Übersicht der hessischen Forstämter

Forstamt Rüdesheim  –  Aktuelles

Sommerwanderung im Wald ohne Reue - mit Vorsicht bei Zecken!

Bei den sommerlichen Wanderungen kann es immer einmal vorkommen, dass eine Zecke sich auf der Kleidung niederlässt - mit dem richtigen Verhalten ist dabei Wandern ohne Reue garantiert.

HP_Zecke

Zecken oder "Holzböcke" Foto A. Dietz

An Waldrändern, auf Kulturflächen, in höherem Bewuchs, d.h. überall da, wo die Wirtstiere (Säugetiere und der Mensch) öfter mal vorbeikommen, leben die Zecken oder "Holzböcke", wie sie im Volksmund genannt werden. Sie bevorzugen grenzlinienreiche Landschaften; tiefer im Wald/in älteren Waldbeständen ist eher ein weniger hoher Besatz mit Zecken
Die Zecken gehen im „Vorbeigehen“ auf den Wirt über und bleiben im Fell oder in der Kleidung hängen. Sie suchen sich dann eine warme Stelle mit weicher Haut. Dort bohrt die Zecke dann den Stachel in die Haut. Zunächst wird ein gerinnungshemmender Stoff abgegeben, bevor die Zecke mit dem Saugen beginnt. Hierdurch kommt es zu der üblichen Stichreaktion, die man auch von anderen Insektenstichen kennt. Zunächst also noch nichts Bedenkliches. Während des Saugens werden, sofern vorhanden, Krankheitserreger übertragen. Je länger der Saugvorgang möglich ist (bis z.B. der Mensch die Zecke entdeckt und entfernt), desto mehr Erreger können auf das Wirtstier oder den Menschen übertragen werden. Gefährlich sind vor allem die Erreger der FSME (Frühsommer-Enzephalo-Meningitis = Hirnhautentzündung) und die Erreger der Borreliose.
Nach dem Saugen fällt die gefüllte Zecke ab. Eine einmal entfernte Zecke kann sich nicht mehr so gut festsaugen, da sie, wenn ggf. auch nur teilweise gefüllt, nicht mehr so beweglich ist.
Ca. 2 – 5 % der Zecken tragen FSME-Erreger; 5 – 35 % der Zecken tragen Borrelien (Literaturangabe).
Gegen FSME ist eine Schutzimpfung möglich; Borreliosen müssen nach Auftreten bzw. Infektion vom Hausarzt behandelt werden.

Vorbeugendes richtiges Verhalten in der Natur

1.Schutzimpfung gegen die FSME
2.Enganliegende Kleidung und Kopfbedeckung sind zu empfehlen; helle Kleidung
(man findet die Zecken besser)
3.Waldrandbereiche meiden, tiefer im Wald gibt es weniger Zecken
4.Nach dem Aufenthalt im Freien = Kleidung ausziehen, ausschütteln
5.Zuhause dann duschen und dabei den Körper auf Zecken absuchen

Entfernen von Zecken

1.Nicht mit Öl oder Alkohol beträufeln; Zecke spuckt mehr Sekret aus! (die Zecke
hat dann sozusagen Atemnot)
2.Mechanisch mit Zeckenzange, Pinzette oder Zeckenkarte entfernen
3.Herausdrehen (Tipp von früher) ist nicht erforderlich, da es keinen erkennbaren
morphologischen Grund dafür gibt.
4.Ganz kleine Zecken (Nymphen) kann man auch einfach mit dem Fingernagel
abkratzen, wenn sie noch nicht fest sitzen
5.Im Zweifel immer: Hausarzt zum Entfernen aufsuchen und auch immer dann,
wenn die Rötung der Bissstelle (Bissstelle markieren!)
nicht zurück geht oder sich entzündet (Wanderröte)

Die Esskastanie ist Baum des Jahres 2018 - Ministerin Hinz kommt zu Besuch

Tag des Baumes

Veranstaltung zum Tag des Baumes 2018, Foto A. Dietz

Umweltministerin Priska Hinz pflanzt mit Kindern eine Edelkastanie im Wallufer Gemeindewald

Anlässlich des Tages des Baumes besuchte Umweltministerin Hinz den Gemeindewald von Walluf, um mit Kindern der örtlichen Kindergärten eine Edelkastanie zu pflanzen.

Gemeinsam mit Vertretern der Gemeinde, der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und der interessierten Öffentlichkeit zog man am sogenannten "Nussberg" in der Wald.
Die Vorbereitungen stimmten, das Pflanzloch war bereits ausgehoben und nach einigen interessanten Information des Vertreters der SDW allgemein zur Baumart und Erläuterungen von Förster Klaus Peter Steiner zum größten Vorkommen der Esskastanie in Hessen im Wallufer Wald halfen die Kinder der Ministerin, den Baum zu setzen.
Ein kleiner Imbiss rundete bei bestem Wetter den gelungenen Tag ab. Das Beste dabei war die Kostprobe von Esskastanienhonig, von der jeder Teilnehmer probieren durfte.


Zur Baumart:



Diesmal hat eine in Deutschland nur regional auftretende Baumart das Rennen gemacht ... die Esskastanie (Castanea sative) wurde der 30. Jahresbaum, ausgewählt von der Dr.-Silvius-Wodarz-Stiftung "Baum des Jahres".

Schwebfliege

Kastanienblüte mit Schwebfliege Foto A. Dietz

In vielen anderen Gegenden in Deutschland nicht so bekannt, ist die Esskastanie im Rheingau eine verbreitete und bekannte Baumart.
Sogar einen anerkannten Saatgutbestand haben wir im Rheingau, in dem jährlich Kastanien für die Erhaltung und Vermehrung dieser interessanten Baumart gewonnen werden.

Diese Laubbaumart mit ringporigem Holz, sehr verbreitet am Südabhang der Alpen und im Mittelmeer-Raum, kam vor etwa 2000 bis 2400 Jahren durch die Römer oder die Griechen zu uns nach Mitteleuropa.
Besonders im Bereich der Gebiete mit Weinbauklima, aber zum Beispiel auch am Südhang des Taunus gedeiht sie und liefert mit dem Nektar ihrer auffallenden und stark duftenden Blüten einen besonderen Honig, der nicht nur unsere Honigbienen, sondern auch zahlreiche andere Insekten anlockt und versorgt. Die Blüten sind sehr filigrane und faszinierende Gebilde, die einem erst auffallen, wenn man genauer hinschaut. Die Esskastanie liefert uns über die Bienen den "Kastanienhonig" und die wohlschmeckenden Kastanien, die uns als Maronen bekannt sind und zum Beispiel zum Füllen der Weihnachtsgänse genommen werden.

Im Laufe des Jahres werden wir zu den jeweils interessanten Zeiten noch mehrmals auf diese schöne und interessante Baumart eingehen. Wenn Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte jederzeit gerne an das Hessische Forstamt in Rüdesheim am Rhein unter der Nummer 06722-9427-12.

Erfolgreiches FSC-Audit im Schlangenbader Wald

FSC-Audit Schlangenbad

FSC-Audit im Schlangenbader Wald; Foto A. Dietz

Erneut wurde die gute fachliche Betreuung des Schlangenbader Waldes durch HessenForst in enger Zusammenarbeit mit den Gemeinde Schlangenbad bestätigt.
Am 10. Juli traf sich das Audit-Team, bestehend aus dem Auditor der Fa. GFA-CERT, die im Auftrag von FSC-Deutschland die Überprüfung vornimmt, und Vertretern des Forstamts Rüdesheim und der Gemeinde Schlangenbad. Gegenstand der Überprüfung durch FSC-Deutschland sind die vielfältigen Fragestellungen dazu, ob die Betriebsführung und Betriebsstrategie den wesentlichen Anforderungen des Zertifikatumfangs gerecht werden. Dabei geht es auch um ökologische und soziale Aspekte und darum, ob die festgelegten Ziele nachhaltig und effektiv erfüllt bzw. erreicht wurden. Im Laufe der Überprüfung werden auch potentiell verbesserungswürdige Bereiche identifiziert, für die Maßnahmen dann in der Regel kurzfristig umsetzbar sind. Das Abschlussgespräch fand am Nachmittag des durchaus anstrengenden Tages im Schlangenbader Wald im Rathaus der Gemeinde Schlangenbad gemeinsam mit dem Bürgermeister der Gemeinde Schlangenbad statt.
Dabei konnte der Auditor ein durchweg positives Ergebnis festhalten.