Die Nachfrage nach Holz steigt stetig, nicht zuletzt wegen der Verknappung von Erdöl und Erdgas. Auch die industriellen Verwendungen und der Bedarf als Baustoff nehmen weiter zu. Das sind aktuelle Rahmenbedingungen für unsere Waldbewirtschaftung im Sinne der Waldbesitzer. Gleichzeitig sind rechtliche Vorgaben und allgemeine Ansprüche der Bevölkerung zu erfüllen.
Ein vorratsreicher, gemischter Wald kann allen Erwartungen nachhaltig gerecht werden. Aktuelle Forsteinrichtungen und die Bundeswaldinventur (2003-2005) bestätigen die entsprechenden Vorraussetzungen in den Waldbeständen des Forstamts Jesberg. Dieser günstige Waldzustand wird durch unsere Pflege sichergestellt. Mit dem Holzeinschlag leisten wir unseren Beitrag zur Deckung des örtlichen, regionalen und überregionalen Holzbedarfs. Wertvolle Holzsortimente, Industrieholz und Energieholz werden für unsere Kunden bereitgestellt. Die steigende Nachfrage nach so genannten Nebenprodukten (Weihnachtsbäume, Schmuckreisig, Wildbret) wird ebenfalls bedient.
Rechtliche Vorgaben und die Verpflichtung für das Allgemeinwohl bilden einen besonderen Rahmen für unsere Arbeit. Die Schutzfunktionen des Waldes und seine Wirkungen für den Naturhaushalt definieren den Katalog unserer Aufgaben mit.
Durch den hohen Laubholzanteil mit vielen Altbeständen spielen naturschutzfachliche Zielsetzungen im Forstamt Jesberg eine besondere Rolle. Im Bereich des Hohen Keller wird ein Großprojekt durch das Bundesamt für Naturschutz finanziell unterstützt.
Das Forstamtsteam berücksichtigt die verschiedenen Interessen so, dass Einschränkungen für den Einzelnen so gering wie möglich bleiben. Wir sind dabei aber auch auf das Verständnis der Waldbesucher für die Bewirtschaftung des Waldes angewiesen.