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Pressemitteilung vom 03.03.2017

„Nordhessische Braut im Jossgrund“ - Teuerste Lärche stammt aus Hessisch-Lichtenau

Auf der von HessenForst ausgerichteten jährlichen Submission im Jossgrund fanden Bieter ein breites Portfolio hochwertiger Nadelhölzer. Neben den Klassikern wie Lärche, Douglasie, Fichte und Kiefer, boten die Waldbesitzer auch Strobe, Thuja und Eibe an.

Wertholzstamm zur Submission in Jossgrund

Hessische Nadelwertholzsubmission in Jossgrund: Ungebrochenes Interesse an hochwertigem Lärchenholz (Bildautor: M. Schneider)

Auf zwei Wertholzplätzen im Forstamt Jossgrund gaben Kunden am 7. und 9. Februar, auf insgesamt 1.698 Festmeter hochwertiges Nadelholz, ihre Gebote ab. Das Holz stammt aus ganz Hessen, aus dem Staats-, Kommunal- und Privatwald. Das Kundenpublikum war mit 25 Bietern aus Deutschland, Österreich und Dänemark bunt gemischt.

Lärchenholz ist nach wie vor gefragt, die Waldbesitzer weiteten das Angebot in diesem Jahr aus. Der wertvollste Lärchenstamm kam aus dem Staatswald des nordhessischen Forstamtes Hessisch-Lichtenau: Insgesamt 2.840 € (893 €/Fm) brachte die Lärche mit einem Volumen von 3,2 Festmeter, die ein Furnierhersteller aus Mainfranken erwarb. Das Ergebnis bei der Douglasie fiel dagegen unerwartet aus – knapp 30% der Angebotsmenge blieben ohne Gebot. „Einige Kunden, die die enormen Dimensionen dieser Douglasien bearbeiten können, waren in diesem Jahr nicht auf dem Platz,“ erklärt Christian Zehring, Leiter des Holzverkaufes im Forstamt Jossgrund „An der Qualität der Stämme kann es nicht gelegen haben – der Durchschnittspreis ist gegenüber dem Vorjahr sogar leicht gestiegen. Das Ergebnis spricht eher dafür, dass alle Kunden gut mit Douglasie versorgt sind“.

Das Wertholzangebot setzt sich folgendermaßen zusammen:

Ergebnistabelle Submission Jossgrund(Vorjahreswerte 2016 in Klammern)

Lärche
Die Nachfrage an hochwertigem Lärchenholz ist ungebrochen und die hessischen Waldbesitzer weiteten das Angebot in diesem Jahr aus. Mit Erfolg: Der Durchschnittspreis stieg gegenüber dem Vorjahr auf 287 €/Fm. Die Spitzenstämme überboten die Höchstpreise des letzten Jahres um ca. 5%.

Douglasie
Trotz guter Qualität beim Douglasienangebot blieben ca. 30 % ohne Gebot. Dies lässt auf eine gute Versorgung der Kunden schließen. Für die Qualität der Douglasienstämme spricht der gestiegene Durchschnittpreis gegenüber dem Vorjahr auf 209 €/Fm. Einige Stämme gingen an einen Furnierhersteller aus Österreich, einen Teil erwarb ein Neukunde aus Dänemark.

Fichte
Heimspiel für die Fichte: Der Spitzenstamm kommt aus dem Forstamt Jossgrund. Ein Furnierhersteller erwarb ihn für 457 €/Fm. Der Durchschnittspreis ist gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken.

Kiefer
Die Angebotsmenge der Kiefer war geringer als im Vorjahr und stammte überwiegend aus Forstämtern der Region. Trotz des erneut gesunkenen Durchschnittspreises konnten gleich vier Stämme die teuerste Kiefer des letzten Jahres überbieten.

Strobe / Thuja / sonstiges Nadelholz
Auf dem Wertholzplatz im Jossgrund fanden Kunden auch in diesem Jahr einige Raritäten: HessenForst weitete das Angebot an Strobe aus. Die (versuchsweise) angebotenen starkastigen Gipfelstücke gingen zum Durchschnittspreis der Baumart von 123 €/Fm an einen Möbelhersteller. Einige einzelne Stämme Thuja und Eiben erwarben Bieter kleiner holzverarbeitender Betriebe.