Eichenwertholz - Submission in Wettenberg

 

   

Kassel, 21. November 2006

Eichenwertholz - Submission in Wettenberg bestätigt rege Nachfrage

Eiche in der „pole-position“
Durchschnittspreis 25 Prozent über Vorjahr

Am 16.11.2006 fand der Zuschlagstermin für die hessische Eichenwertholz-Submission in Wettenberg statt. 1.092 Festmeter (fm) präsentierte Hessen-Forst auf dem Lagerplatz „Waldhaus“ (Vorjahr 1.790 fm).
Das Angebot war gewohnt hochwertig (60 Prozent  F/TF-, 35 Prozent SS/TS-, 5 Prozent B-Qualität). Zwei Drittel der angebotenen Verkaufsmenge lagen in der sechsten Stärkeklasse.

Die Stämme wurden in 662 Einzellosen, vornehmlich aus der Region Mittelhessen, bereitgestellt. 30 Prozent stammten aus Kommunalwäldern, 50 Prozent aus privaten Waldungen und 20 Prozent aus dem hessischen Staatswald.
Das Käuferschaft zeigte lebhaftes Interesse. 41 Firmen (Vorjahr 28) gaben Gebote ab, darunter vier aus Frankreich, zwei aus österreich, und jeweils eine Firma aus Niederlande, Polen und Italien.

Der Durchschnittspreis lag mit 577 Euro je fm ca. 25 Prozent über dem Vorjahreswert (463 Euro). Das private Forstamt Schenck zu Schweinsberg, alljährlich in der Spitzengruppe vertreten, verzeichnete in diesem Jahr den höchsten Erlös:
1.729 €/fm für einen prachtvollen Eichenstamm mit einer Dimension von 4,5 m Länge, 77 cm Mittendurchmesser und einem Volumen von  2,1 fm!

Eichenwertholz-Submission Wettenberg am 14. / 16. 11. 2006
Verkaufte Menge Höchstgebot Durchschn. Erlös Standard- abweichung Durchschn. Erlös Vorjahr Unverkaufte Menge
(fm) (€ / fm) (€ / fm Holzgeld) (€ / fm) (€ / fm) (fm)
1.091 1.729 577 179 463 1



Während im Vorjahr die Fassholz-Kundschaft den Termin dominierte, konnte diese Käufergruppe (4 Firmen) mit etwa gleichem Gebotsverhalten (Durchschnitt 446 Euro, Vorjahr 449 Euro) nur noch etwa 13 Prozent der Menge erhalten (Vorjahr 38 Prozent).

Die Furnierhersteller (12 Firmen) - traditionell die Hauptzielgruppe dieser Submission - konnten sich ihren stabilen Mengenanteil von rund 40 Prozent auch in diesem Jahr sichern. Angesichts der geringeren Angebotsmenge entfielen jedoch nur ca. 400 fm auf diese Branche (Vorjahr 600 fm). Der Durchschnittspreis für die Furnierfirmen lag bei 717 Euro/fm (Vorjahr 614 Euro).


Sägewerke mit eigenem Holzhandel sowie Holzhändler bildeten eine dritte Käufergruppe (25 Bieter), die ihren Mengenanteil von im Vorjahr 28 Prozent auf nun 51 Prozent beträchtlich ausweiten konnte. Der in dieser Gruppe gestiegene Durchschnittspreis von 510 Euro (Vorjahr 373 Euro) verdeutlicht, dass diese Bieter hier nennenswerte Anteile Furnier- und Fassholzqualitäten erworben haben.
Das Sägeholzsegment spielte entsprechend der Ausrichtung der Submission eine eher untergeordnete Rolle. Nur 40 von insgesamt 662 angebotenen Stämmen lagen im Preis unter 350 Euro.

Die Holzbereitstellung durch die anbietenden Forst-betriebe ist inzwischen sehr weit optimiert. Das hohe Interesse der Käuferschaft belegt die richtige Konzeption des Termins und die ausgezeichnete Startposition für die  Eiche in dieser Saison.

 



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