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Mit Ablauf des Monats September 2007 tritt Forstdirektor Dr. Michael Jestaedt in den Ruhestand. Er kann auf mehr als 40 Jahre erfolgreichen Wirkens in der Hessischen Landesforstverwaltung, im Landesbetrieb Hessen-Forst und in der Internationalen Technischen Zusammenarbeit zurückblicken.
Nach Abitur an einem humanistischen Gymnasium in Fulda studierte Dr. Jestaedt an den Forstlichen Fakultäten der Universitäten in Göttingen und München. Der damalig noch drei-jährigen Referendarszeit und Staatsexamen in der Hessischen Landesforstverwaltung folgte am 01.07.1969 die sofortige Übernahme in den Staatsdienst und eine Tätigkeit als Hilfsreferent im Ministerium für Landesentwicklung, Umwelt, Landwirtschaft und Forsten.
Von 1973 bis 1980 war Dr. Jestaedt wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Forstpflanzenzüchtung der Hessischen Forstlichen Versuchsanstalt in Hann. Münden. In dieser Zeit wurde er zum Dr. rer. Silv. an der Universität München (Prof. Lobkowicz und Prof. Rehfueß) mit dem Thema „Untersuchungen über die Jugendentwicklung von Douglasienprovenienzen in Hessen und mögliche züchterische Folgerungen“ promoviert.
Zur Entwicklung der Fichten-Stecklingsvermehrung und zur Pappelzüchtung hat er maßgeblich beigetragen. Zahlreiche Veröffentlichungen belegen seine wissenschaftliche Arbeit.
Von 1980 bis 1999 leitete Dr. Jestaedt mit großem Geschick und Einfühlungsvermögen das Forstamt Bensheim zwischen Odenwald und Rheinebene im Einzugsgebiet der Ballungszentren Darmstadt und Mannheim/Ludwigshafen. In der Bewirtschaftung ertragsreicher kommunaler Buchen- und Eichenwälder hat er sich große Verdienste und Anerkennung erworben.
Die Forstamtszeit wurde unterbrochen von einer ebenso erfolgreichen dreijährigen Tätigkeit als Teamleiter und Experte der technischen Zusammenarbeit im Auftrag der GTZ in Kenia zum Aufbau des kenianischen Forstsaatgut-Zentrums. Die in Kenia gewonnenen Erfahrungen konnte Dr. Jestaedt danach noch in vielen weiteren Auslandseinsätzen umsetzen. So war er als Kurzzeitexperte maßgeblich bei der Entwicklung des jordanischen Forstsaatgut-Zentrums und am Aufbau der grünen Mauer in China beteiligt.
Nach Auflösung des Forstamts Bensheim im Zuge der ersten Strukturreform in Hessen, übernahm Dr. Jestaedt von 1999 – 2004 die Leitung des Forstamtes Seeheim-Jugenheim. Nach einer weiteren Reform war Dr. Jestaedt bis zu seiner Pensionierung Bereichsleiter Produktion und stellvertretender Forstamtsleiter im Forstamt Darmstadt.
Dr. Jestaedt hat sich durch seine herausragenden fachlichen Leistungen, durch seine Zuverlässigkeit, Ausgeglichenheit, Standfestigkeit, Umsicht und Menschlichkeit im In- und Ausland höchsten Respekt, Anerkennung und Freunde erworben. Hessen-Forst wünscht dem frischgebackenen Pensionär viele weitere Jahre voller Tatendrang zum Wohle der Wälder dieser Welt und Freude im Kreise seiner großen Familie.
Download: PM Jestaedt | Foto
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Die mitversandten Pressebilder zeigen folgende Motive:
Dr. Jestaedt an seinem letzten Arbeitsplatz im Hess. Forstamt Darmstadt
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