In den hessischen Wäldern sind noch zahlreiche
archäologische Fundstellen verborgen, über die es noch keine oder
nur spärliche Zeugnisse gibt. Erst teilweise sind sie von Fachleuten
und engagierten Laienforschern gemeldet und beschrieben worden.
Archäologen schätzen, dass in waldreichen Bundesländern mehr als die
Hälfte der Bodendenkmäler im Wald liegen. “Die grüne Decke des
Waldes schützt die noch vorhandenen Schätze unserer
Kulturgeschichte. Außerhalb des Waldes sind seit Beginn der
Industrialisierung leider erhebliche Verluste eingetreten”, so
Professor Dr. Egon Schallmeyer vom Landesamt für Denkmalpflege
Hessen. Aber auch im Wald sind Beeinträchtigungen, beispielsweise
durch Naturgewalten wie Stürme und Waldbrände nicht
auszuschließen. Hinzu kommen Raubgräber, die mit Metallsonden
Bodendenkmäler aufspüren und plündern.
“Mit
einer umsichtigen Waldbewirtschaftung leistet Hessen-Forst einen
wesentlichen Beitrag zum Erhalt und Schutz wertvoller Kulturgüter”,
sagte Michael Gerst, Leiter des Landesbetriebes. Durch das Erkennen
und die Dokumentation von Fundstellen sowie die regelmäßige
Fortbildung sind die Förster des Landesbetriebes zuverlässige
Partner der Denkmalpflege in Hessen.
“Mit
der neuen Broschüre ‚Archäologie im Wald‘ aus der Reihe ‚Geheimnisse
des Waldes‘ stellt der Landesbetrieb jetzt erstmalig und anschaulich
die für Hessen typischen Bodendenkmäler im Wald vor und gibt
Hinweise zum Erkennen, zu praktischen Maßnahmen und rechtlichen
Schutzvorschriften”, so Gerst.
Die
68-seitige Farbbroschüre richtet sich in erster Linie an
Waldbesitzer, Förster und Jäger, aber auch an alle geschichtlich und
archäologisch Interessierten. Sie kann zusammen mit einem
DIN-A3-Farbposter für 11,50 € inkl. Versandkosten bei :
Hessen-Forst
Pressestelle
Bertha-von-Suttner-Str.
3
34131 Kassel
oder
über das Internet :
www.Hessen-Forst.de
bestellt
werden.
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