Eichenwertholz-Submission von Hessen-Forst
in Schlüchtern mit neuer Konzeption erfolgreich:Ausländische Kunden sehr interessiert
Kassel, 09. März 2007
Die Preise stiegen durchschnittlich um 25 Prozent Die traditionell im Frühjahr durchgeführte Eichenwert- und Schneideholz-Submission umfasste erstmals den gesamten mittel- und südhessischen Raum. Das Leitforstamt Schlüchtern bot auf fünf Lagerplätzen 4.322 Festmeter (fm) an. Die Konzentration größerer Mengen auf einen Termin fand bei der interessierten Kundschaft große Zustimmung.Hessen-Forst bot 3.890 fm in Einzellosen und 432 fm in Sammellosen an. Am 8.3.2007 erteilte das Forstamt Schlüchtern - mit Ausnahme von 49 fm – den Zuschlag für die komplette Menge. 51 Prozent des angebotenen Wertholzes stellte Hessen-Forst, 41 Prozent der Kommunalwald und 8 Prozent der Klein- und Großprivatwald den Holzkunden zur Verfügung.
Holz-art
Menge
Höchst-preis
durchschnittl. Erlös
Standardabweichung durchschnittl. Erlös
durchschnittl. Erlös Vorjahr
unverkaufte Menge
fm
€/fm
€/fm
€/fm
€/fm
Prozent
Eiche
4.322
1.258
462
145
370 *
1
Alle Preisangaben ohne MWSt. * Der Durchschnittserlös setzt sich zusammen aus allen Submissionen des Vorjahres, die in diesem Jahr unter dem Dach des Forstamtes Schlüchtern vereint sindInsgesamt reichten 39 Bieter (Vorjahr 30) Gebote ein. Die Einzellose erlösten durchschnittlich 486 €/fm (Vorjahr 385 €/fm). Das Spitzengebot erzielte ein Stamm aus dem Staatswald des Forstamtes Jossgrund mit 1.258 €/fm (8,8 m Länge; 62 cm Mittendurchmesser; 2,7 fm Volumen).Auch die Schneideholz-Sammellose steigerten sich im Durchschnittserlös insgesamt um rund 25 Prozent. Sammellose der Güteklasse B 3b stießen auf reges Interesse und erzielten einen Durchschnittserlös von 267 €/fm (Vorjahr 213 €/fm).
Die gute Preisentwicklung wurde entscheidend mitgetragen durch das Interesse der Fassholzkunden, die ca. 40 Prozent der Holzmenge übernahmen. Zusätzliche Mengen gehen über den Holzhandel in dieses Segment. Ausländischen Kunden drängen zunehmend auf den Submissionsmarkt. So ersteigerten neun Bieter aus dem benachbarten Ausland - insbesondere Frankreich und Polen - die Hälfte der gesamten angebotenen Menge. Von traditionellen deutschen Käufern war zu hören, dass man sich auf diesem Termin eine höhere Einkaufsmenge versprochen hätte. Die Anbieter sind mit der Konzeption des Termins sowie den erzielten Erlösen zufrieden. Auch bei Abzug der Aufwendungen ergaben sich für die Waldbesitzer deutliche Einnahme-steigerungen. Vor diesem Hintergrund muss auch künftig jeder Stamm der Klasse 4 aufwärts auf seine Submissionstauglichkeit überprüft werden.