Das Naturschutzgebiet "Heubruchwiesen bei Eschenstruth"
Die Revierförsterei Fahrenbach betreut das ca. 51 ha große NSG seit seiner Ausweisung im Jahre 1989.
Dies war auch der Grund für die Entscheidung der oberen Naturschutzbehörde, die Betreuung des Gebietes nach der Forstreform bei der Försterei zu belassen, obwohl es gemarkungsmäßig eigentlich zum Nachbarforstamt gehören würde.
Das Gebiet ist Bestandteil und Keimzelle des 92 ha großen ,gleichnamigen FFH-Gebietes.
Die geographische Lage ist westlich der Gemeinde Helsa-Eschenstruth entlang des Bachlaufes "Männerwasser" und besteht im Wesentlichen aus dem Lebensraumtyp "Magere Flachland-Mähwiesen.
Es kommen aber auch artenreiche montane Borstgrasrasen, Hainsimsen- Buchenwälder und Auenwälder mit Erle und Esche als besondere Lebensraumtypen vor.
All diese Biotope sind vielfältig zu einem sogenannten Strukturkomplex zusammengesetzt und bilden so eine große Zahl von Übergangsbiotopen mit mosaikartig wechselnden Standortverhältnissen. Im Wesentlichen sind sie durch mittleren Buntsandstein geprägt, sind, aber auch Basalt-, Löß- und Lößlehmstandorte kommen vor.
Die FFH-Qualität dieses Gebietes ist durch das Vorkommen von Kammmolch und dunklem Wiesenknopf-Ameisenbläuling bestimmt. Des weiteren existieren Beobachtungen von Fadenmolchen und diversen Schmetterlingsarten.
Im Bereich der Flora sind Trollblume, geflecktes Knabenkraut, Arnika, Waldhyazinthen und Wald-Storchschnabel als bemerkenswerte Arten zu nennen.
Die Pflege und Erhaltung des Gebietes obliegt in erster Linie ortsansässigen Landwirten, die über Verträge aus dem Hessischen Landschaftspflegeprogramm (HELP) die überwiegend einschürige Mahd übernehmen und eine extensive Nachweide organisieren.
Wichtig für den Erhalt des Gebietes ist das in der Verordnung festgelegte Verbot jeglicher Düngung.
Von Seiten der Forstverwaltung wird in erster Linie die Entwicklung des natürlichen bachbegleitenden Lebensraumtyps forciert, indem nach und nach Fichten aus Wiesenaufforstungen, die oft bis direkt an das Männerwasser heranreichen, entnommen werden, um den Erlen und Eschen ihren notwendigen Wuchsraum wiederzugeben.