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Serviceangebot Hessen-Forst

Der Käfer mit dem Hirschgeweih

 

 

Kassel, den 17.08.2007

Der Käfer mit dem Hirschgeweih
Hessen-Forst baut neues Netzwerk mit ehrenamtlichen Hirschkäferbeobachtern auf

Auch in diesem Jahr sind die “fliegenden Hirsche“ in Hessen wieder unterwegs. Zuerst hört man nur ein lautes Brummen und wenn dann eines der bis zu neun Zentimeter langen Hirschkäfer-Männchen mit ihren eindrucksvollen “Geweihen“ im Garten auf der Terrasse landet, ist das Erstaunen groß. Wie bei Familie Engel aus Bad Hersfeld, die eines der kapitalen Tiere auf der Fußmatte am Hauseingang vorfand (siehe Foto).

“Wie schön, dass der Hirschkäfer in Hessen offensichtlich wieder etwas häufiger seine schwerfälligen Bahnen zieht“ freut sich Diplom-Biologe Christian Geske von Hessen-Forst, der die Aktion “Hirschkäfer gesucht“ seit 2005 betreut. Damals hatte der Fachbereich Naturschutz von Hessen-Forst mit Sitz in Gießen landesweit in Tageszeitungen, im Fernsehen und im Radio um die Meldung von Hirschkäferbeobachtungen und -funden gebeten.

Und der Erfolg war überwältigend: Über 1000 Rückmeldungen gingen per Telefon, E-Mail oder Post bei ihm ein. Insbesondere in Nord- und Mittelhessen konnte so das Wissen um die Verbreitung der Art in den Wäldern, Parklandschaften und Gärten deutlich erweitert werden.

Hirschkäfer liebt anspruchsvollen Lebensraum
Überraschend war, dass besonders viele Meldungen aus sonnigen Gärten und Ortsrändern mit altem Baumbestand kamen. Offensichtlich nutzt der Hirschkäfer solche Bereiche auch gerne als Lebensraum. Um den Larven des Käfers eine Chance zu geben, sollten daher insbesondere besonnte Baumstümpfe in lockerem Boden nicht gerodet werden, sondern möglichst lange erhalten bleiben. In den verrottenden Randbereichen zum Boden entwickeln sich die Larven des Hirschkäfers fünf bis sechs Jahre lang, bis die eindrucksvollen Käfer schlüpfen.

Beobachternetz dient als Barometer
Um die landesweiten Bestände des Hirschkäfers auch weiterhin zu dokumentieren und den Bestand der Tiere langfristig zu sichern, setzt Hessen-Forst nun auf die Mitarbeit interessierter Mitbürgerinnen und Mitbürger. In den nächsten Tagen werden alle, die im Jahr 2005 Hirschkäfer gemeldet haben, erneut gebeten, am “ersten hessischen Hirschkäfer- Beobachternetz“ teilzunehmen. “Wir würden uns freuen, wenn möglichst viele Bürger Lust haben, mit uns gemeinsam dieses eindrucksvolle Tier dauerhaft zu beobachten“ so Michael Jünemann, der die Aktion als direkter Ansprechpartner begleitet.

Die eingehenden Fundmeldungen sollen wie ein Barometer den Zustand der hessischen Hirschkäfervorkommen widerspiegeln. Bei Bedarf können dann die Lebensbedingungen der Art durch gezielte waldbauliche Maßnahmen der Förster oder spezielle Artenhilfsmaßnahmen verbessert werden.

Wer in das Meldenetz aufgenommen und jährlich zur Situation des Hirschkäfers in Hessen informiert werden oder einfach eine Sichtung melden möchte, kann unter Tel.: 0641/4991-259 oder naturschutzdaten@forst.hessen.de Näheres erfahren.

Hinweis für die Redaktionen:
Bei Bedarf können wir Ihnen für Ihre Region auch konkrete Informationen zu Verbreitungsschwerpunkten des Hirschkäfers oder Bereichen mit besonders vielen Meldern (Schwerpunkte z.B. um Marburg, Fritzlar, Bad Hersfeld) geben.
Die beigefügten Fotos können kostenfrei mit Nennung der Bildautoren genutzt werden.

Ihr Ansprechpartner bei Hessen-Forst/ FENA
für Rückfragen zur Aktion:
Diplom-Biologe Christian Geske
Tel.:0641/4991-263
Fax: 0641/4991-260
E-Mail: naturschutzdaten@forst.hessen.de

Download PM Hirschkäfer | Foto 1 | Foto 2



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