Übersicht der hessischen Forstämter

Forstamt Darmstadt  –  Wildfleisch

Das Forstamt verkauft Ihnen frisches Wildfleisch der Saison

Im Forstamt können Sie frisches Wildbret ( Rehwild, Wildschweine und in begrenztem Umfang Damwild) als ganze Stücke erwerben. Wir vermitteln Ihnen gerne eine Person, die Ihnen das Wildbret küchenfertig aufbereitet.

Rehwild

Gewichtsklasse Preis in EUR
über 15 kg6,40 € / kg
über 10 - 15 kg6,00 € / kg
über 6 - 10 kg4,20 € / kg
bis 6 kg13,55 € / Stück

Schwarzwild (Wildschwein)

Gewichtsklasse Preis in EUR
über 50 kg1,50 € / kg
zwischen 15 - 50 kg2,00 € / kg
unter 15 kgpauschal 15 €

Alle Preise gelten für Wild in Decke und Schwarte. Preise zzgl. 10,7 % MWSt..
Zuzüglich Trichinenuntersuchungsgebühren in Höhe von 14,47 € zzgl. 10,7 % MWSt. pro Stück Schwarzwild.

Unser aktuelles Angebot können Sie auch dem Flyer [PDF, 490 KB] entnehmen.
Sie möchten in unsere Kundendatei aufgenommen werden? Dann füllen Sie hierzu einfach unser Kundenblatt [PDF, 87 KB] aus.
Bei Interesse oder Rückfragen nehmen Sie bitte direkt mit dem Forstamt Kontakt auf: Herr Blitz, Tel. 06151/4091-33.

Wild durchs Jahr

Für die meisten Wildarten beginnt im Februar oder März die Schonzeit. Erhöhte jagdliche Aktivität wird dann wieder zum 1. Mai einsetzen. Dann freuen sich die Jäger auf den Beginn der Rehbockjagd.
Der Höhepunkt des Jagdjahres liegt im Herbst und Winter. Ab November finden alljährlich größere Drückjagden statt. Zahlreiche Schützen jagen, unterstützt von Treibern und Jagdhunden, effektiv vor allem auf Schwarzwild und Rehwild.

WILD - Lecker!!! Wie komme ich eigentlich an Wild aus der Region…?
Nicht nur der Profi kann Wild aus dem Forstamt Darmstadt kaufen und verarbeiten: Wildbret von Hirsch, Wildschwein, Reh und Damwild kann direkt hier im Forstamt erworben werden. Ein Anruf genügt und unsere Mitarbeiter informieren Sie darüber, welche Stücke gerade verfügbar sind. Sollte das von Ihnen Gewünschte gerade nicht dabei sein, merken wir Sie gerne vor und informieren Sie, sobald etwas Passendes dabei ist! Dabei sollte jedoch immer etwas „Vorlauf“ eingeplant werden, insbesondere in der Adventszeit, da dann die Nachfrage besonders groß ist.

Ein ganzes Reh – oh weh…!?
Viele, die gerne Wildfleisch probieren möchten, werden wohl davon abgeschreckt, dass das Forstamt nur ganze, unzerlegte Stücke verkauft. Das bedeutet nicht, dass der Darmstädter Bürger, der sich hier am Forstamt meldet und nach einem Stück Wildschwein für einen Braten fragt, sich auf einmal seine 5 Quadratmeter Single-Küche mit einem 130-Kilo–Keiler teilen muss.
Zum einen vermitteln wir kompetente „Zerleger“, die das Stück günstig entweder zerteilt in Rücken, Keule, Blätter oder auch küchenfertig für unsere Kunden vorbereiten. Zum anderen bedeutet auch ein ganzes Stück Wild nicht unbedingt eine riesige Menge Fleisch. Beim Schwarzwild kann man 50%, beim Rehwild 30% des Verkaufsgewichts für Decke, Kopf, etc. abziehen. Insbesondere im Herbst erlegte junge Rehe wiegen nach dem Aufbrechen unter 15 kg und auch Schwarzwild ist in dieser Gewichtsklasse erhältlich.
Und nicht vergessen: Aus Knochen und Fleischresten lassen sich, ganz ohne Hilfe von künstlichen Aromen, natürliche und köstliche Saucen, Fonds und Brühen zubereiten. Also auf keinen Fall entsorgen!

WILD - Schmeckt das nicht „penetrant“?
Definitiv nein! Wildfleisch ist mager, cholesterinarm und besitzt einen äußerst feinen Geschmack. Auch „Großmutters Küchentrick“, als da wäre das Einlegen in Buttermilch um den sogenannten „Haut gout“ (also den penetrant-wilden Geschmack) zu entfernen, hat ausgedient. Wir verfügen über Kühlanlagen, in denen eine optimale Fleischreifung stattfindet und das Fleisch seinen delikaten Geschmack bewahrt.

WILD – ja sicher! Aber das kann man ja nur im Winter essen, oder…?
Schon wieder nein! Frisch erlegtes Wildbret erhält man in den folgenden Zeiträumen:

Wildfleisch macht sich auch auf dem Grill ausgesprochen gut (Foto: L. Götz)

Wildfleisch macht sich auch auf dem Grill ausgesprochen gut (Foto: L. Götz)

Rotwild: 1.August – 31.Dezember
Damwild: 1.August – 31.Januar
Schwarzwild: ganzjährig
Rehwild: 1.Mai - 31.Januar
Man kann Wildfleisch ohne Qualitätsverlust hervorragend über einen längeren Zeitraum von 6 bis 12 Monaten einfrieren.
Vielleicht denken Sie jetzt aber, dass Sie trotzdem im August bei 30°C im Schatten einfach nicht so viel Appetit haben auf Wildgulasch mit Knödeln und Rotkohl…
Wie wäre es dann mit Grillen? Eingelegt in eine leichte Marinade aus typischen Wildgewürzen und etwas Olivenöl kann jede! Wildart gegrillt werden. Wenn Sie das Wild vom Profi zerlegen lassen, schneidet er Ihnen auf Wunsch auch gerne dafür besonders geeignete Portionen, wie Steaks und Filetabschnitte zurecht. Eine gesunde und besondere Abwechslung für die sommerliche Grillparty!

Ist Jagd im Ballungsraum überhaupt notwendig?
Ja! Zwar haben Erholungssuchende oft den Eindruck, es gäbe im Wald kaum Wild, da man es ja nur sehr selten oder gar nicht zu Gesicht bekommt. Dennoch sind die Wilddichten in deutschen Wäldern hoch.
Schwarzwild, Damwild, Rotwild und Rehwild haben bei uns keine natürlichen Feinde. Zudem beträgt, abhängig von Witterung und Nahrungsangebot, der jährliche Zuwachs beim Schwarzwild bis zu 350%, beim Rehwild bis zu 130 % und beim Dam- und Rotwild bis zu 80% des weiblichen Grundbestandes. Nicht zu jagen würde folglich zu einem explosionsartigen Anstieg der Wildtierpopulation führen. Damit tut man auch dem Wild keinen Gefallen: Infektionskrankheiten wie Maul- und Klauenseuche oder Schweinepest können sich dann besser ausbreiten. Ebenfalls fallen bei hohen Wilddichten mehr Tiere dem Straßenverkehr zum Opfer. Während bei der sachkundig ausgeführten Jagd ein Tier ohne vorherigen Stress erlegt wird, quälen sich angefahrene oder kranke Tiere oft tagelang, bis sie den Tod finden.

Frischlinge - Frisch auf den Tisch? (Foto: M. Kalinka)


Der waidgerechte Jäger hat Respekt vor der Natur und dem Leben seiner Mitgeschöpfe. Ganz im Gegensatz zu Massentierhaltung, Tiertransporten und der Behandlung von Schlachttieren mit Antibiotika ist die Jagd ein traditionsreiches Handwerk, dass schon unsere Ahnen praktizierten. Es gibt uns die Möglichkeit, im Einklang mit der Natur ein hochwertiges Lebensmittel zu erhalten.
Die Darmstädter haben mit dem Jagdschloss Kranichstein und den im umliegenden Wald gelegenen romantischen Jagdpavillons „Dianaburg“ und „Alexanderburg“ vor ihrer Haustür den Beweis für die jagdliche Leidenschaft der Landgrafen von Hessen-Darmstadt. Noch viel mehr als in der heutigen Zeit war die Jagd ein gesellschaftliches Großereignis. Sie war lange Zeit dem Adel vorbehalten und wurde zu Pferd und mit großen Hundemeuten zelebriert.

Übrigens würden wir uns freuen, den „jagdlich Neugierigen“ einmal im Kranichsteiner Wald auf der „Jagdhistorischen Pirsch“ oder auf der „Besucherkanzel“ anzutreffen. Informationen dazu finden Sie u.a. in unseren Flyern, die Sie hier erhalten:
•Parkplatz „Zeughaus“ des Jagdschlosses „Kranichstein“
•Kasse „Zeughaus“ des Jagdschlosses „Kranichstein“
•Parkplatz Wertholzlagerplatz an der Kranichsteiner Straße

Weitere Infos zur Jagdhistorischen Pirsch finden Sie hier.

Kochen mit Wildfleisch

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