Unser Wildpark - immer einen Besuch wert!

Polarwölfe liebkosen sichHaben Sie schon mal einem Wolf in die Augen gesehen? Im Wildpark „Alte Fasanerie” Hanau haben Sie die Möglichkeit, diese faszinierenden Tiere hautnah zu erleben.

Neben weiteren seltenen Arten wie Wildkatze, Luchs und Elch, finden Sie hier auch alle anderen unserer scheuen Waldbewohner und können diese in aller Ruhe beobachten. Alle rund 350 Tiere fühlen sich in ihren liebevoll gestalteten, artgerechten Gehegen zu Hause und werden von engagierten Pflegern betreut. Unsere HessenForst-Förster bewirtschaften den schönen Mischwald naturnah und pflegen Wege, Wiesen und Gewässer.

Damit Sie auf über 100 ha (= 1 Mio Quadratmeter) und 15 km Wanderwegen nicht den Überblick verlieren, freut sich unser Team, Ihnen die Highlights des Wildparks zu präsentieren. Dazu bieten wir eine Vielzahl maßgeschneiderter Führungen an. Schauen Sie doch mal bei einer Luchsfütterung vorbei, besuchen Sie die Wildtier-Kinderstube im Mai oder staunen Sie über die Flugkünste unserer Greifvögel. Reh, Rotwild, Wildschwein, Dachs, Mufflon & Co. freuen sich auf Ihren Besuch!

Historie

Ein Ort im Zeichen der Tiere – die Alte Fasanerie

Wer denkt, ein Besuch im Wildpark sei eine neuzeitliche Erfindung – weit gefehlt: schon vor 300 Jahren suchte der Adel an Wochenenden solche Parke auf, um (exotischen) Tieren hinterherzujagen. 1710 befand der Mainzer Erzbischof Lothar Franz von Schönborn die „Untere Fasanerie“ als geeigneten Ort für eine 38 ha große Fasanerie. Solche weitläufigen Gehege, mit ihren schönen Vögeln, waren damals ein beliebtes Ausflugsziel. Weil der Mainzer Erzbischof auch jagdlich passioniert war, errichtete er gleich noch ein stattliches Jagdhaus – dieses dient dem Wildpark heute als Gaststätte.

Das war einem seiner Nachfolger, dem Erzbischof Karl Friedrich von Ostein, noch nicht genug: 1750 wurde die „Untere Fasanerie” aufgegeben und die südlich gelegene „Obere Fasanerie” erschlossen. Das neue Gelände umfasste nun 107 Hektar und wurde mit einer 3800 Meter langen Bruchsteinmauer umgrenzt.

Etwa hundert Jahre später, zu Beginn des 19. Jahrhunderts, hatte das Gelände als Fasanerie ausgedient. Die Großherzöge von Hessen-Darmstadt nutzten es fortan als Hofjagdrevier. Um für die gewünschten Wildarten geeignete Strukturen zu schaffen, ließen die Großherzöge den Park mit Kiefer und Eiche aufforsten. Das Jagdrevier bestand bis zum Ende des 1. Weltkriegs.

Als nächster Besitzer zeichnete das Land Hessen (bis heute). Die Gemeinde Klein-Auheim setzte sich für die Öffnung der "Obere Fasanerie" ein – 1967 wurde sie der Öffentlichkeit als Wildpark zugänglich gemacht. Zunächst gab es einige kleinere Dam- und Schwarzwildgatter, drei Jahre später baute die Hessische Landesforstverwaltung den Wildpark aus. Heute ist der staatliche Wildpark „Alte Fasanerie” Hanau eine Einrichtung des Landes Hessen und wird vom Forstamt Hanau-Wolfgang betrieben. Ein Team von elf Leuten kümmert sich um die rund 350 Tiere, die zahlreichen Besucher und richtet eine Vielzahl Veranstaltungen aus. Das Forstpersonal kümmert sich um die Waldpflege, erhält Wege und Infrastruktur. So können Gäste des Wildparks heute auf 15 km Wanderwegen, auf Ruhebänken und an Schutzhütten für Rast oder Picknick den ganzen geschichtsträchtigen Park genießen.
Der Förderverein Wildpark „Alte Fasanerie” e.V. beteiligt sich sehr engagiert an der Gestaltung, Ausführung und Finanzierung.

2017 wird der Wildpark „Alte Fasanerie” Hanau 50 Jahre alt.

Foto am Seitenanfang: R. Kutzer