Übersicht der hessischen Forstämter

Forstamt Darmstadt  –  Aktuelles

Hirschkäfer "Lucanus Cervus"

Der Hirschkäfer "Lucanus Cervus" ist wieder aktiv und es können Flugbeobachtungen gemacht werden, unter folgendem LINK [PDF, 303 KB] können Sie weitere Informationen zur Meldung von gesichteten Hirschkäfern finden.

Der Baum des Jahres 2018 – Die Ess-Kastanie oder Edelkastanie

Die Ess-Kastanie gehört zu den Bäumen, von denen wohl jeder schon einmal etwas gehört hat. Sei es nun wegen der heutzutage besonders geschätzten Früchte einiger Sorten dieses Baumes – der Maronen-, Omas Märchen oder dem heimischen Rezeptbuch.
Doch was wissen wir über sie?:
So urtypisch für Deutschland ist die Ess-Kastanie gar nicht, sie wurde entweder vor rund 2000 Jahren von den Römern hierher gebracht oder schon rund 500 Jahre davor von den Griechen über das Tal der Rhone und die Burgunderpforte. Viele Hinweise sprechen für die letzte Version.
Die Ess-Kastanie zählt in Deutschland trotz ihres hohen Bekanntheitgrades zu den seltenen Baumarten, große Baumbestände befinden sich vor Allem im Oberrheingraben am Ostrand des Pfälzerwaldes und an den Westhängen des Schwarzwaldes.
Wirtschaftlich wird die Ess-Kastanie heute kaum noch angebaut, obwohl dies bereits die Römer taten. Sie taten es einerseits, um die nahrhaften Früchte für die Küche zu gewinnen, sowie um das widerstandsfähige und langlebige Holz nutzen zu können. Gerne wurde Ess-Kastanienholz im Weinbau genutzt, doch wurde es im Laufe der Zeit von modernen Materialien abgelöst. Die Früchte der Ess-Kastanie werden heute hauptsächlich noch in Südeuropa angebaut.
Die Ess-Kastanie ist übrigens biologisch nicht mit seiner Namensvetterin der Rosskastanie verwandt. Erstere gehört zu den Gruppen der Buchen-Gewächse, letztere zu den Seifenbaumgewächsen, zu welchen hierzulande auch die Ahorne gehören. Die Annahme der Artverwandtschaft geht höchstwahrscheinlich auf das ähnliche Erscheinungsbild der Kastanien, der reifen Früchte, zurück.
Ess-Kastanien werden im Alter hohl, brechen dann ab und bilden um ihren Stamm herum neue Triebe, welche die alten Stämme ergänzen und in ihrer Funktion ersetzen. Diese wachsen, altern, brechen wieder ab und bilden neue Stämme. So gesehen kann eine Ess-Kastanie theoretisch ewig leben. In Sizilien gibt es ein besonders beeindruckendes Beispiel dafür, die „Kastanie der 100 Pferde“, welche inzwischen aus „drei einzelnen, nah beieinander stehenden Stammfragmenten“ besteht. Das Mächtigste davon hat allein einen Umfang von 22 Metern.
In Deutschland befindet sich die höchste Ess-Kastanie im Stadtwald von Hameln (ca. 40 m hoch), die Dickste im Karlsruher Schlossgarten (9,70m Umfang) und die Älteste im rheinlandpfälzischen Tannenfels (geschätzte 400 Jahre).
Der Ess-Kastanie könnte, auch hier in Deutschland, die Zukunft gehören. Und warum nicht? Das wärmer werdende Wetter kommt ihr entgegen, sie hat sich hier erfolgreich angesiedelt und sie zeigt keinerlei Anzeichen dafür, dass die bisherigen Klimaveränderungen für sie ein Problem darstellen.
Die Forstwirtschaft ist hierzulande noch unerfahren in der Nutzung der Ess-Kastanie. Seit einiger Zeit ist jedoch das Bewusstsein für die wirtschaftlichen Möglichkeiten des Baumes gestiegen. Besonders als Bau- und Möbelholz, aber auch als ein Holz mit hohem Brennwert zur Energiegewinnung könnte die Ess-Kastanie Karriere machen.

Ess-Kastanie_Baum_des_Jahres_2018 (Foto: Röder, Gerd / piclease)

Ess-Kastanie_Baum_des_Jahres_2018 (Foto: Röder, Gerd / piclease)

Die Jugendgruppe des NABU Seeheim-Jugenheim pflanzt gemeinsam mit dem Pfungstädter Förster junge Bäume

Sieben begeisterte Kinder und fünf Betreuer der Jugendgruppe des NABU Seeheim-Jugenheim haben gemeinsam mit dem Alsbacher Bürgermeister Rausch und Pfungstädter Revierleiter Tobias Elbert Bäume gepflanzt.

Anfang April wurde im Alsbacher Gemeindewald acht Vogelkirschen und vier Elsbeeren durch die Jugendgruppe unter fachmännischer Anleitung von Revierleiter Tobias Elbert gepflanzt. Herrn Bürgermeister Rausch war von der Aktion begeistert, sodass er selbst mit Hand anlegte und bedankte sich im Anschluss sehr herzlich für die ehrenamtliche Hilfe der Jugendgruppe. Revierförster Tobias Elbert erklärte den Kindern des Nabu Seeheim-Jugenheim die Wichtigkeit dieser besonderen Baumarten für die Insekten- und Vogelwelt, in dem von Buchen dominierten Alsbacher Gemeindewald. Mit Spaten und Hacke gruben die Kinder, mit großem Einsatz 12 große Löcher in den steinigen Boden und pflanzten dann die edlen Bäume.

Pflanzaktion

Pflanzaktion im Gemeindewald Alsbach (Foto: Georg Rausch)


Pflanzaktion

Pflanzaktion im Gemeindewald Alsbach (Foto: Georg Rausch)

Entmunitionierung der Waldflächen in der Fasanerie

In einer Waldfläche im Nordteil der Fasanerie wurde im Herbst 2017 eine Stabbrandbombe aus dem zweiten Weltkrieg gefunden. Die Waldfläche mussten daher zur Gefahrenabwehr auf Hinweis des Kampfmittelräumdienstes bis auf weiteres auch für Erholungssuchende gesperrt werden. Die gesperrten Flächen sind durch entsprechende Beschilderungen an den Waldwegen eindeutig zu erkennen. Wir bitten die betreffenden Flächen nicht zu betreten.
Die potentiellen Waldflächen werden in den nächsten Wochen auf mögliche Munitionsreste abgesucht. Sodass im Anschluss die Waldflächen wieder freigegeben werden können.
Bei weiteren Fragen können Sie sich an uns wenden.

Begeisterte Erweiterung der Erlebnisallee

5 Stieleichen haben am Samstag, 17. März 2018 die rund 25 begeisterten Bürgerinnen und Bürger an der Erlebnisallee an der Kalkofenschneise gepflanzt.
Die jungen Eichen wurden aus unterschiedlichen Ereignissen gepflanzt unter anderem zur Geburt oder als Stammbaum. Alle gepflanzten Bäume sind mit einen beschrifteten Schild gekennzeichnet, Waldbesucher können den Namen des gepflanzten und dessen Ereignis direkt vor Ort erleben.
Hier finden Sie die Erlebnisallee....

Wenn auch Sie gerne ein wichtiges Ereignis in Ihrem Leben mit dem beständigen Symbol eines Baumes verbinden möchten, dann können Sie sich gerne an das Forstamt Darmstadt wenden. Der nächste Baumpflanztag findet am Sonntag 28. Oktober 2018 statt.
In unserem Flyer [PDF, 3,9 MB] finden Sie nähere Informationen zu unserer Erlebnisallee.
Bei Fragen können Sie gerne das Forstamt Darmstadt ansprechen!

Erlebnisallee Pflanzung Frühjahr 2018

Erlebnisallee Pflanzung Frühjahr 2018 (Foto: T.Lehmann)

Erlebnisallee Pflanzung Frühjahr 2018, Gepflanzter Baum

Erlebnisallee Pflanzung Frühjahr 2018 (Foto: T.Lehmann)

Neue Eichen für den Faulbruch

Holzerntemaßnahmen im Bereich Faulbruch schaffen neue Waldbereiche für Eichenanpflanzungen.

In den letzten Wochen wurden im Waldbereich angrenzend an das Naturschutzgebiet Faulbruch Holzerntemaßnahmen im Wald durchgeführt. Abweichend zur sonst üblichen Entnahme von Einzelbäumen wurden sowohl westlich wie auch östlich der S-Bahnlinie jeweils eine Fläche von ca. 0,5 ha Größe vollständig von den dort wachsenden Kiefern und Buchen geräumt. Nur so konnten Freiflächen entstehen, die für die Neuanpflanzung von Eichen geeignet sind. Zielsetzung im Naturschutzgebiet ist es zusätzliche Lebensräume für die Baumart Eiche zu schaffen. Dazu benötigen wir dringend Flächen für den Nachwuchs dieser Baumart. Eichen kann man jedoch nicht unter dem Schirm alter Buchen und Kiefern pflanzen. Die Eiche benötigt gerade in Ihren Jugendjahren sehr viel Licht zum Wachsen. Wir mussten daher in gewissem umfang Freiflächen schaffen, damit die Eichen, die bereits in den nächsten Wochen bzw. im Herbst dieses Jahres gepflanzt werden sollen, wachsen können, erklärt Harmut Müller, der Forstamtsleiter des Fortsamtes Darmstadt. Selbstverständlich haben die Maßnahmen vorab mit der zuständigen Naturschutzbehörde beim RP Darmstadt abgestimmt. Die Fällungsmaßnahmen haben wir im Januar und Februar und somit außerhalb der Brut- und Setzzeiten der Tiere durchgeführt. Die Maßnahmen sind jetzt weitgehend abgeschlossen. Sobald das Holz abtransportiert ist, werden wo erforderlich die Waldwege wieder hergerichtet. Wir versprechen uns durch diese Maßnahme auch bezüglich des Biotop- und Artenschutzes eine weitere Aufwertung dieses Waldgebietes. Die Baumart Eiche ist zudem an die nicht mehr abwendbaren klimatischen Veränderungen deutlich besser angepasst als die aktuellen dort wachsenden
Buchenbestände. In den nächsten Jahren werden wir in geringem Umfang diese Maßnahmen zur Förderung der Eiche fortsetzen. Wir bitten daher die Waldbesucher und Erholungssuchenden um Verständnis für diese Maßnahmen.

Neue_Eichen_im_Faulbruch_Foto:_Rainer_Seibold

Neue Eichen im Faulbruch, Foto: Rainer Seibold

Darmstädter Namensbäume

60 Verstorbene Personen haben bereits einen Namensbaum im Darmstädter Ostwald. Wir wollen das Thema neu aufgreifen den Flyer aus dem Jahr 2004 neu gestalten. Dazu benötigen wir „Ihre Hilfe“. Sicher fällt Ihnen eine verstorbene Person ein, die durch Ihre Lebensleistung für die Menschen in Darmstadt etwa in den Bereichen Politik, Wissenschaft, Kunst, Sport oder im Rahmen ein besonderen Ehrenamtes herausragendes geleistet hat und durch einen solchen Namensbaum geehrt werden sollte. Bitte lassen Sie uns Ihre Vorschläge auf folgendem Formular per Mail, fax oder per Post bis zum 1. April 2018 zukommen. In einer Auswahlkommission werden wir die neuen Namensbaumträger aussuchen. Sie werden anlässlich der Einweihung der neuen Namensbäume dabei sein. Gleichzeitig verlosen wir unter allen Einsendern fünf Weihnachtsbäume.

Kommunale FSC-Gruppe im Forstamt Darmstadt erhält FSC-Zertifikat

Es ist geschafft! „Seit unserer Informationsveranstaltung aller von uns betreuten kommunalen Waldeigentümer am 10.3. 2016 sind nun über eineinhalb Jahre vergangen. Die Städte Darmstadt und Ober-Ramstadt sowie die Gemeinden Seeheim-Jugenheim, Mühltal und Erzhausen haben sich im Anschluss zu einer kommunalen FSC-Gruppe unter Leitung des Forstamtes Darmstadt zusammengeschlossen,“ erklärt Hartmut Müller, der Leiter des Forstamtes Darmstadt.
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Waldschäden im Hessischen Ried

Die Vitalität der Wälder im Hessischen Ried im Westen der Stadt Darmstadt hat sich in diesem Jahr deutlich verschlechtert. Ursache hierfür sind verschiedene Schadfaktoren, unter anderem das trockene und sehr niederschlagsarme Frühjahr, tlw. hohe Temperaturen im Sommer sowie ein derzeit zum Teil massiver Engerlingsbefall des Maikäfers. In der Kiefer wird diese Situation noch verschärft durch den Pilz Diplodia, den Verursacher des Kieferntriebsterbens. Insgesamt läuft die Schadensentwicklung sehr rasant und führt tlw. zum flächigen Absterben der Kiefer.
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