Um für Ihren heimischen Kamin
oder Kachelofen Brennholz zu erwerben, bieten die Forstämter
des Landesbetriebes Hessen-Forst unterschiedliche Möglichkeiten
an:
Bitte erfragen Sie die konkreten Möglichkeiten und
Preise für Brennholz bei einem Forstamt in Ihrer Nähe.
Eine
Kontaktkarte sowie
eine
Adressliste aller
Forstämter finden Sie unter der Rubrik
Forstämter oder über
das drop-down-Menü auf allen Seiten. Angebote zur
forstlichen
Bioenergie finden Sie unter
Servicezentren.
1. Brennholz zum Selbermachen
Sie arbeiten nach Einweisung durch den Revierförster
bzw. das Forstamt selbstständig Ihren Bedarf an Brennholz
direkt im Wald auf. Es handelt sich hierbei im Regelfall
um dicke Äste, Baumkronen oder dünne Stämme
von bereits gefällten Bäumen. Dieses Holz kann
gegen Entgelt auch an einen Waldweg gezogen werden. Sie
müssen das Holz ofenfertig schneiden, ggf. spalten
und für den Transport nach Hause selbst sorgen.
2. "FEUER(n) leicht gemacht“ - Kompakter
Ratgeber zum richtigen Heizen mit Holz
Vier Dinge sind für richtiges Heizen mit Holz elementar:
trockene und richtig gelagerte Holzbrennstoffe, eine emissionsarme
und effiziente Feuerstätte und ihre regelmäßige
Wartung sowie richtiges Bedienerverhalten.
Im handlichen Format von 15,5 x 23,5 cm werden für
Verbraucher praktische Tipps zum richtigen Heizen mit Holz
und zum verantwortlichen Betreiben von Holzfeuerungsanlagen
gegeben. Ergänzt wird der flüssig geschriebene
Text durch viele Bilder, die eine Gemütlichkeit der
Wärmequellen fühlbar werden lassen und Lust auf
das eigene Holzfeuer machen. Auf dem ausklappbaren Umschlag
finden sich übersichtliche Tabellen und Informationen
rund um den Brennstoff Holz.
Das Buch kann bei Hessen-Forst für 7,90 Euro (zuzüglich
3,- Euro Versandkosten)
direkt
bestellt werden. Auch in den 41 Forstämtern und
den vier Waldläden der Forstämter Lampertheim,
Wiesbaden-Chausseehaus, Hanau-Wolfgang und Wolfhagen kann
das Buch zum Verkaufspreis von 7,90 Euro erworben werden.
3. Energieholzmarkt
Energieholzlieferanten und –dienstleister finden
Sie in der Liste
Energieholzmarkt 
Energieholzmarkt 
in der örtlichen Presse oder über unsere
Forstämter.
4. Preise
Die Preise für Brennholz sind je nach Holzart, Region
und Aufarbeitungsgrad unterschiedlich. Bitte erfragen Sie
die Saisonpreise bei einem
Forstamt in
Ihrer Nähe.
5. Motorsägenlehrgänge
Hessen-Forst bietet Interessierten, die sich ihr Holz
selbst im Wald aufarbeiten möchten,
Motorsägen-Seminare an.
Bei den hessischen Forstämtern werden Schulungen
in Form von 1-oder 2-tägigen Lehrgängen i.d.R.
am Freitag und Samstag angeboten. Die Motorsägen-Seminare
werden von erfahrenen Forstwirtschaftsmeistern bzw. Forstwirten
des Landesbetriebes Hessen-Forst durchgeführt. Pro
Ausbildungsgruppe werden ca. 8-12 Lehrgangsteilnehmer geschult.
Vermittelt werden theoretisches Wissen (Holzernte und Motorsägentechnik)
sowie praktische Fähigkeiten (Schneideübungen).
Diese Schulungen sollen vor allem die eigene Sicherheit
beim Umgang mit der Motorsäge verbessern. Insbesondere
bei Personen, die wenig geübt sind, ist das Gefährdungspotenzial
sowie das Unfallrisiko sehr hoch.
Nähere Informationen zu den Kursen, Terminen sowie
zur Anmeldung erhalten Sie direkt bei Ihrem
Forstamt oder
bei der örtlichen Revierförsterei.
Weitere Lehrgänge bieten das forstliche Bildungszentrum
in Weilburg, Lizenznehmer von Hessen-Forst und speziell für Waldbesitzer die Mobile
Waldbauernschulen an.
Nach Absolvierung eines Lehrganges besteht in den von
Hessen-Forst betreuten Wäldern kein Anspruch auf
Bereitstellung von Resthölzern das zu Brennholz aufgearbeitet
werden soll.
6. Vorteile bei der Verwendung von Holz
Die Vorteile bei der Verwendung von Holz liegen vor allem
in der regionalen und nachhaltigen Verfügbarkeit von
Holz. Kurze Transportwege, regionale Verwertungskreisläufe
sowie neben der Selbstverpflichtung die gesetzliche Vorgabe
einer nachhaltigen Bewirtschaftung des Waldes sind gute
Gründe für die energetische Holznutzung. Holz
ist "gespeicherte Sonnenenergie" und gibt bei Verbrennung
nur so viel Kohlendioxid ab, wie es zuvor beim Wachsen
gespeichert hat. Auf diese Weise trägt Heizen mit
Holz zum Klimaschutz bei.
Die auch beim Heizen von Holz freigesetzten Emissionen
und Feinstäube können am Besten durch moderne
Technik wie Holzzentralheizungskessel reduziert werden.
Die Verwendung von luftgetrocknetem Holz sowie ein Bedienverhalten,
das für eine vollständige Verbrennung der Holzscheite
sorgt, tragen darüber hinaus wesentlich zur Reduzierung
der Feinstaubemissionen bei. Die Verbrennungstechniken
und auch Feinstaubfilter werden ständig weiterentwickelt.
Während im 20. Jahrhundert in den Industrieländern
eine Abkehr von der Brennholznutzung zugunsten von Kohle, Öl
und Gas erfolgte, ist seit Beginn des 21. Jahrhunderts
eine Rückkehr zur Wärmegewinnung durch Brennholz
zu beobachten. Das in Form von Scheitholz, Hackschnitzeln
oder Holzpellets genutzte Material weist dabei ein Substitutionspotential
auf, bei dem zum Beispiel ein Raummeter trockenes Buchenscheitholz
190 Liter Heizöl ersetzen. Dabei sind Holzbrennstoffe
auch eine wirtschaftliche Alternative zu fossilen Brennstoffen
wie Kohle, Öl oder Gas.
Entscheidend für einen optimalen Einsatz von Brennholz
sind Qualitäten, Maße und der Heizwert, denn
nur ausreichend trockenes Holz ist als Brennstoff zugelassen.
Subjektiv spielt auch die Behaglichkeit eine Rolle. Dabei
kann es auch auf optische Werte des Holzes und die Wahrnehmung
des Holzgeruchs ankommen.