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Im Staatswald Hessens arbeiteten im Jahr 2006 die staatlichen
Forstwirte so sicher wie nie zuvor: Der aktuelle Unfallbericht,
den Hessen-Forst jetzt vorgestellt hat, verzeichnet für 2006 nur
107 meldepflichtige Unfälle.
Im Vorjahr waren es noch 125. Die absolute Zahl der
Mitarbeiter bei Hessen-Forst verringerte sich zwar um 6,6
Prozent. Die Unfallzahl sank jedoch um 16 Prozent.
Die Zahl der Unfälle hat sich somit im Vergleich zum Jahr 2002
sogar fast halbiert. Damit einhergehend verringerten sich auch
die Ausfallzeiten der Forstwirte. Auch die Schwere der
Arbeitsunfälle hat erfreulicherweise deutlich abgenommen, so
Michael Gerst, Leiter von Hessen-Forst.
Maßgeblichen Anteil an dieser Entwicklung hat das so
genannte Arbeitsschutz-Management, das Hessen-Forst seit
2004 auf allen Betriebsebenen erfolgreich umsetzt. Dazu
gehören spezielle Sicherheitsschulungen und –seminare für
Mitarbeiter sowie Veröffentlichungen,
vor allem aber die zweimal jährliche Beurteilung der praktischen
Waldarbeit durch Arbeitsschutzberater von Hessen-Forst.
Die Berater nehmen dabei jeden Arbeitsschritt der Forstwirte
kritisch unter die Lupe, vermerken alle Fehler und beraten die
Forstwirte vor Ort in allen Sicherheitsfragen.
Offenbar mit Erfolg: Denn mittlerweile verursachen bei der
Holzernte 93 Prozent der Forstwirte nicht mehr als einen
Fehler. 73 Prozent arbeiten sogar fehlerfrei.
Fast drei Viertel aller Unfälle passieren beim Fällen und
Entasten von Bäumen. Der Holzernte kommt deshalb eine
besondere Bedeutung zu. Den gestiegenen Anteil der Stolper-,
Sturz- und Rutschunfälle in 2006 führen die Verfasser des
Jahresunfallberichtes auf den langen und kalten Winter zurück.
Während bei den Unfällen die Zahl der leichten Verletzungen
seit Jahren prozentual steigt, sinkt im gleichen Maße die der
mittelschweren und schweren Verletzungen mit mehr als 21
Ausfalltagen. Durchschnittlich fiel 2006 jeder der 881
staatlichen Forstwirte rund 21 Stunden aus. Das sind fast fünf
Stunden weniger als noch in 2005 und entspricht einem
Rückgang von 19 Prozent.
Moderne Forsttechnik verbessert Arbeitsschutz
Michael Gerst, Leiter von Hessen-Forst stellte bei der
Präsentation des Berichtes fest: „So erfreulich die Entwicklung
auch ist: Es sind noch 107 Unfälle zu viel“. Jeder Unfall bedeute
Leid für die Mitarbeiter und deren Familien, aber auch einen
neuen Verlust für Hessen-Forst. „Wir werden daher gemeinsam
mit unseren Mitarbeitern alles daran setzen, die Unfallzahlen
weiter zu senken.“ Es seien immer noch Verbesserungen im
Arbeits- und Gesundheitsschutz möglich, unter anderem durch
den Einsatz moderner, unterstützender Forsttechnik.
Gerst abschließend: „Der Arbeitsschutz wird auch künftig bei
allen Betriebsentscheidungen und Arbeitsprozessen
gleichrangig mit anderen Zielen verfolgt.“
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