Das Hessische Forstamt Nidda liegt im Wetteraukreis. Als Dienststelle des Landesbetriebes „HESSEN-FORST“ gliedert es sich in 11 Revierförstereien und ist zuständig für folgende Waldflächen:
Jährlicher Hiebsatz: ca. 100.000 Festmeter (2/3 Laubholz, 1/3 Nadelholz).
Der Wald im Forststamtsbereich
Unterschiedliche Standort- und Klimabedingungen sind die Herausforderungen in den Wäldern des Forstamtes Nidda. Die Wuchsgebiete erstecken sich vom südwestlichen Vogelsberg über die Wetterau und das angrenzende Hügelland, weiter bis zum Giessenenr Becken und dem zusammenhängenden Wäldern des Büdinger Waldes. Die Höhenlage erstreckt sich 550 m über NN im Vogelberg bis 125 m über NN in der Wetterau. Dabei differieren die Niederschläge von 550 bis 950 mm im Jahr, die Jahresdurchschnittstemperatur liegt zwischen 8° C in den Tieflagen und 9°C im Vogelsberg.
Verschiedene Ausgangsgesteine wie Basalt über Buntsandstein mit Lößlehmauflage im südwestlichen Vogelsberg, Alluvium, Rotliegendes mit starker Lößlehmauflage mit einzelnen Basaltdurchbrüchen in der Wetterau und mittlerer und oberer Buntsandstein mit Lößlehmauflage und einzelnen Basaltdurchbrüchen im Büdinger Wald erfüllen Standortsbedingungen für eine grosse Zahl von sehr artenreichen Waldgesellschaften und Hochleistungsstandorte.
Die Waldbewirtschaftung wird entscheidend beeinflusst durch die Folgen der verheerenden Orkane im Frühjahr 1990. Von den 16.400 Hektar Wald wurde damals ca. 2.300 Hektar verwüstet.
1,2 Mio. Festmeter Holz wurden aufgearbeitet, wovon ca. 70 % Laubholz und 30 % Nadelholz in einem Alter zwischen 60 und 200 Jahren waren. Ein mit dieser Holzmenge beladener Güterzug wäre ca. 600 km lang.
Die entstandenen Kahlflächen wurden überwiegend mit Laubholz bepflanzt. War das Verhältnis Laubholz zu Nadelholz vor dem Sturm noch 67 % zu 33 %, so beträgt dieses Verhältnis heute 80 % zu 20 %.
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über ein Jahrzehnt nach diesem Sturmwurf sind die ökonomischen Schäden durch die hohen Vorratsverluste und die Folgeschäden noch heute in den Wirtschaftsergebnissen der Einzelbetriebe spürbar. Die ökologischen Schäden sind mittlerweile gut geheilt, der nachgewachsene, standortgemäße und artenreiche junge Wald bietet Grund zur Hoffnung für die Zukunft.
Wertvolle Buchen- und Edellaubholzbestände prägen die Waldbilder auf wüchsigen Standorten.