Als zentraler Termin für die gesamte hessische Buntholzmenge bot das Forstamt Jesberg auf den Wertholzplätzen in Fritzlar, Rengshausen, Pfefferhöhe und Kranichstein - verteilt auf 23 Baumarten - insgesamt 2435 Festmeter (fm) an. In gewohnter Weise ergänzte sich das Angebot durch das nordhessische Eichenwertholz (1092 fm) auf den Plätzen Fritzlar und Rengshausen.
Neben dem Staatswald nutzten 241 kommunale und private Waldbesitzer die Möglichkeit, ihr Wertholz kundenfreundlich zu vermarkten. Mit insgesamt 64 Bietern - davon 60 mit Zuschlag - konnten auf den Wertholzplätzen soviel Kunden wie noch nie begrüßt werden.
Bieter nach Baumartengruppen:
- 10 nur Eiche
- 26 nur Buntlaubholz
- 28 Eiche/Buntlaubholz
Sägewerke und Holzhandel waren mit 45 Bietern, Hersteller von Messerfurnieren durch 4 Bieter,
Handwerk und Kunstgewerbe ebenfalls durch 4 Bieter und die Fassdaubenhersteller durch 3 Bieter vertreten.
Die Holzkunden beboten 98,9 Prozent des Holzes.
9 Losen wurde der Zuschlag versagt.
Ergebnisse der Buntlaubholz- und Eichen-Submission Jesberg vom
6. bis 8. Februar 2007
Holzart |
Menge
Fm |
Höchstpreis
€/fm |
durchschnittl.
Erlös
€/fm |
durchschnittl.
Erlös Vorjahr
€/fm |
unverkaufte Menge
% |
Bergahorn |
647,79 |
8.257 |
392 |
342 |
|
Birke |
7,43 |
192 |
133 |
80 |
|
Birne |
2,49 |
419 |
253 |
120 |
|
Eiche |
1.092,30 |
1.456 |
570 |
455 |
|
Elsbeere |
25,97 |
5.218 |
694 |
637 |
|
Erle |
66,81 |
449 |
154 |
188 |
|
Esche |
501,14 |
650 |
214 |
168 |
|
Esskastanie |
6,02 |
689 |
460 |
165 |
|
Feldahorn |
0,80 |
|
|
112 |
100 |
Hainbuche |
10,45 |
160 |
135 |
71 |
54,5 |
Intermedia-Nuss |
0,83 |
130 |
130 |
|
|
Kirsche |
856,63 |
1.699 |
273 |
284 |
3,4 |
Lärche |
7,27 |
246 |
242 |
211 |
|
Linde |
2,56 |
161 |
135 |
133 |
5,9 |
Robinie |
13,93 |
215 |
121 |
153 |
6,7 |
Rosskastanie |
4,75 |
329 |
329 |
|
57,1 |
Roteiche |
133,83 |
381 |
261 |
206 |
|
Schwarznuss |
75,69 |
3.230 |
1.032 |
805 |
|
Spitzahorn |
9,81 |
441 |
210 |
261 |
|
Thuja |
2,75 |
170 |
170 |
200 |
|
Ulme |
44,18 |
837 |
324 |
366 |
|
Walnuss |
13,98 |
802 |
459 |
319 |
2,9 |
Weißdorn |
0,10 |
110 |
110 |
|
|
Zwetsche |
0,19 |
299 |
299 |
333 |
|
Eiche: Die Angebotsmenge stieß auf ein lebhaftes Kundeninteresse. Auf jedes Eichenlos entfielen im Durchschnitt 14 Gebote. Der Durchschnittserlös von 570 €/fm bedeutet eine Steigerung des guten Vorjahresergebnisses um 27 Prozent. Messerfurnierhersteller, Holzhändler und Sägewerksbetreiber bestimmten das Geschehen, während sich Fassdaubenhersteller nur noch 7 Prozent der Menge sichern konnten.
Beim Buntlaubholz konnte lediglich die Kirsche keine deutliche Preissteigerung verzeichnen. Mit einem Durchschnittserlös von 273 €/fm steht sie seit Jahren auf einem konstanten Niveau und kann daher als Dauerbrenner bezeichnet werden. In diesem Jahr präsentierte sie sich allerdings auf einem unterdurchschnittlichen Qualitätsniveau.
Der Bergahorn steigerte gegenüber dem Vorjahr den Durchschnittspreis um 15 Prozent. Ein Spitzenstamm aus dem Forstamt Nidda erzielte mit 8257 €/fm den höchsten Preis der Submission. Er dürfte mit einem Gesamtpreis von 20147 € der teuerste jemals in Hessen verkaufte Stamm sein.
Mit weiter stark steigender Tendenz wird die Esche nachgefragt. Durchschnittlich 12 Gebote wurden auf jedes Eschenlos abgegeben. Die Preise des Vorjahres konnten nochmals um 27 Prozent gesteigert werden.
Star der Submission war wie im Vorjahr die Schwarznuss auf dem Platz in Kranichstein. Der Durchschnittserlös von 1032 €/fm (+ 28 Prozent gegenüber dem Vorjahr) unterstreicht den derzeitigen Markttrend zu dunklen Hölzern.
Der große Markterfolg belegt erneut die Notwendigkeit, die in Hessen seltenen, aber begehrten Holzarten im Angebot zu bündeln und kundenfreundlich zu präsentieren.
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