Um für Ihren heimischen Kamin oder Kachelofen Brennholz zu erwerben, bieten die Forstämter des Landesbetriebes Hessen-Forst unterschiedliche Möglichkeiten an:
Bitte erfragen Sie die konkreten Möglichkeiten und Preise für Brennholz bei einem Forstamt in Ihrer Nähe.
Eine
Kontaktkarte sowie eine
Adressliste aller Forstämter finden Sie unter der Rubrik
Forstämter oder über das drop-down-Menü auf allen Seiten. Angebote zur
forstlichen Bioenergieinformation finden Sie unter
Servicezentren.
1. Brennholz zum Selbermachen
Sie arbeiten nach Einweisung durch den Revierförster bzw. das Forstamt selbstständig Ihren Bedarf an Brennholz direkt im Wald auf. Es handelt sich hierbei im Regelfall um dicke Äste, Baumkronen oder dünne Stämme von bereits gefällten Bäumen. Dieses Holz kann gegen Entgelt auch an einen Waldweg gezogen werden. Sie müssen das Holz ofenfertig schneiden, ggf. spalten und für den Transport nach Hause selbst sorgen.
2. Energieholzmarkt
Energieholzlieferanten und –dienstleister finden Sie in der Liste
Energieholzmarkt, in der örtlichen Presse oder über unsere
Forstämter.
3. Preise
Die Preise für Brennholz sind je nach Holzart, Region und Aufarbeitungsgrad unterschiedlich. Bitte erfragen Sie die Saisonpreise bei einem
Forstamt in Ihrer Nähe.
4. Motorsägenlehrgänge
Hessen-Forst bietet Interessierten, die sich ihr Holz selbst im Wald aufarbeiten möchten,
Motorsägen-Seminare an.
Bei den hessischen Forstämtern werden Schulungen in Form von 1-oder 2-tägigen Lehrgängen i.d.R. am Freitag und Samstag angeboten. Die Motorsägen-Seminare werden von erfahrenen Forstwirtschaftsmeistern bzw. Forstwirten des Landesbetriebes Hessen-Forst durchgeführt. Pro Ausbildungsgruppe werden ca. 8-12 Lehrgangsteilnehmer geschult. Vermittelt werden theoretisches Wissen (Holzernte und Motorsägentechnik) sowie praktische Fähigkeiten.
Diese Schulungen sollen vor allem die eigene Sicherheit beim Umgang mit der Motorsäge verbessern. Insbesondere bei Personen, die wenig geübt sind, ist das Gefährdungspotenzial sowie das Unfallrisiko sehr hoch.
Die Schulungen werden in 2 Modulen angeboten:
Modul 1 beinhaltet das Aufbereiten von liegendem Holz.
Modul 2 vermittelt Techniken zur Fällung und Aufbereitung von stehendem Holz.
Die aktuellen Konditionen sind bei den Forstämtern zu erhalten.
Nach Absolvierung erhält jeder Teilnehmer einen Lehrgangsnachweis.
Nähere Informationen zu den Kursen, Terminen sowie zur Anmeldung erhalten Sie direkt bei Ihrem Forstamt oder bei der örtlichen Revierförsterei.
Weitere Lehrgänge bieten die
Mobile Waldbauernschulen und das forstliche Bildungszentrum an.
5. Vorteile bei der Verwendung von Holz
Die Vorteile bei der Verwendung von Holz liegen vor allem in der regionalen und nachhaltigen Verfügbarkeit von Holz. Kurze Transportwege, regionale Verwertungskreisläufe sowie neben der Selbstverpflichtung die gesetzliche Vorgabe einer nachhaltigen Bewirtschaftung des Waldes sind gute Gründe für die energetische Holznutzung. Holz ist "gespeicherte Sonnenenergie" und gibt bei Verbrennung nur so viel Kohlendioxid ab, wie es zuvor beim Wachsen gespeichert hat. Auf diese Weise trägt Heizen mit Holz zum Klimaschutz bei.
Die auch beim Heizen von Holz freigesetzten Emissionen und Feinstäube können am Besten durch moderne Technik wie Holzzentralheizungskessel reduziert werden. Die Verwendung von luftgetrocknetem Holz sowie ein Bedienverhalten, das für eine vollständige Verbrennung der Holzscheite sorgt, tragen darüber hinaus wesentlich zur Reduzierung der Feinstaubemissionen bei. Die Verbrennungstechniken und auch Feinstaubfilter werden ständig weiterentwickelt.
Während im 20. Jahrhundert in den Industrieländern eine Abkehr von der Brennholznutzung zugunsten von Kohle, Öl und Gas erfolgte, ist seit Beginn des 21. Jahrhunderts eine Rückkehr zur Wärmegewinnung durch Brennholz zu beobachten. Das in Form von Scheitholz, Hackschnitzeln oder Holzpellets genutzte Material weist dabei ein Substitutionspotential auf, bei dem zum Beispiel ein Raummeter trockenes Buchenscheitholz 190 Liter Heizöl ersetzen. Dabei sind Holzbrennstoffe auch eine wirtschaftliche Alternative zu fossilen Brennstoffen wie Kohle, Öl oder Gas.
Entscheidend für einen optimalen Einsatz von Brennholz sind Qualitäten, Maße und der Heizwert, denn nur ausreichend trockenes Holz ist als Brennstoff zugelassen. Subjektiv spielt auch die Behaglichkeit eine Rolle. Dabei kann es auch auf optische Werte des Holzes und die Wahrnehmung des Holzgeruchs ankommen.