 Dr. Jens Jacob Zum 1. Februar des kommenden Jahres wird der Leiter des Weilburger Forstamtes, Leitender Forstdirektor Dr. Jens Jacob, in sein Herkunftsland Rheinland-Pfalz wechseln.
Der in einem Forsthaus im Hunsrück aufgewachsene Jacob beschließt damit eine langjährige Tätigkeit im Land Hessen, die ihn an zahlreiche berufliche Stationen geführt hat. Nach Referendariat im Forstamt Chausseehaus bei Wiesbaden und Großer Forstlicher Staatsprüfung war er seit dem Jahr 1997 zunächst als Dezernent für Waldarbeit, Personal und Forsttechnik in der damaligen Forstabteilung des Regierungspräsidiums Darmstadt tätig.
Mit der Gründung des Landesbetriebs Hessen-Forst zum 1.1. 2001 wurde er an das Hessische Umweltministerium abgeordnet und mit den Aufgaben eines Referenten für Forstpolitik beauftragt. Hier befasste er sich unter anderem mit der Neuordnung der Betreuungsaufgaben des Landesbetriebs im kommunalen und privaten Wald. Bereits zuvor hatte Dr. Jacob die Geschäfte der "regionalen PEFC-Arbeitsgruppe Hessen“ geführt, in der am Wald interessierte Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen zusammenarbeiten.
Die Ergebnisse dieser Arbeit bildeten die Grundlage für die dann sehr rasch auf großer Fläche umgesetzte Nachhaltigkeitszertifizierung der hessischen Forstbetriebe.
Im November 2001 übernahm Dr. Jacob den geschäftsführenden Vorstand der Stiftung Kloster Eberbach, einer Kulturstiftung, in deren Eigentum sich die namensgebende ehemalige Zisterzienserabtei im Rheingau befindet. Der Schwerpunkt seiner Tätigkeit lag dort in Erhalt, Sanierung und nachhaltiger Nutzung der europaweit bedeutenden Kulturerbestätte – ein Thema, das ihn immer wieder auch in Berührung mit den Medien und einer breiten Öffentlichkeit brachte.
Im Februar 2006 übertrug ihm der Hessische Umweltminister Wilhelm Dietzel die Leitung des Forstamts Weilburg. Diese Dienststelle ist für die Bewirtschaftung von über 150 Quadratkilometer Forstbetriebsfläche verantwortlich, sowie zugleich der Standort der zentralen forstlichen Aus-, Fort- und Weiterbildungseinrichtung des Landes. Auch die landesweit "zuständige Stelle für den Ausbildungsberuf Forstwirt“ obliegt dem Leiter des Weilburger Amtes. Dem Forstamt sind zudem ein vielbesuchter Wildpark sowie die "mobile Waldbauernschule“ zur dezentralen Schulung privater Waldbesitzer angegliedert. Seit dem Jahr 2005 gehört auch die Geschäftsführung des von der "Schutzgemeinschaft Deutscher Wald“ betriebenen Jugendwaldheims zur Zuständigkeitspalette des Forstamtes.
Dr. Jacob sieht denn auch seinen bisherigen Werdegang als eine wichtige Basis für die vor ihm liegende verantwortungsvolle Aufgabe: "Das Spektrum meiner beruflichen Erfahrungen reicht vom Wissenschaftsbetrieb über die Leitung einer Kulturstiftung bis hin zu den verschiedenen Tätigkeiten in allen Ebenen der Forstverwaltung. Diese Bandbreite wird mir bei einer solchen querschnittsorientierten Aufgabe wie der Leitung der Ministerialforstabteilung hilfreich sein“.
Aus Weilburg scheidet Dr. Jacob mit einer positiven Bilanz: "Ich freue mich sehr auf die neue große Aufgabe und auf die berufliche Wiederbegegnung mit dem Land meiner forstlichen Wurzeln. Zugleich blicke ich zurück auf eine bewegte Zeit voller wichtiger Entwicklungen im Forstamt, in der nicht nur die Folgen des Orkans Kyrill zu bewältigen waren, sondern die auch zahlreiche organisatorische Maßnahmen und einen sehr großen Aufgabenzuwachs mit sich brachte. Ein großes Kompliment geht daher an mein Team, dem es zu danken ist, dass dies alles gestemmt werden konnte. Alles nur erdenklich Gute für das Forstamt und alle seine Mitstreiter!“
Ähnlich sieht es auch der Leiter des Landesbetriebs Hessen-Forst, Michael Gerst: "Natürlich freut es mich, dass Dr. Jacob in ein solch herausgehobenes Amt berufen worden ist. Doch erlebe ich seinen Weggang auch mit gemischten Gefühlen. Unter Jacobs Verantwortung hat sich das für Hessen-Forst so wichtige Forstamt Weilburg in allen Geschäftsfeldern gut entwickelt und wurde auch organisatorisch neu ausgerichtet. Gerne hätte ich diese Entwicklung mit ihm gemeinsam weiter vorangebracht. Im Interesse einer nahtlosen Fortführung der Arbeit werden wir den Dienstposten nunmehr zügig neu ausschreiben.“
Gerst abschließend: "Ich wünsche Dr. Jacob in seiner neuen Aufgabe eine allzeit gute Hand bei seinen Amtsgeschäften und weiterhin beruflichen Erfolg“.
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