Das FBZ Hessen beim Forstamt Weilburg ist eine überbetriebliche Aus- und Fortbildungsstätte des Landesbetriebes Hessen-Forst. Hier findet die praxis- und qualitätsorientierte Ausbildung zum/r Forstwirt/in im Rahmen des Berufsschulblockunterrichtes statt. Das FBZ arbeitet dabei mit der Wilhelm-Knapp-Schule (als örtlicher Berufsschule) zusammen.
Der Berufsschulunterricht erfolgt in Blockform für alle drei Ausbildungsjahre. Zurzeit sind dies 14 Wochen pro Jahr. Die Unterrichtseinheiten zur Fachkunde „Forst“ werden von den Ausbildern des FBZ erbracht, der allgemeine Berufsschulunterricht obliegt Lehrkräften der Wilhelm-Knapp-Schule. Die Fachkunde „Forst“ wird unterteilt in die Fächer „Biologische Produktion“, „Forstnutzung“, „Forsttechnik“ sowie „Berufsbezogene Mathematik“. Beim allgemeinen Berufsschulunterricht werden die Fächer „Politik“, „Wirtschaftskunde“, „Deutsch“ und „EDV“ unterrichtet.
Ziel dieses Blockunterrichtes ist es, am Ende der Ausbildung einen möglichst gleichen Ausbildungsstand aller Auszubildenden zu erreichen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Vermittlung von fachspezifischer Theorie, wobei aber auch während des Blockunterrichtes mindestens ein Praxistag pro Woche vorgesehen ist. So können die Auszubildenden neben der erforderlichen Fachkompetenz auch ihre Handlungs- und Methodenkompetenz vertiefen und gelernte Dinge auf neue Situationen übertragen.
Es wird wöchentlicher Sportunterricht als berufsspezifischer Ausgleichssport erteilt.
Die Auszubildenden erhalten pro Schulhalbjahr ein Berufsschulzeugnis. Damit wird der individuelle Kenntnisstand des Auszubildenden für den Ausbildungsbetrieb zusätzlich dokumentiert.
Darüber hinaus finden für die Auszubildenden beim FBZ noch statt:
- zu Beginn der Ausbildung ein einwöchiger Einführungslehrgang
- im zweiten Ausbildungsjahr die Zwischenprüfung zur Feststellung des Ausbildungs- und Leistungsstands
- zu Beginn des dritten Ausbildungsjahres ein einwöchiger technischer Aufbaulehrgang, wobei die Auszubildenden bei praktischen Fahr- und Holzrückeübungen Einblick in die Tätigkeit eines Maschinenführers erhalten
- die Abschlussprüfung, bei der der Auszubildende die erlernten Kenntnisse und Fertigkeiten in mehrstündigen schriftlichen Prüfungen und praktischen Prüfungsaufgaben nachweisen muss.
Die Unterbringung während der Lehrgänge erfolgt in den angegliederten Internatsgebäuden „Haus Buche“ und „Haus Linde“. In beiden Häusern stehen den Auszubildenden in der Regel Zweibettzimmer sowie entsprechende Freizeiträume zur Verfügung. Die Verpflegung übernimmt die hauseigene Küche des FBZ.
Die Anreise nach Weilburg ist mit der Bahn (Strecke: Gießen – Limburg) möglich.
Einen überblick über die Einrichtungen vor Ort gibt der anliegende Lageplan.
