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Serviceangebot Hessen-Forst

 
Kassel, 24.10.2007
Mehr Holz bei kommunalen Bauprojekten

Michael Gerst, Leiter des Landesbetriebs Hessen-Forst, eröffnet am 24. Oktober 2007 Workshop für kommunale Bauexperten.

„Wer etwas für Klima, Umwelt und Gesellschaft tun will, setzt heute auf Holz“ so Michael Gerst, Leiter des Landesbetriebs Hessen-Forst bei der Eröffnung des Workshops für kommunale Baufachleute, Ingenieure und Architekten in Frankfurt/ Main zum Thema Holzbau.
Hessen liegt im Bereich Holzbau mit einem Anteil von 17,4 Prozent an den errichteten Gebäuden nach Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz auf dem vierten Platz.
„Es müssen daher, vor allem auch von kommunalen Bauträgern, alle Anstrengungen unternommen werden, um zu den Spitzenreitern mit einem Anteil von über 20 Prozent aufzuschließen“ so Gerst.
Der altbewährte Rohstoff Holz hat überzeugende Eigenschaften aufzuweisen: Als nachwachsender Rohstoff steht er nachhaltig zur Verfügung und leistet einen wichtigen Beitrag zu Klimaschutz und Lebensqualität. Bei der Verwendung von heimischen Hölzern ist durch die Zertifizierung der Forstbetriebe eine ökologische Produktion sichergestellt. Holzbauwerke lassen sich ressourcensparend und annähernd kohlenstoff-neutral erstellen. Durch die hervorragenden thermischen Eigenschaften verbrauchen moderne Holzbauten sehr wenig Heizenergie.
Und schließlich sind Holzbauten ästhetisch ansprechend und vermitteln ein Gefühl von Wärme und Behagen.
Durch Verwendung von Holz als regionalem Rohstoff wird die nachhaltige Pflege des Waldes unterstützt. Mit einem Waldanteil von gut 42 Prozent in Hessen und leistungsfähigen Forstbetrieben ist die nachhaltige Verfügbarkeit des Rohstoffs Holz gegeben. Zusätzlich zur Bereitstellung des Rohstoffs zur stofflichen und thermischen Verwertung bietet die Waldwirtschaft Erholungsraum für die Bevölkerung und sichert die vielfältige Schutzwirkung des Waldes. Vor allem im ländlichen Raum stellt die Forst- und Holzwirtschaft einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar.
In der letzten Zeit wurden moderne Bauweisen entwickelt, die zukunftsweisend in Bezug auf Ökologie, Lebensqualität, Wirtschaftlichkeit, und Ästhetik sind. Als ein Beispiel kann die thermische Behandlung von Buchenholz dienen. Diese ermöglicht die Verwendung des normalerweise nicht sehr dauerhaften Holzes im Außenbereich mit dann teakähnlichen Eigenschaften als Tropenholzersatz.
Mit der Universität Kassel im Vertiefungsbereich „Holzbau im Bauingenieurwesen“ und der TU Darmstadt mit dem aktuellen Projekt des in den USA prämierten Solarhauses sowie der Holzfachschule Bad Wildungen hat Hessen Institutionen, die die verstärkte Holzverwendung weiter begleiten und fördern können.


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