestigt ist, in die Baumkrone.

Durch beidseitiges Ziehen an der Kette sägt er danach einen Ast aus der Krone, um anhand der Zapfenqualität am Ast festzustellen, wie gut die Douglasien-Samenernte im Jahr 2011 sein wird. Dieses Verfahren, das in diesem Jahr zum ersten Mal durchgeführt wird, erspart den aufwändigen Einsatz von Kletterern.


25.05.2011 Wasserbüffel ziehen im Naturschutzgebiet „Weideswiesen-Oberwald“ bei Erlensee ein

Die Gemeinde Erlensee, das Forstamt Hanau-Wolfgang und die Obere Naturschutzbehörde in Darmstadt haben sich gemeinsam für das Beweidungskonzept im Naturschutzgebiet „Weideswiesen-Oberwald“ entschieden, Landwirt Siegfried Leinberger stellt dafür einen Teil seiner Herde zur Verfügung. Am 25.5.2011 war Auen-Auftrieb. Die Tiere wurden unter großer Beteiligung der Öffentlichkeit in ihr neues, ca. 10 Hektar großes Feuchtwiesenareal gebracht. Hier sollen sie den Bewuchs auf der feuchten Wiese dauerhaft kurz halten.

„Für die Landwirtschaft ist das nasse Gebiet nicht rentabel, weil es nicht befahrbar ist“, sagt der für Naturschutz zuständige Förster Günter Hunold vom Forstamt Hanau-Wolfgang. „Für die Wasserbüffel ist das Sumpfgebiet fast perfekt, denn es entspricht ihrem natürlichen Lebensraum. Sie sind unempfindlich gegenüber hohen Wasserständen und können das ganze Jahr über auf der Weide gelassen werden. Ihr Verdauungssystem kann große Mengen an Wasser- und Sumpfpflanzen wie Schilf, Binsen, Ampfer und Sauergräser aufnehmen und daraus Nährstoffe gewinnen, im Gegensatz zum modernen Rind. Außerdem haben Wasserbüffel breitere Klauen und Zwischenklauenspalten sowie eine weichere Fessel als Rinder, so dass sie auch auf feuchtem Grund sicheren Halt finden.“


25.05.2011 Gut besuchte Fahrradtour durch den Hanauer Wald

Im Rahmen seiner Weltkulturerbe Wald 2011-Veranstaltungsreihe bot das Forstamt Hanau-Wolfgang am bundesweiten Familienaktionstag eine interessante Fahrradtour an.

Forstfrau Sigrun Brell begrüßte 17 interessierte, sportbegeisterte Radler und nahm sie mit auf eine interessante Entdeckungsreise durch den Wald zwischen Rodenbach und Hanau.

In dreieinhalb Stunden informierte die Försterin über Spektakuläres und Verborgenes in der schönen heimatlichen Natur. So erfuhren die Teilnehmer, dass Blindschleichen keine Schlangen sind, sondern im Hanauer Wald nur die ungiftige Ringelnatter vorkommt, diese jedoch sehr häufig ist. Im Naturwaldreservat Kinzigaue in der Bulau konnte Brell berichten, dass von den 19 hessischen Fledermausarten allein 12 Arten nachgewiesen werden konnten. Dies ist bisher die höchste Artendichte, die in einem hessischen Gebiet festgestellt wurde.

Die Radler bestaunten auch einen Hirschkäfer
Die Radler bestaunten einen Hirschkäfer. Dieser seltene Käfer braucht vier Jahre, bis er sich zum Käfer entwickelt hat und ist auf alten Eichenmulm zu seiner Entwicklung angewiesen. „Der Käfer ist so selten, dass er mittlerweile europaweit geschützt wurde“, freut sich Brell über ihren seltenen Fund. Interessiert zeigten sich die Teilnehmer auch an dem Holz und seinen Holzmarkierungen, die die Försterin erklärte. „Alles Holz, das wir einschlagen, ist bereits verkauft, bevor die Säge brummt“, informiert die Fachfrau und erklärt auf Nachfrage, warum das Holz dann solange im Wald liegt, „die Holzfirmen nutzen unsere Waldwege als kostenlose Lagerplätze.“ Mit vielen neuen Eindrücken endete die Tour nach 17 Kilometern.

13.05.2011 Wolfswelpen in den Wildpark „Alte Fasanerie“ Hanau/Klein-Auheim eingezogen

Anfang Mai erging ein Notruf aus dem Hochwildschutzpark Rheinböllen an uns, die dortige Wölfin würde sich nicht ausreichend um den kurz zuvor gewölften Nachwuchs kümmern. Nach Absprache mit den zuständigen Behörden machte sich die Notfalltruppe Heidrich / Ebel auf den Weg in den Hunsrück. Drei unterernährte, unterkühlte und verwurmte Welpen wurden aus der Höhle geborgen. Monja, Inuq und Aslan wurden in ihr neues Kinderzimmer nach Hanau gebracht. Aufbauspritzen, Wurmmittel, Antibiotikabehandlung – viele Untersuchungen mussten die Kleinen  über sich ergehen lassen, um letztendlich Staupe oder Herpesvirus Canis-Infektion auszuschließen. Mittlerweile haben die Wölfchen ihren Weg ins Leben gefunden und machen die Welpenstube unsicher. Die „weißen“ Zwerge sind mit etwas Glück bei ihrer Wolfswerdung im Wildpark zu beobachten. Mit spätestens drei Monaten sollen sie mit Ayla, Scott und Khan vergesellschaftet werden.

Die Welpen machen die Welpenstube unsicher      Die Welpen machen die Welpenstube unsicher


09.05.2011 Kein Aprilscherz: Biber im Ortsbereich von Niederrodenbach

Nicht schlecht staunten die Anwohner der Hainbornstraße in Niederrodenbach, als am Gründonnerstagmorgen ein Biber zunächst die Straße passierte und anschließend durch einen Garten watschelte. Ein Biber im Ortsbereich von Niederrodenbach! Schnell kamen interessierte Nachbarn herbei, waren Ordnungsamt, Jagdpächter, Biberbetreuer und das Forstamt informiert. Noch in Überlegungen, wie man den größten der heimischen Nagetiere fangen könnte, traf der technische Leiter des Wildparks „Alte Fasanerie“ in Hanau/Klein-Auheim Günter Hunold vom Forstamt Hanau Wolfgang mit einer Hundetransportkiste und Arbeitshandschuhen ein. Inzwischen hatte sich der Biber unter einem Maschendrahtzaun auf das Nachbargrundstück durchgearbeitet und dort - zielstrebig und schnell dem Geruchs- und Gehörsinn folgend – einen Gartenteich erobert. Forstmann Hunold, dem die Wehrhaftigkeit eines Bibers in Bedrängnis klar war, griff beherzt ins Wasser, packte den Biber mit beiden Händen an der Schwanzwurzel und steckte das sich heftig wehrende Pelztier unter Mithilfe der Anwohner in die Hundetransportkiste. Anschließend wurde das Tier zur Kinzig in der Bulau verfrachtet und dort in die Freiheit entlassen.

Wie die für Rodenbach zuständigen Biberbetreuer Marianne Demuth und Jürgen Harms feststellten, handelt es sich bei dem Biber vermutlich um ein zweijähriges Jungtier, das jetzt in den Frühjahrsmonaten den elterlichen Bau verlassen hat, um ein eigenes Revier zu gründen.

Biberfamilien leben häufig mit den Würfen aus zwei Jahren zusammen. Vor der Geburt der nächsten Jungen im Mai, müssen die Zweijährigen die Burg verlassen. Dabei orientieren sie sich unter anderem am Gewässerverlauf, sowie mit Hilfe des Geruchs- und Gehörsinns. Auch Wanderungen über Land scheut der Biber nicht.

Der Biber wurde an der Kinzig in der Bulau in die Freiheit entlassen
Über die Kinzig gelangen immer wieder Biber aus dem Spessart bis nach Hanau und in die Nebenflüsse. Im Main-Kinzig-Kreis wurden 2010 insgesamt 42 besetzte Reviere mit insgesamt 140 Bibern gezählt. Seit Jahren ist ein Vorkommen bei Langenselbold bekannt. Stammt der Fang vom Gründonnerstag von dort, dann dürfte er über die Nolteseen, die Bahngleise und hier entlang der Schallschutzmauer bis Niederrodenbach gewandert sein. Am Bahnhof weist die Schallschutzmauer einen Durchlass für die Fahrgäste auf. Hier dürfte der Biber den Weg in die Hainbornstraße und die Gärten gefunden haben. Klar ist: Ohne Hilfe wäre der Biber vermutlich ein Opfer des Straßenverkehrs geworden. Erfreulich sind daher das Engagement der Rodenbacher Bürger und der beherzte Zugriff durch den Forstfachmann Hunold.

18.04.2011
Tierfriedhof Waldesruhe nimmt Tierschutz ernst

Obwohl sich der Waldtierfriedhof in Rodenbach dem Thema Haustiere widmet, nimmt Betreiber Horst Püschel den Tierschutzgedanken auch in anderen Bereichen ernst. Nachdem eine aufmerksame Besucherin festgestellt hat, dass die auf dem Waldtierfriedhof vorbereiteten Gräber eine Falle für verschiedene Kleintiere darstellt, informierte sie sowohl das Forstamt Hanau-Wolfgang als Eigentümer als auch den Betreiber des Tierfriedhofs über diesen Missstand.

Betroffen waren insbesondere Feuersalamander, aber auch Frösche und Eidechsen, die sich in den Löchern finden ließen. Eine Recherche ergab, dass eine Kletterhilfe in Form eines Stockes oder ähnlichem, in die offenen Grabstellen hineingestellt, für diese Tierarten keine geeignete Möglichkeit darstellt, aus den Löchern wieder herauszuklettern. Zusammen wurde die Idee geboren, die offenen Grabstellen mit einem Netz abzudecken, so dass erst gar keine Kleintiere hineinfallen können. Innerhalb kürzester Zeit wurden die Netze besorgt und mittlerweile schon installiert. Eine Überprüfung ergab, dass die Idee funktioniert.


11.04.2011
Turkmenen zu Besuch im Forstamt Hanau-Wolfgang

Anfang April besuchte eine kleine Gruppe forstlicher Fachexperten das Forstamt Hanau-Wolfgang. Die Turkmenen interessierten sich insbesondere für die Arbeit der Samendarre und der forstlichen Baumschule. Insbesondere Fragen nach Geräten für die Saatguternte und -aufbereitung und den notwendigen Arbeitsprozessen wurde nachgegangen. In der Forstbaumschule Wolfgang wurden Fragen zur Pflanzenanzucht und Logistik diskutiert. Ergänzend wurden verschiedene Pflanztechniken der mitteleuropäischen Forstwirtschaft vorgeführt und die Vor- und Nachteile besprochen.

Die jahrzehntelangen Erfahrungen der Wolfgänger Förster sollen bei den aktuellen Vorhaben im asiatischen Turkmenistan angewendet werden. Dort soll ein Zentrum für Baum- und Strauchsaatgut entstehen. Außerdem sollen verschiedene Baumschulen aufgebaut werden, die das Saatgut des Saatgutzentrums verwenden sollen. Deutschland finanziert dieses Projekt „Nachhaltige Waldbewirtschaftung in Turkmenistan“ über die Gesellschaft zur internationalen Zusammenarbeit im Rahmen der deutschen CO2-Reduktionsziele. Turkmenistan besteht zu 80 % aus Wüste und Halbwüste. Sandstürme wehen regelmäßig die Verkehrswege zu. An die harschen Wuchsbedingungen angepasste Gehölze sollen dazu beitragen, den Sand an Boden festzuhalten. Park- und Randbepflanzungen ergänzen das Anpflanzungsvorhaben. Mit 3 Millionen Pflanzen jährlich hat sich Turkmenistan ein ehrgeiziges Ziel gesetzt.

Nach dem mehrtägigen Besuch in Wolfgang ging es für die Turkmenen dann weiter zu einer großen mit Pflanzcontainern arbeitenden Baumschule in Süddeutschland.


05.04.2011
Holz aus dem Forstamt Hanau-Wolfgang erzielt Spitzenpreise

Sowohl auf der Nadelholzversteigerung im Februar als auch auf der Laubholzversteigerung im März brachte das Holz aus dem Forstamt Hanau-Wolfgang sehr gute Erlöse. „Der teuerste Stamm, eine Eiche, stammt aus dem Stadtwald Bruchköbel und erzielte einen Preis von gut 2.700 Euro“ zeigt sich Forstamtsleiter Christian Schaefer erfreut über die zwei Verkaufsveranstaltungen, bei denen Furnierholzunternehmen schriftliche Angebote für die Wertholzstämme abgeben. Insgesamt wurde aus acht Kommunen aus dem Forstamt Hanau-Wolfgang, die sich an den Versteigerungen beteiligten und aus dem Staatswald 300 Kubikmeter Holz der Baumarten Lärche, Fichte und Eiche angeboten. Dadurch konnte ein Verkaufserlös von gut 70.000 Euro erzielt werden.  „Mit diesem Ergebnis können die Kommunen und wir sehr zufrieden sein“, berichtet der Forstmann weiter. „Die guten Preise zeigen auch, dass wir nur das beste Holz angeboten haben.“ Dabei hat die Eiche wie immer die Nase vorn. Brachten die Nadelbäume einen Durchschnittserlös von 182 Euro, so liegt der Durch¬schnittspreis der Eiche bei 270 Euro pro Kubikmeter.

Laubholzversteigerung im FA Hanau-Wolfgang im März
„Wir ernten heute die Bäume, die von unseren Vorgängergenerationen gepflanzt und gepflegt wurden“, ergänzt Forstamtsleiter Schaefer die Besonderheit des forstlichen Handelns. „Dafür pflanzt unsere Generation einen Wald, der erst den nachfolgenden Generationen zu Gute kommen wird.“ Dieses Prinzip der Nachhaltigkeit, nur jeweils soviel Holz aus dem Wald zu entnehmen, wie auch wieder nachwächst, hat die Forstwirtschaft bereits vor über 200 Jahren als Vorreiter dieser Idee ersonnen.

21.03.2011
Internationales Jahr der Wälder startet

Offizieller Beginn des Internationalen Jahres der Wälder ist der 21.03.2011. Als Startaktion hat das Forstamt Hanau-Wolfgang und der Kirchenkreis Hanau-Land eine gemeinsame Pflanzaktion durchgeführt. Forstamtsleiter Christian Schaefer und Dekan Dr. Martin Lückhoff pflanzten gemeinsam eine Elsbeere, Baum des Jahres 2011, um die Aufmerksamkeit auf die Kernbotschaft des Jahres zu richten: „Wald für Menschen“. Die nachhaltige Bewahrung der Schöpfung ist eine gemeinsame Herzensangelegenheit.

Um den Wald und seine vielfältigen Funktionen stärker in das Blickfeld der Menschen zu rücken, hat das Forstamt Hanau-Wolfgang ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm auf die Beine gestellt, das den Wald und seinen vielfältigen Funktionen in den nächsten Monaten in das Blickfeld der Menschen rückt.


15.03.2011
Krötenwanderung beginnt

Seit dem Wochenende haben aufgrund der gestiegenen Temperaturen wieder die Frosch- und Krötenwanderungen begonnen. Aus diesem Grund bittet das Forstamt Hanau-Wolfgang, Amphibienschilder und Krötenzäune zum Anlass zu nehmen, mit erhöhter Aufmerksamkeit unterwegs zu sein, damit die Amphibien nicht überfahren werden. „Insbesondere dort, wo es Tümpel und Angelweiher gibt, muss mit dem Vorkommen von Fröschen und Kröten gerechnet werden“, berichtet die für Naturschutz zuständige Forstamtsmitarbeiterin Sigrun Brell vom Forstamt Hanau-Wolfgang. Amphibien sind wechselwarme Tiere und benötigen die Frühjahrstemperaturen, um sich auf Betriebstemperatur aufzuwärmen. Sie kriechen dann aus ihren Überwinterungsquartieren und folgen den alten Amphibienpfaden zu ihren Laichgewässern, um sich dort zu paaren und zu vermehren.


09.03.2011
Besuch aus Madagaskar im Forstamt Hanau-Wolfgang

Am 01.03.2011 erhielt das Forstamt Hanau-Wolfgang hochrangigen Besuch vom ehemaligen Umwelt- und Forstminister Randriarimanana Harison aus Madagaskar. Besonderes Interesse zeigte Harison an der Hessischen Samendarre und der Forstbaumschule Wolfgang. Christian Schaefer, Leiter des Forstamts in Hanau-Wolfgang, beantwortete dem Madegassen vor Ort viele Fragen. Für den Madegassen war besonders die Vorratshaltung von Baumsamen in der Samendarre ein neuer Aspekt. In Kühlhäusern wird hier für samenarme Jahre Baumsaatgut für ganz Hessen bereitgehalten. In der Wolfgänger Baumschule werden die Bäume getrennt nach regionalen Herkünften angezogen und später für Aufforstungsprojekte in ganz Deutschland, vorwiegend jedoch für den Hessischen Staatswald abgegeben.

Interessiert zeigten sich die heimischen Förster an den Ausführungen des madegassischen Besuchers zu den Wäldern auf Madagaskar. Madagaskar hat eine unglaublich hohe Vielfalt an Tieren und Pflanzen. Ca. 85% der Pflanzen, 39% der Vögel, 91% der Reptilien, 99% der Amphibien und 100% der Lemuren, die auf Madagaskar leben, kommen weltweit nur hier vor. Diese große Vielfalt ist auf die noch erhaltenen Flächen der Regenwälder, vor allem im Osten der Insel, konzentriert. Allerdings werden die Wälder immer wieder von illegalen Abholzungen bedroht. Die Holzdiebe reizt das wertvolle Rosenholz.

 


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