Übersicht der hessischen Forstämter

Forstamt Darmstadt  –  Aktuelles

„Jetzt schon an den kommenden Winter denken“

Brennholz – ein begehrtes Produkt aus heimischen Wäldern

Das Forstamt Darmstadt bietet auch in diesem Jahr wieder Brennholz zum Verkauf an. Eine einfache und ungefährliche Möglichkeit an Brennholz zu gelangen, ist der Kauf von Holz, das direkt am Waldweg liegt.
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Brennholz am Waldweg bereitgestellt für Ihre Säge und Ihren Kamin (Foto: M. Mahrenholz)

Darmstädter Erlebnisallee

Am Sonntag 28. Oktober 2018 findet die nächste Baumpflanzaktion auf der Darmstädter Erlebnisallee statt. Wenn Sie an unserer Aktion Interesse haben, melden Sie sich bitte bis 4. Oktober bei uns im Forstamt Darmstadt an. Unter folgendem Link [PDF, 3,9 MB]erhalten Sie weitere Informationen zu der Darmstädter Erlebnisallee.

Bei Fragen können Sie gerne das Forstamt Darmstadt kontaktieren!

Der Baum des Jahres 2018 – Die Ess-Kastanie oder Edelkastanie

Die Ess-Kastanie gehört zu den Bäumen, von denen wohl jeder schon einmal etwas gehört hat. Sei es nun wegen der heutzutage besonders geschätzten Früchte einiger Sorten dieses Baumes – der Maronen-, Omas Märchen oder dem heimischen Rezeptbuch.
Doch was wissen wir über sie?:
So urtypisch für Deutschland ist die Ess-Kastanie gar nicht, sie wurde entweder vor rund 2000 Jahren von den Römern hierher gebracht oder schon rund 500 Jahre davor von den Griechen über das Tal der Rhone und die Burgunderpforte. Viele Hinweise sprechen für die letzte Version.
Die Ess-Kastanie zählt in Deutschland trotz ihres hohen Bekanntheitgrades zu den seltenen Baumarten, große Baumbestände befinden sich vor Allem im Oberrheingraben am Ostrand des Pfälzerwaldes und an den Westhängen des Schwarzwaldes.
Wirtschaftlich wird die Ess-Kastanie heute kaum noch angebaut, obwohl dies bereits die Römer taten. Sie taten es einerseits, um die nahrhaften Früchte für die Küche zu gewinnen, sowie um das widerstandsfähige und langlebige Holz nutzen zu können. Gerne wurde Ess-Kastanienholz im Weinbau genutzt, doch wurde es im Laufe der Zeit von modernen Materialien abgelöst. Die Früchte der Ess-Kastanie werden heute hauptsächlich noch in Südeuropa angebaut.
Die Ess-Kastanie ist übrigens biologisch nicht mit seiner Namensvetterin der Rosskastanie verwandt. Erstere gehört zu den Gruppen der Buchen-Gewächse, letztere zu den Seifenbaumgewächsen, zu welchen hierzulande auch die Ahorne gehören. Die Annahme der Artverwandtschaft geht höchstwahrscheinlich auf das ähnliche Erscheinungsbild der Kastanien, der reifen Früchte, zurück.
Ess-Kastanien werden im Alter hohl, brechen dann ab und bilden um ihren Stamm herum neue Triebe, welche die alten Stämme ergänzen und in ihrer Funktion ersetzen. Diese wachsen, altern, brechen wieder ab und bilden neue Stämme. So gesehen kann eine Ess-Kastanie theoretisch ewig leben. In Sizilien gibt es ein besonders beeindruckendes Beispiel dafür, die „Kastanie der 100 Pferde“, welche inzwischen aus „drei einzelnen, nah beieinander stehenden Stammfragmenten“ besteht. Das Mächtigste davon hat allein einen Umfang von 22 Metern.
In Deutschland befindet sich die höchste Ess-Kastanie im Stadtwald von Hameln (ca. 40 m hoch), die Dickste im Karlsruher Schlossgarten (9,70m Umfang) und die Älteste im rheinlandpfälzischen Tannenfels (geschätzte 400 Jahre).
Der Ess-Kastanie könnte, auch hier in Deutschland, die Zukunft gehören. Und warum nicht? Das wärmer werdende Wetter kommt ihr entgegen, sie hat sich hier erfolgreich angesiedelt und sie zeigt keinerlei Anzeichen dafür, dass die bisherigen Klimaveränderungen für sie ein Problem darstellen.
Die Forstwirtschaft ist hierzulande noch unerfahren in der Nutzung der Ess-Kastanie. Seit einiger Zeit ist jedoch das Bewusstsein für die wirtschaftlichen Möglichkeiten des Baumes gestiegen. Besonders als Bau- und Möbelholz, aber auch als ein Holz mit hohem Brennwert zur Energiegewinnung könnte die Ess-Kastanie Karriere machen.

Ess-Kastanie_Baum_des_Jahres_2018 (Foto: Röder, Gerd / piclease)

Ess-Kastanie_Baum_des_Jahres_2018 (Foto: Röder, Gerd / piclease)

Entmunitionierung der Waldflächen in der Fasanerie

In einer Waldfläche im Nordteil der Fasanerie wurde im Herbst 2017 eine Stabbrandbombe aus dem zweiten Weltkrieg gefunden. Die Waldfläche mussten daher zur Gefahrenabwehr auf Hinweis des Kampfmittelräumdienstes bis auf weiteres auch für Erholungssuchende gesperrt werden. Die gesperrten Flächen sind durch entsprechende Beschilderungen an den Waldwegen eindeutig zu erkennen. Wir bitten die betreffenden Flächen nicht zu betreten.
Die potentiellen Waldflächen werden in den nächsten Wochen auf mögliche Munitionsreste abgesucht. Sodass im Anschluss die Waldflächen wieder freigegeben werden können.
Bei weiteren Fragen können Sie sich an uns wenden.

Darmstädter Namensbäume

Die Darmstädter Namensbäume sind für viele Waldbesucher in Darmstadt ein Begriff, der dazugehörige Flyer "Bemerkenswerte Bäume in Darmstadts Wäldern" wurde von uns überarbeitet und in den nächsten Wochen vorgestellt. Eine Internetseite zu den Namensbäumen ist in diesem Zug, durch eine große Zusammenarbeit mit vielen Akteuren entstanden.
Das Forstamt Darmstadt bedankt sich bei allen Mitwirkenden.
Unter folgendem Link können Sie erste Eindrücke erhalten.