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Zum zentralen Eichenwertholz- und Buntlaubholz-Submissionstermin des Landesbetriebes Hessen-Forst im Forstamt Jesberg am 2. Februar 2010 wurden insgesamt 578 Festmeter (fm) Eichenwertholz und Buntlaubholz angeboten. Das Durchschnittsgebot lag bei 357 Euro (Vorjahr 313 Euro).
Das durch die Lieferbetriebe bereitgestellte Angebot umfasste 13 Holzarten, die auf den bewährten Wertholzplätzen an der Pfefferhöhe bei Romrod und in Kranichstein angeboten wurden. Auf dem Wertholzplatz in Romrod war die nordhessische Eiche zu einem Drittel an der Angebotsmasse beteiligt.
Neben den elf staatlichen Forstämtern offerierten 33 private und kommunale Forstbetriebe einer interessierten Kundschaft ein breitgefächertes Stammholzangebot. Mit Rücksicht auf die sich im Vergleich zu vorhergehenden Jahren geringer abzeichnende Nachfrage wurde das Angebot gedrosselt. Das Volumen an Buntlaubholz belief sich mit rund 391 fm auf 40 Prozent der Vorjahresmenge, das der Eiche mit 184 fm auf 36 Prozent.
Internationale Nachfrage steigt
Das angebotene Holz traf auf ein reges Bieterinteresse. Mit 38 Bietern (34 Bieter erhielten einen Zuschlag) war die Zahl der Kunden etwas höher als bei der vorhergehenden Submission. Die Zuschläge gingen zu knapp der Hälfte an den Holzhandel, gefolgt von Sägewerken und Furnierproduzenten. Die Bedeutung der nordhessischen Eichenwertholz- und Buntlaubholzsubmission wurde durch die Beteiligung einer internationalen Kundschaft (Dänemark, Polen, Niederlande, Frankreich) unterstrichen.
Das verstärkte Bieterinteresse, möglicherweise auch herbeigeführt durch ein verknapptes Angebot, lässt sich an der verringerten Menge unbebotenem Holz ablesen. Lediglich 1,5 Prozent der Gesamtmenge blieben ohne Bieterinteresse (15,2 Prozent im Vorjahr). Hiervon waren insbesondere einzelne, schwächere Kirschen-Stammholzlose betroffen.
Tabelle: Ergebnisübersicht
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Angebots-
menge (fm) |
Durchschnitts-
erlös 2010
(€/fm) |
Durchschnitts-
erlös 2009
(€/fm) |
Unverkaufte
Menge
(fm) |
Höchst-
gebote(€/fm) |
| Bergahorn | 58,42 | 531 | 378 | 0,74 | 3.808 |
| Birke | 0,74 | 104 | 67 |
| 104 |
| Eiche | 183,68 | 475 | 406 |
| 879 |
| Elsbeere | 2,10 | 299 | 330 |
| 460 |
| Erle | 2,96 | 84 | 196 |
| 84 |
| Esche | 223,24 | 214 | 179 | 1,26 | 300 |
| Feldahorn | 0,39 |
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| 0,39 |
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| Kirsche | 51,32 | 334 | 250 | 5,17 | 468 |
| Linde | 2,89 | 222 | 221 |
| 222 |
| Roteiche | 3,49 | 167 | 245 |
| 188 |
| Schwarznuss | 16,77 | 684 | 747 |
| 1.630 |
| Ulme | 30,31 | 293 |
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| 489 |
| Walnuss | 1,51 | 269 | 348 |
| 418 |
| Summe: | 577,82 | 357 | 313 | 7,56 | 3.808 |
Für Eiche lagen die Gebote mit 475 Euro im Schnitt 17 Prozent über denen des letzten Jahres. Bei der Holzbereitstellung war darauf geachtet worden, keine kalamitätsbedingten Anfälle an Eichenwertholz bereitzustellen. Neben dem bundesweit zu verzeichnendem Preisanstieg bei auf Meistgebotsterminen angebotener Eiche wurde auf der Jesberger Submission die einheitliche Qualität honoriert. Spitzengebote wurden mit 3.808 €/fm für ausgewählte Bergahornlose erzielt (s. Abb. Spitzengebot Bergahorn). Für diese Holzart stieg der Durchschnittspreis um 40 Prozent gegenüber dem Jahr 2009. Die mengenmäßig stark vertretene Esche setzte ihren positiven Preistrend fort und erzielte einen Erlöszuwachs von 20 Prozent. Kirsche überwandt den Preiseinbruch der vergangenen Saison und verzeichnete ein Plus von 34 Prozent. Die Gründe hierfür sind in einem verringerten Angebot und einer höheren Qualität der Lose zu suchen. Hinzu kommt, dass keine Sammellose angeboten wurden. Die Lose der Nebenbaumarten wurden stark abhängig von Einzelstammdimensionen und der Qualität beboten. Schwarznuss wurde mit maximal 1.630 €/fm beboten. Sie verzeichnet damit einen Rückgang des Preises um acht Prozent.
Grundsätzlich ist für den diesjährigen Anstieg der Gebote das Angebot an qualitativ hochwertigen Buntlaubhölzern mitverantwortlich zu machen. Der Preisanstieg reiht sich aber auch in einen bundesweit erkennbaren Trend ein. Ein weiteres Signal der Markterholung ist an der Rückkehr ausländischer Bieter, insbesondere der Fassholzkunden, zu erkennen.
Bild Download:
Spitzengebot_Bergahorn.jpg
Bildunterschrift: Das Höchstgebot erzielte ein Bergahorn aus dem Forstamt Nidda mit 3.808 Euro pro Festmeter (Foto: Hessen-Forst).
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