Bereits drei Wochen nach dem Durchzug des Orkans ‚Kyrill’ sind 74 Forstspezialmaschinen in den Schadensschwerpunkten des von Hessen-Forst betreuten Waldes im Einsatz. Weitere 15 kommen bis Ende Februar hinzu, um die speziell geschulten Forstwirte bei ihrer gefährlichen Arbeit an den umgeworfenen Bäumen zu unterstützen.
Koordiniert wird der Einsatz von Menschen und Maschinen durch das Servicezentrum Hessen-Forst Technik (HFT). „Der Betrieb ist ein zentraler Ansprechpartner für Forstunternehmer. Seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter steuern die momentan hinzu kommenden Kräfte so in die betroffenen Forstämter Mittel- und Nordhessens, dass die Aufarbeitung des Schadholzes und der Transport der Bäume zum nächsten befestigten Waldweg reibungslos abläuft“ teilte der Landesbetriebsleiter von Hessen-Forst, Michael Gerst, bei seinem Besuch bei HFT in Bebra am 07.02.2006 mit.
Nach aktueller Einschätzung von HFT reiche die verfügbare Arbeitskapazität aus, um die derzeit bekannten Schadholzmengen zu bewältigen. Engpässe können beim sich anschließenden Transport mit Lkw und Bahn aus dem Wald zu den Holz verarbeitenden Betrieben auftreten. „Hier gelte es, durch Steuerung der aufeinander aufbauenden Arbeitsprozesse für eine störungsfreie Logistik zu sorgen“, so Gerst.
Zur Entlastung der Transportwege und zur Sicherung der Holzversorgung im nächsten Jahr richtet daher der Landesbetrieb Hessen-Forst, auch in Kooperation mit seinen Holzkunden, Groß-Lagerplätze in den Hauptschadgebieten ein. Auf ihnen soll mit Frühjahrsbeginn das erste Holz zwischengelagert werden.
Zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort
„HFT arbeitet eng mit den 41 Forstämtern zusammen“, so Gerst: “Auf der Grundlage von jährlichen Bewirtschaftungsplänen bündelt das hessenweit tätige Servicezentrum die Pflegemaßnahmen zu sinnvollen Arbeitsblöcken. Anschließend vergibt HFT die Arbeiten in mittelstandsgerechten Losen aus. Die Arbeitsqualität und das geerntete Holz werden kontinuierlich überwacht. Nachdem die Arbeiten abgeschlossen sind, bewertet HFT die so genannte Holzlieferkette vom Wald zum Sägewerk nach ökologischen und ökonomischen Kriterien.“
Partner im nationalen und internationalen Holzmarkt
Der Landesbetriebsleiter schätzt das Know-how seiner Servicestelle: „Die bei HFT gebündelte Kompetenz bewährt sich gerade jetzt im Windwurf. Insbesondere in dem Bereich Logistik steuert und überwacht es die Transportwege des Holzes im In- und Ausland. Die Vermarktung hessischen Holzes nach österreich, Italien und zu überseehäfen hat bereits davon profitieren können.“
Energieholz verbrauchergerecht bereitstellen
Der neueste Geschäftsbereich der Forstämter ist zugleich der dynamischste: Energieholz wird zunehmend von privaten wie gewerblichen Kunden nachgefragt. Die kontinuierliche Lieferung als auch die gleich bleibende Qualität des Holzes sind dabei wesentliche Voraussetzungen.
HFT hat durch seine breites Einsatzgebiet und sein Spezialwissen auch hier wertvolle Beratungsfunktion für die Forstämter.
Hintergrund:
Hessen-Forst-Technik ist das Servicezentrum des Landesbetriebes Hessen-Forst für die Einsatzbereiche
- hochmechanisierte Waldpflege,
- Wegebau, –unterhaltung und -instandsetzung,
- Mulchen im Rahmen der Waldpflege
Hessen-Forst-Technik mit Zentralsitz in Bebra ist am 01.05.2003 aus den ehemaligen fünf forstlichen Maschinenbetrieben hervorgegangen und besitzt besondere Erfahrungen in den Bereichen Vertriebslogistik per LKW, Bahn oder Schiff im In- und Ausland. Auch Anpflanzungen, deren Pflege sowie Baumpflege-, Fäll- und Rodungsarbeiten gehören zu seinem Leistungsprofil.
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