
In zentraler Lage im Weiltal zwischen Lahn und Taunus liegt der Marktflecken Weilmünster der zugleich Sitz des Forstamtes Weilmünster ist.
Entstanden aus der ehemaligen Nassauischen Oberförsterei Möttau erbaute man 1878 an der Nassauer Straße das „Preußische Forstamt Weilmünster“. 1888 folgte der Bau der beiden Förstereien Dietenhausen und Möttau.
Die damalige Größe des Forstamtes lag bei rund 4.700 ha.
Größere Veränderungen kamen erst mit der großen Forstreform 1976. Die Gemeinden Möhnstadt, Blessenbach, Weinbach und Villmar wurden dem FA Weilmünster zugeordnet, die Gemeinden Altenkirchen und Philippstein fielen an das Forstamt Braunfels. Mit nunmehr 7.021 ha war es das größte Forstamt im Landkreis Limburg-Weilburg.
1996 folgte eine weitere Veränderung der Flächenstruktur. Das Ergebnis der Reform war die zukünftige Betreuung der Gemeinden Hünfelden, Selters und der Stadt Bad Camberg, während die Gemeinden Weinbach und Villmar an die Nachbarforstämter Weilburg und Hadamar fielen. Die Flächengröße betrug jetzt 9965 ha.
Mit der Gründung des Landesbetriebes Hessen-Forst und der nachfolgenden Organisationsreform im Jahr 2004 kam es nochmals zu drastischen Flächenveränderungen. Große Teile der Forstämter Hadamar, Weilburg und Braunfels werden heute von Weilmünster aus betreut, die Waldfläche beträgt heute 19.061 ha und reicht bis in den Lahn-Dill-Kreis hinein.
Naturräumlich befinden sich die Waldflächen im Bereich des Westerwaldes, des Taunus und des Westhessischen Berglandes. Die Vielzahl der Naturräume mit ihrer Untergliederung ist Ursache für ein abwechslungsreiches und reizvolles Landschaftsbild, besonders im Bereich der Lahnschleifen.
Dies drückt sich ebenfalls in der Beschreibung der Waldstandorte aus. In ausgedehnten Bereichen finden sich nährstoffreiche stark lössbeeinflusste Böden, die sich zur Buchenstark- und Wertholzzucht eignen aber auch ideale Bedingungen für Edellaubhölzer darstellen. Der Taununsbereich weist hingegen verbreitet Nadelholzstandorte auf.
1.2.1 Lage und Region
Das Forstamt Weilmünster hat seinen Sitz im waldreichen Marktflecken Weilmünster. Das Forstamt ist über die Autobahnen BAB 3 und BAB 45 und die Bundestrassen B 49, B8 und B 456 erreichbar. Der ICE Bahnhof Limburg und der Verladebahnhof in Limburg gewährleisten ein optimale Verkehrsanbindung.
Während im nördlichen Bereich des Forstamtes die Basaltstandorte des Westerwald vorherrschen, liegt der südliche Teil mit Limburger Becken und Goldenem Grund bereits im klimatischen Einflussbereich des Taunus. Die Trennung beider Regionen ist durch den Verlauf der Lahn gekennzeichnet.
Kennzeichnend für die Region ist der bedeutsame Anteil fruchtbarster Lössböden und die damit verbundene landwirtschaftliche Nutzung.
1.2.2 Strukturdaten
Neben 2.150 ha Staatswald ist das Forstamt verantwortlich für die Bewirtschaftung von 16.500 ha Kommunalwald.
In seiner inneren Organisation ist das Forstamt neben der Zentrale in elf Revierförstereien gegliedert, die durchschnittlich 1800 ha Waldfläche betreuen.
Betreut werden die kommunalen Waldflächen der:
Gemeinde Braunfels
Gemeinde Waldsolms
Marktflecken Weilmünster
Gemeinde Selters
Stadt Bad Camberg
Gemeinde Hünfelden
Stadt Runkel
Gemeinde Elz
Stadt Limburg
Marktflecken Villmar
Gemeinde Brechen
Gemeinde Weinbach
Die nachhaltig nutzbare Holzproduktion beträgt derzeit über 100.000 cbm Holz jährlich, davon
etwa 70 % Laubholz und 30 % Nadelholz. Die Produktion findet überwiegend auf überdurchschnittlichen ausgestatteten Standorten mit überdurchschnittlichen Bonitäten statt.