Das gesamte Wertholz wurde der Käuferschaft auf allen Plätzen
baumartenweise sortiert präsentiert.
Die Resonanz war
größer als in der Saison 2005:
60 Kunden (Vorjahr 49) boten
teilweise auf allen Plätzen. Darunter waren 14 Firmen der
Furnierindustrie, vier Bieter aus dem Kreis der Sägeindustrie und
der Fassdaubenkäufer. Aus den Europäischen Nachbarländern stieg die
Nachfrage erneut. Eine große Anzahl von Kleinteileherstellern und
Käufern mit speziellen Wünschen rundete die Palette ab.
3.345 fm
wurden mit einem Durchschnittspreis von 352 €/fm beboten und
zugeschlagen. Weniger als zwei Prozent der Holzmenge fanden kein
Gebot.
Eiche: Die im Vergleich zum Vorjahr in ähnlichen
Qualitäten angebotene Eiche stieß auf ein lebhaftes Bieterinteresse.
Dies belegt der im Vergleich zum Vorjahr deutlich angestiegene
Durchschnittspreis von 359 €/fm (Vorjahr) auf 455 €/fm, wenngleich
der Spitzenerlös aus dem Vorjahr (1.876 €/fm) mit 1.381 €/fm nicht
erreicht wurde. Das Interesse der Fassholzkunden war auch auf diesem
Termin stark.
Beim Edellaubholz konnte sich die Kirsche mit einem
Durchschnittspreis von 284 €/fm (Vorjahr 286 €/fm) behaupten, obwohl
ein deutlicher Qualitätsrückgang spürbar war.
Der Bergahorn steigerte gegenüber dem Vorjahr den
Durchschnittspreis auf 343 €/fm und war insbesondere im
Hochqualitätssegment gefragt (Spitzenerlös 4.029 €/fm).
Auffällig war die anhaltende Renaissance der Esche. Der Durchschnittspreis stieg deutlich von 188 €/fm (Vorjahr) auf
244 €/fm. Das ist aus Sicht der Anbieter auf eine gesteigerte
Nachfrage, insbesondere aus OstEuropa und nicht auf eine
Qualitätsverbesserung der angebotenen Ware
zurückzuführen.
Mit
dem höchsten Durchschnittserlös aller Baumarten konnte die Schwarznuss auf dem Platz Kranichstein mit 805 €/fm
aufwarten. Dies kann als Indiz für einen Aufschwung dunkler
Holzarten gewertet werden, zumal auch die Ulme stärker als in den
Vorjahren nachgefragt war.
Die Elsbeere war mit 17 fm nur in einer kleinen Menge vertreten.
Ein Stamm dieser Baumart erzielte den Spitzenpreis der Submission
(4.632 €/fm aus dem Staatswald des hessischen Forstamtes Burghaun).
Spitzenware ist weiter gefragt, obwohl der Durchschnittspreis bei
dieser Baumart sank.
Nicht im Trend liegt derzeit die Erle mit deutlich
gesunkenen Preisen. Beim Spitzahorn ist es offensichtlich
nötig, ausschließlich unverkernte Spitzenware anzubieten. 38 Prozent
des Angebots wurden aufgrund unzureichender Qualitäten nicht
beboten.
Die
Konzentration des gesamten hessischen Buntlaubholzangebotes (über
2.200 fm) auf Plätzen in ganz Hessen wurde von der Kundschaft
honoriert. Offensichtlich trug auch die Art der baumartenweisen
Lagerung und die gesamte Präsentation zum Erfolg bei. Hessen-Forst
möchte auf diese Weise auch zukünftig diese edlen und raren
Baumarten, die nur durch einen Meistgebotsverkauf ihren
tatsächlichen Wert erreichen, kundenfreundlich anbieten.
Der
Anteil der Hölzer aus Privatwäldern zeigt, dass hier auch erhebliche
Mengen erfahrungsgemäß schwer mobilisierbarer Mengen aus dem
Kleinprivatwald auf den Markt gelangen. |