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Windenergie im hessischen Staatswald

Windkraftanlagen im Wald

Das Land Hessen hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2050 möglichst 100 % des Energieverbrauchs für Strom und Wärme aus regenerativen Energien zu decken. Als treibende Kraft auf diesem Weg in ein neues Energiezeitalter dient die Windenergie. Insgesamt sollen 2 % der Landesfläche als Vorranggebiet für Windenergie ausgewiesen werden. Im Hessischen Bergland sind vor allem die bewaldeten Höhenlagen geeignet, da hier der meiste Wind weht und durch weite Abstände zu siedlungsnahen Bereichen Störungen durch Windenergieanlagen vermieden werden.

Wir beteiligen uns aktiv an der Umsetzung der energiepolitischen Ziele der Landesregierung und stellen geeignete Flächen des Staatswaldes, welche einen umwelt- und gesellschaftsverträglichen Ausbau erwarten lassen, für die Windenergie zur Verfügung. Mit örtlichen Kenntnissen und dem forstlichen Fachwissen tragen wir zu einer möglichst optimalen Ausnutzung der Windenergiestandorte bei. Dabei achten wir gleichermaßen auf eine nachhaltige Sicherung der Waldfunktionen und machen Vorschläge für naturschutzfachliche Maßnahmen zum Ausgleich des entstandenen Eingriffs.

Zum Schutz von Natur- und Landschaft stimmen wir die Maßnahmen zur Errichtung von Windenergieanlagen so ab, dass möglichst wenig Fläche beeinträchtigt wird.
Sensible Wälder werden geschont und auch dort wo besondere Arten wie zum Beispiel der Schwarzstorch, die Mopsfledermaus oder der Rotmilan ihr Zuhause im Wald gefunden haben, wird auf Windenergieanlagen verzichtet. Zudem wird im Nationalpark, in den Naturschutzgebieten, bei Naturdenkmälern sowie in den Kernzonen der Biosphärenreservate generell von einer Nutzung der Waldflächen für Windenergie abgesehen.

An der Umsetzung von Windenergieprojekten im Wald können alle profitieren. Neben der Unabhängigkeit von der Atomenergie oder fossilen Energieträgern wie Kohle, Öl und Gas hat der Ausbau der regenerativen Energie positive Auswirkungen auf Umwelt und Klimaschutz. Wir achten zudem darauf, dass regionale Firmen, Regionalversorger und Bürgerbeteiligungsmodelle bei der Vergabe angemessen berücksichtigt werden. Dies schafft Arbeitsplätze vor Ort und hält die Wertschöpfung in der Region.

Informationen zur Vergabe von Windenergiestandorten

Für die Planung und den Bau von Windenergieanlagen stellen wir geeignete Standorte zur Verfügung. Unsere Partner sind gleichermaßen regionale und kommunale Versorgungsunternehmen, Windenergieunternehmen sowie Bürgergenossenschaften und Kommunen.

Daher führen wir ab dem Frühjahr 2016 wieder regelmäßig Bieterverfahren zur Vergabe der für Windenergie geeigneten Standorte im Staatswald durch. Die Wirtschaftlichkeit, sowie Kriterien der regionalen und kommunalen Wertschöpfung, erhalten bei der Auswahl der Angebote ein maßgebliches Gewicht. Die Möglichkeiten einer finanziellen Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger im Umfeld des Standortes werden ebenfalls besonders berücksichtigt. In einem transparenten und nachvollziehbaren Verfahren gewichten wir diese Auswahlkriterien und erteilen danach den Zuschlag.

Soweit benachbarter kommunaler Waldbesitz für die Windenergieerzeugung geeignet ist, unterstützt HessenForst ein abgestimmtes Auswahlverfahren, welches die Berücksichtigung kommunaler Belange einbezieht.

Auskünfte über die Windenergiestandorte im Staatswald erhalten Sie von den regional zuständigen Forstämtern. Wenn Sie gerne an einem unserer Ausbietungsverfahren teilnehmen möchten, würden wir uns freuen, Sie in unsere Interessentenliste aufnehmen zu dürfen. Dafür wenden Sie sich bitte per E-Mail an uns.

Unser Windenergie-Programm

Hier finden Sie weitere Informationen zur Windenergie und Energiepolitik in Hessen:
Energieland Hessen

Foto am Seitenanfang: Jorg Hackemann, shutterstock.com