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Pressemitteilung vom 06.03.2017

Er kommt auf leisen Pfoten - Forstamt Schotten trifft Vorbereitungen zur Wiederkehr des Luchses

Seit einigen Jahren streift der Luchs wieder durch Hessens Wälder. Der Vogelsberg stellt
einen optimalen Lebensraum dar: großräumig, unzerschnitten, ruhig. Doch noch ist das heimliche Pinselohr hier nicht zu hause. Gemeinsam mit Naturschützern, Jägern und Schafhaltern setzen sich die Forstleute dafür ein, ihn eines Tages im Vogelsberg willkommen zu heißen.

Vielleicht bald wieder im Vogelsberg zu Hause: der Luchs. (Bildautor: e l i s a b e t h, shutterstock.com)

Vielleicht bald wieder im Vogelsberg zu Hause: der Luchs (Bildautor: e l i s a b e t h, shutterstock.com)

„Dem Luchs im Vogelsberg endlich wieder ein Zuhause zu bieten, ist schon lange ein Traum von uns!“, wünscht sich Dr. Berndt Ott, Forstamtsleiter in Schotten. Um herauszufinden, ob die Großkatze hier bereits ihre Fährte zieht, fand ein von HessenForst initiiertes Monitoring bereits in den Jahren 2011 bis 2013 statt. Bisher haben die Wildkameras zwar keinen Luchs „ertappt“, doch im Forstamt ist klar: Wenn der Luchs kommt, soll er sich im Vogelsberg wohlfühlen. „Es ist wichtig, dass sich die Bevölkerung auf die Anwesenheit dieser faszinierenden Tierart einstellen kann“ erklärt
Ott, „Der Wille, den Luchs zu unterstützen, muss in der Region verankert sein. Nur wenn man aufklärt und um Verständnis wirbt, ist ein harmonisch Miteinander möglich“.

Gemeinsam für den Luchs
Um eine möglichst breite Akzeptanz für den Luchs zu erreichen, ist Teamwork gefragt. Schnell war klar: das geht nicht allein, hier müssen alle an einem Strang ziehen. Dazu arbeitet HessenForst eng mit örtlichen Naturschützern von BUND, Nabu und SDW, Jägern und dem Schafhalterverein Vogelsberg zusammen. Im Oktober 2016 dann ein erster Meilenstein: die Gründung des Fördervereins Vogelsberg-Luchs e. V. Unter dem Motto „Aufklärung, Resonanz, Toleranz“ wird die Bevölkerung künftig nicht nur rund um den Luchs informiert – sie kann auch aktiv mithelfen. Waldbesucher sollten Luchs-Beobachtungen per E-Mail oder telefonisch an die Luchsbeauftragten des Forstamtes Schotten melden. Auch alle Försterinnen und Förster sind eingewiesen. Hilfreich sind genaue Ortsbeschreibungen und Fotos. Die Luchsexperten von HessenForst geben die Meldungen an die AG Hessenluchs weiter.

Augen (auf) wie ein Luchs
Im Frühjahr verlassen die Jungtiere des Vorjahres ihre Mutter und machen sich auf die Suche nach einem eigenen Revier. Auf der Wanderung legen sie oft weite Strecken zurück, bis sich ein geeigneter, gut strukturierter Lebensraum gefunden hat. Wachsam sein beim nächsten Waldbesuch kann sich also lohnen: Haben Waldbesucher einen Luchs beobachtet, freuen sich der Förderverein Vogelsberg Luchs und HessenForst über entsprechende Hinweise – am besten mit Bild.