Übersicht der hessischen Forstämter

Forstamt Darmstadt  –  Waldpädagogik und forstliche Umweltbildung

Waldpädagogik

Unser Waldpädagoge Peter Fischer (Foto: A. Schilling)

Unser Waldpädagoge Peter Fischer (Foto: A. Schilling)


Die Waldpädagogik ermöglicht das Kennenlernen des Naturraumes Wald mit seinen vielfältigen Funktionen, einschließlich der Arbeit im Wald. Unser Waldpädagogik- und Forstexperte Peter Fischer bietet neben Waldführungen für Schulklassen und Kindergärten auch zahlreiche Sonderveranstaltungen an, die viele Menschen für den Wald begeistern.

Mittlerweile zur Traditionsveranstaltung geworden ist der gemeinsame Waldspaziergang am Heiligabend den wir rechtzeitig an dieser Stelle ankündigen werden.


Führungen
Möchten Sie eine Führung zum Thema Waldpädagogik oder forstliche Umweltbildung vereinbaren?
Wir freuen uns! Verwenden Sie dazu bitte unser Anmeldeformular [PDF, 35 KB].

Eichel-Ernte für die Hähertische

Eichelhäher am Hähertisch (Foto: J. Kaffenberger)


Auf mittlerweile acht Hähertischen im Stadtwald Pfungstadt, welche im vergangenen Herbst von der Eschollbrücker Kinder- und Jugendförderung gebaut wurden, werden jetzt wieder Eicheln ausgelegt. Der etwa taubengroße Eichelhäher holt sich diese dort ab und versteckt sie im Waldboden als Wintervorrat. Da er nicht alle Eicheln wieder findet, wachsen aus einigen der Eicheln junge Eichen im Stadtwald Pfungstadt.
Noch ausbaufähig ist die Beteiligung der Bevölkerung an der vom Förster in der Presse anberaumten Eichelsammelaktion für die Hähertische. Neben zwei Mitgliedern des „Runden Tisches Wald“ war die Familie des Försters am vorletzten Samstag im Wald unterwegs. Da sich der Eichelsegen wohl auch bei den Wildschweinen rumgesprochen hat, war die Ausbeute nicht so hoch, reicht aber aus um einige Hähertische zu bestücken.
Sehr zur Freude des Försters hat die Gutenbergschule in Eschollbrücken, an welcher das Projekt 2014 startete, in Eigeninitiative mit zwei Schulklassen Eicheln im Wald gesammelt. Gemeinsam mit dem Förster wurden dann am 14. Oktober 2015 die Hähertische im Eschollbrücker Wald befüllt. Da die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrerinnen fleißig gesammelt haben, können diese Tische mehrmals aufgefüllt werden.
Hier [PDF, 1,5 MB] finden Sie eine Bauanleitung für "Hähertische", die dem "Forstmeister Eichelhäher" die Arbeit erleichtern, zum Herunterladen.

1. Forstlichen Seifenkistenrennen in Hessen - wir können auch was Anderes!!!

Das haben wir, die Forstämter Michelstadt und Darmstadt, am 19.Juli 2015 sehr eindrucksvoll am Südhang des Frankensteins im Forstamt Darmstadt demonstrieren können. Acht Teams mit insgesamt 17 Fahrerinnen und Fahrern starteten beim I. Forstlichen Seifenkistenrennen in Hessen.
Wie kommt man als Förster auf so eine Idee? Ganz einfach: das Produkt unserer Arbeit, Holz, ist in diesem Fall auch der Werkstoff für die Renngeräte. Bis auf Räder und Lenkung wurden die Seifenkisten vollständig aus Holz gebaut.
Denn, wie vielseitig dieser Rohstoff ist, wollten wir auch mal auf eine andere Art zeigen. So begann die Bauphase mit vielen Informationen zu den Themen Nachhaltigkeit, Globalisierung und Werkstoffkunde.
Sechs Teams haben gemeinsam in Darmstadt an ihren Kisten gebaut, unterstützt durch Väter, Mütter, Opas mit eigener Rennvergangenheit, Freunden der Familie und durch den Funktionsbeamten Waldpädagogik. Zwei weitere Kisten wurden in „Heimarbeit“ erstellt- die Comenius Schule baute während des Unterrichts, ein Team, mit einem Autokonstrukteur und einer Industriedesignerin als Helfer, baute in einer professionellen Heimwerkstatt.
Die Teams hatten die gleichen Grundabmessungen für die Rennfahrzeuge, die Aufbauten wurden jedoch sehr unterschiedlich gestaltet. Vom Old School Renner mit der Optik der 20er Jahre bis zum Dragster Design der 80er. war alles vertreten. Vom einfachen Sitz aus Holz bis zum Lederinterieur reichte die Spannweite der Innenausstattungen. Die Konstrukteure und Fahrzeugbauer haben zum Teil das erste Mal in ihrem Leben mit Holz etwas Größeres als einen Nistkasten gebaut. Hand- und Stichsäge, Feile, Raspel und der Akkuschrauber waren die hauptsächlichen Werkzeuge in der Bauphase, die zu ihrem Ende hin so knapp war, dass das Forstamtsteam noch zusätzliche Termine anbieten musste und die eigene Hessen- Forst Kiste immer noch unvollendet in der Werkstatt steht. An einer der Kisten musste sogar am Rennmorgen noch gearbeitet werden, da die Testphase Fehlfunktionen der Lenkung aufdeckte.

Das Fahrerinnenlager am Frankenstein


Ab 10.00 Uhr am Sonntagmorgen rollte ein Renntransporter nach dem anderen auf den Parkplatz vor der Burg Frankenstein. Zum Teil waren die Farben der Renner noch nicht richtig durchgetrocknet- aber alle Fahrerinnen und Fahrer waren so heiß auf das Rennen, dass der Lack sofort eingebrannt wurde.
Die technische Abnahme offenbarte geniale Lösungen bei Brems- und Lenkanlagen – von einfachen, aber zugelassenen Holz- bis zu Hightechbremsen. Der Seifenblasenauspuff des Damenteams gab im Stand nur zu Vermutungen Anlass, wie es nachher aussehen würde- funktionierte beim Rennen aber hervorragend.
Nach einem Trainingslauf bei allerbestem Wetter starteten wir um 13.00 Uhr das Rennen. Jürgen Maul aus Michelstadt gab im Wald das Startsignal, ich war der manuelle Zeitnehmer am anderen Streckenende.
Es war noch nicht einmal nötig aus Strecke und Zeit die Geschwindigkeit auszurechnen- ein Teil der Seifenkisten war mit der Renn App ausgestattet, die die Geschwindigkeit sofort anzeigte- fast 60 Stundenkilometer in einer Holzkiste, der Po 15 Zentimeter über dem Asphalt- dazu gehört Mut. Die begleitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Rennställe behielten per App die Wetterlage im Auge und ein aufziehendes Wolkenband wurde, tatsächlich richtig, mit „circa acht Minuten Starkregen“ sehr genau vorher angekündigt.
Nach zwei Stunden Rennen, zwei Stunden Daumendrücken und Anfeuerungsrufen war alles vorbei- der Sieger im stilsicheren „Böllerröller“ und Darmstadt 98er Lackierung brauchte nur eine halbe Sekunde weniger Zeit als der Zweitplatzierte, das Team der Comenius Schule.
Alle Teilnehmerinnen, Zuschauerinnen und Mitarbeiterinnen sowie ihre männlichen Pendants konnten vergnügt den Nachmittag beenden und auch die Rennleitung war mehr als glücklich, dass weder Material- noch Personenschäden zu beklagen waren.
Die Aftershowparty, zwei Wochen später, fand dann bei Wildschweinwürstchen und Salaten statt und natürlich wurde die Frage gestellt: „Machen wir das nächstes Jahr wieder?“- ich denke schon, denn der Erfolg kann sich sehen lassen.