Buntlaubholz– und Eichen-Submission Jesberg

Kassel, 09. Februar 2007

Als zentraler Termin für die gesamte hessische Buntholzmenge bot das Forstamt Jesberg auf den Wertholzplätzen in Fritzlar, Rengshausen, Pfefferhöhe und Kranichstein - verteilt auf 23 Baumarten - insgesamt 2435 Festmeter (fm) an. In gewohnter Weise ergänzte sich das Angebot durch das nordhessische Eichenwertholz (1092 fm) auf den Plätzen Fritzlar und Rengshausen.
Neben dem Staatswald nutzten 241 kommunale und private Waldbesitzer die Möglichkeit, ihr Wertholz kundenfreundlich zu vermarkten. Mit insgesamt 64 Bietern - davon 60 mit Zuschlag - konnten auf den Wertholzplätzen soviel Kunden wie noch nie begrüßt werden.

 

Bergahorn-Spitzenstamm aus dem FA Nidda

 

Bieter nach Baumartengruppen:

  • 10 nur Eiche
  • 26 nur Buntlaubholz
  • 28 Eiche/Buntlaubholz

 

Sägewerke und Holzhandel waren mit 45 Bietern, Hersteller von Messerfurnieren durch 4 Bieter,  
Handwerk und Kunstgewerbe ebenfalls durch 4 Bieter und die Fassdaubenhersteller durch 3 Bieter vertreten.
Die Holzkunden beboten 98,9 Prozent des Holzes.
9 Losen wurde der Zuschlag versagt.

Ergebnisse der Buntlaubholz- und Eichen-Submission Jesberg vom
6. bis 8. Februar 2007

Holzart

Menge

Fm

Höchstpreis

€/fm

durchschnittl.
Erlös
€/fm

durchschnittl.
Erlös Vorjahr
€/fm

unverkaufte Menge
%

Bergahorn

647,79

8.257

392

342

 

Birke

7,43

192

133

80

 

Birne

2,49

419

253

120

 

Eiche

1.092,30

1.456

570

455

 

Elsbeere

25,97

5.218

694

637

 

Erle

66,81

449

154

188

 

Esche

501,14

650

214

168

 

Esskastanie

6,02

689

460

165

 

Feldahorn

0,80

 

 

112

100

Hainbuche

10,45

160

135

71

54,5

Intermedia-Nuss

0,83

130

130

 

 

Kirsche

856,63

1.699

273

284

3,4

Lärche

7,27

246

242

211

 

Linde

2,56

161

135

133

5,9

Robinie

13,93

215

121

153

6,7

Rosskastanie

4,75

329

329

 

57,1

Roteiche

133,83

381

261

206

 

Schwarznuss

75,69

3.230

1.032

805

 

Spitzahorn

9,81

441

210

261

 

Thuja

2,75

170

170

200

 

Ulme

44,18

837

324

366

 

Walnuss

13,98

802

459

319

2,9

Weißdorn

0,10

110

110

 

 

Zwetsche

0,19

299

299

333

 

 

Elsbeeren-Spitzenstamm

 

Eiche: Die Angebotsmenge stieß auf ein lebhaftes Kundeninteresse. Auf jedes Eichenlos entfielen im Durchschnitt 14 Gebote. Der Durchschnittserlös von 570 €/fm bedeutet eine Steigerung des guten Vorjahresergebnisses um 27 Prozent. Messerfurnierhersteller, Holzhändler und Sägewerksbetreiber bestimmten das Geschehen, während sich Fassdaubenhersteller nur noch 7 Prozent der Menge sichern konnten.

Beim Buntlaubholz  konnte lediglich die Kirsche keine deutliche Preissteigerung verzeichnen. Mit einem Durchschnittserlös von 273 €/fm steht sie seit Jahren auf einem konstanten Niveau und kann daher als Dauerbrenner bezeichnet werden. In diesem Jahr präsentierte sie sich allerdings auf einem unterdurchschnittlichen Qualitätsniveau.

Der Bergahorn steigerte gegenüber dem Vorjahr den Durchschnittspreis um 15 Prozent.  Ein Spitzenstamm aus dem Forstamt Nidda erzielte mit 8257 €/fm den höchsten Preis der Submission. Er dürfte mit einem Gesamtpreis von 20147 € der teuerste jemals in Hessen verkaufte Stamm sein.

Mit weiter stark steigender Tendenz wird die Esche nachgefragt. Durchschnittlich 12 Gebote wurden auf jedes Eschenlos abgegeben. Die Preise des Vorjahres konnten nochmals um 27 Prozent gesteigert werden.

Star der Submission war wie im Vorjahr die Schwarznuss auf dem Platz in Kranichstein. Der Durchschnittserlös von 1032 €/fm (+ 28 Prozent gegenüber dem Vorjahr) unterstreicht den derzeitigen Markttrend zu dunklen Hölzern.

Der große Markterfolg belegt erneut die Notwendigkeit, die in Hessen seltenen, aber begehrten Holzarten im Angebot zu bündeln und kundenfreundlich zu präsentieren.

 

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