Naturschutz

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Artenschutz

Hessens biologische Vielfalt

Foto eines GrünfroschsDer Arten- und Biotopschutz ist Teil des Naturschutzes und dient dem Schutz, Erhalt und der Entwicklung unserer heimischen Tier- und Pflanzenwelt mitsamt ihrer Lebensräume und Lebensstätten.

Wälder in Hessen stellen für eine Vielzahl von Tieren und Pflanzen einen wichtigen und unersetzbaren Lebensraum dar. Unsere naturnahe Waldbewirtschaftung trägt zu einem großen Maß zum Erhalt der biologischen Vielfalt bei. (Forderung der CBD-Konvention von Rio, 1992). So werden zum Beispiel Kahlschläge vermieden und Sonderbiotope gezielt geschützt.

Zusätzlich fördert eine kleinflächige Behandlung auch die Strukturvielfalt im Wald. Flexible Nutzungszeiträume, Baumartenvielfalt und ein hoher Alt- und Totholzanteil steigern zusätzlich die Biotopeigenschaften des Waldes.

Die Kernflächen Naturschutz sind die ausgewählten Vorrangflächen für Naturschutz im Staatswald. Sie enthalten unter anderem die Waldnaturschutzgebiete, die Naturwaldreservate, die Kernzonen des Biosphärenreservats Rhön, die relevanten Waldflächen der hessischen Biotopkartierung, Sonderstandorte im Wald und in mehreren Großflächen besonders vielfältige Laubwälder des Staatswaldes. Zusammen mit dem Netz „NATURA 2000“ bieten Bausteine des Waldnaturschutzes zusammen mit einer naturschutzintegrierenden Waldwirtschaft einen grundlegenden Beitrag für den Artenschutz und einen großflächigen Biotopverbund im Staatswald.

Für bedrohte und besonders sensible Arten und Lebensräume haben die Hessischen Forstämter Patenschaften übernommen. Ziel sind Schutzmaßnahmen in Absprache mit den Naturschutzbehörden und ehrenamtlichen Naturschutzverbänden.

Tier- und Pflanzenarten der FFH-Richtlinie in Hessen

Für die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-RL) wurden europaweit Tier- und Pflanzenarten ausgewählt, für die die EU-Mitgliedsstaaten Schutzgebiete ausweisen (Arten des Anhangs II der FFH-RL) und Maßnahmen zu deren langfristigen Erhalt durchführen (Arten des Anhangs IV der FFH-RL). Diese europäischen Schutzgebiete belegen über 40 % der Staatswaldfläche in Hessen.

Foto zeigt eine Arnikablüte

Die Arnika ist eine von rund 140 FFH-Arten in Hessen (Foto: B. E. Frahm-Jaudes)

In Hessen kommen insgesamt rund 140 nach der europäischen Naturschutzrichtlinie geschützte Arten der Anhänge II, IV und V vor. Hierzu zählen sowohl seltene Säugetiere wie die Wildkatze und der Feldhamster wie auch einige bekannte Amphibien-, Fisch-, Schmetterlings- und Käferarten wie der Kammmolch, der Lachs oder der Hirschkäfer. Aber auch wenig beschriebene Arten wie das Kugel-Hornmoos oder der Veilchenblaue Wurzelhalsschnellkäfer gehören dazu.

Für die Arten des Anhangs IV und V der FFH-RL sind zwar keine Schutzgebiete auszuweisen, aber ihre Lebensraumansprüche werden im Rahmen der Bewirtschaftung der Wälder in Hessen streng beachtet. So regelt die Naturschutzleitlinie für die Bewirtschaftung des Staatswaldes die Identifizierung und der dauerhaften Erhalt von Habitatbäumen als Lebensräume vieler besonders und streng geschützter Arten. Die Habitatbäume bieten den Waldfledermäusen, zahlreichen baumbewohnenden Insekten, höhlenbewohnenden Vogelarten und Bilchen eine Wohnstatt.

Die hessischen Forstämter sind im Artenschutz betreuend oder begleitend in folgenden Bereichen tätig:

Hessenweites Schutzprogramm für höhlen- und totholzbewohnende Tierarten

Entwicklung und Vernetzung eines Waldbiotop-Verbundsystems im Burgwald

Biber
Fachliche und örtliche Begleitung der Ausbreitung dieser Tierart, Beratung von Bürgern und Kommunen und Mitarbeit in einem hessenweiten Biberbetreuernetz

Luchs
Monitoring in Suchräumen in Kooperation mit dem Arbeitskreis Hessenluchs

Schwarzstorch
Sicherung und Entwicklung der Schwarzstorchvorkommen in Zusammenarbeit mit der Vogelschutzwarte für Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland

Äskulapnatter
Sicherung und Entwicklung von Vorkommen im Rheingau und Odenwald

Brauns Schildfarn
Sicherung und Entwicklung des Vorkommens am Hohen Meißner