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Serviceangebot Hessen-Forst

Energieholz aus Hessen ersetzt über 60 Millionen Liter Heizöl

 

   

Kassel, den 22.03.2006


Energieholz aus Hessen ersetzt über 60 Millionen Liter Heizöl
Hessen-Forst setzt Rekordmengen an Brennholz ab und schult 5.000 Selbstwerber

Hohe Preise für Heizöl und Gas haben im vergangenen Jahr die Nachfrage nach Energieholz aus Hessens buchenreichen Wäldern auf ein Rekordniveau steigen lassen: Mit über 300.000 Raummetern verkauften die 41 hessischen Forstämter dreimal so viel Brennholz wie noch vor fünf Jahren, teilte der Landesbetrieb mit.

“Diese Holzmenge entspricht dem Heizwert von 60 Millionen Litern Heizöl”, sagte der Leiter des Landesbetriebes, Michael Gerst. Außerdem schulten die Forstämter bereits landesweit über 5.000 so genannte Selbstwerber, die ihr Brennholz im Wald selber mit der eigenen Motorsäge gewinnen.

Während in einigen waldarmen Regionen Brennholz schon seit Wochen ausverkauft ist, müssen sich die Bewohner im waldreichen Hessen keine Sorgen um ihren umweltfreundlichen Brennstoff machen: Es wächst mehr Holz nach als genutzt wird, Holzreserven gibt es reichlich. Nach aktuellen Schätzungen von Hessen-Forst könnte theoretisch sogar doppelt so viel Holz energetisch genutzt werden wie bisher. Wegen der anhaltend großen Nachfrage wird der Landesbetrieb zum 1. September 2006 seine Preise leicht erhöhen: Ein Raummeter Buchen-Brennholz zum selbst Aufarbeiten kostet dann 18 Euro, gesägtes und am Waldweg lagerndes Holz 45 Euro. Damit bleibt Holz aber weiter ein sehr preiswerter Brennstoff, denn die vergleichbare Menge von 200 Litern Heizöl würde derzeit rund 120 Euro kosten.

Hessen-Forst verkauft Brennholz sowohl an professionelle Händler als auch an private Nutzer. Diese sehen den Brennholzeinschlag häufig als Hobby, bei dem man sich in freier Natur körperlich betätigen kann. “Unsere Kunden wollen das so. Deshalb verkaufen wir auch kein fertiges Brennholz, zumal der Brennholz-Preis unnötig steigen würde, wenn wir das Holz selbst sägen, spalten und stapeln würden”, betonte Gerst.

Schutz vor Unfällen mit der Motorsäge
Einen regelrechten Ansturm verzeichnete Hessen-Forst bei seinen Kursen für Brennholz-Selbstwerber. Mehr als 5.000 Menschen nutzten landesweit die Gelegenheit und lernten von den Profis von Hessen-Forst den richtigen Umgang mit der Motorsäge sowie sichere Fälltechniken. Nahezu alle Kurse waren ausgebucht. Interessenten sollten sich für die nächste Brennholzsaison bereits jetzt bei den örtlichen Forstämtern beraten und in die Wartelisten eintragen lassen.

Hessen-Forst vermarktet auch größere Mengen Energieholz, die in Form von Hackschnitzeln für Heizwerke, so in Hohenstein bei Bad Schwalbach oder für eine Schule in Großalmerode, eine waldnahe Verwendung finden. Außerdem laufen derzeit Projekte mit Planern von größeren Heizkraftwerken, die aus Energieholz neben Wärme auch Strom erzeugen wollen.
 

Aufgeschichtetes Buchen-Brennholz im Winter

Tipps zur Lagerung und für den richtigen Umgang mit Brennholz

  • Ein Raummeter Buchenbrennholz hat einen Heizwert von 2000 Kilowattstunden und ersetzt somit 200 Liter Heizöl. Heizen Sie ausschließlich mit naturbelassenem, lufttrockenem Holz in Scheiten oder Stücken mit höchstens 20 Prozent Restfeuchte.

  • Brennholz wird am besten zwischen Dezember und Februar geschlagen und sofort - vor dem Lagern - gespalten. Das Austrocknen wird so wesentlich gefördert.

  • Brennholz sollte am besten unter einem vorgezogenen Dach entlang der Hauswand oder in einer luftigen Holzhütte gelagert werden. Im Kreuzstapel geschichtet trocknet es am schnellsten.
  • Die Größe der Scheite sollte der Feuerungsanlage angepasst sein. Je kleiner das Scheit ist, desto besser trocknet das Holz aus.
  • Brennholz muss vor dem Verbrennen zwei Jahre luftig gelagert und vor Regen und Feuchtigkeit geschützt werden. Bei einer maximalen Restfeuchte von 20 Prozent heizt es optimal und verbrennt schadstoffarm.

  • Frisch geschlagenes Heizholz sollte niemals im Keller gelagert werden. Dort kann es nicht austrocknen, sondern fault. Nur ganz trockenes Holz kann in einem gut belüfteten Keller gelagert werden.

  • Brennholz sollte niemals in eine Plastikplane eingepackt werden. Holz braucht Luft und Wind zum Trocknen.

  • Eine moderne Holzfeuerungstechnik ist heute preiswert in der Anschaffung. Ihre Umstellung von fossilen Brennstoffen auf den erneuerbaren Energieträger Holz nutzt der Umwelt.

  • Wenn Sie Zweifel haben, ob Ihr Brennholz die optimale Feuchte erreicht hat, bitten Sie Ihren Schornstein-fegermeister um eine überprüfung. Mit einem Brennholzfeuchte-Messgerät kann Ihnen der exakte Wert angezeigt werden.
Hobby-Holzhauer beim Spalten von Buchen-Brennholz

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