Übersicht der hessischen Forstämter

Forstamt Rüdesheim  –  Kurzportrait

Aufgaben des Forstamt Rüdesheim

Allgemeine Informationen

Das Forstamt Rüdesheim mit Sitz in Rüdesheim am Rhein umfasst eine Waldfläche von rund 17.600 Hektar, wovon ca. 17.600 Hektar vom Forstamt im Auftrag der jeweiligen Waldbesitzer betreut werden. Neben dem Staatswald und einigen größeren Privatwäldern sind das vor allen Dingen die Waldflächen der Städte Geisenheim, Lorch, Rüdesheim, Oestrich-Winkel und Eltville und der Gemeinden Kiedrich, Walluf und Schlangenbad. Der forsttechnische Betrieb auf dieser Waldfläche wird von 10 Revierförstereien durchgeführt.

Zielsetzungen

Alle Waldbesitzer haben das Ziel, aus ihrem Wald auf der Grundlage nachhaltiger Forstwirtschaft und unter Bewahrung der Schutz- und Erholungsfunktionen Gewinne zu erwirtschaften. Gerade der Forstbetrieb ist oft der einzige kommunale Teilbetrieb, der überhaupt Gewinne erwirtschaftet und so zur Verbesserung der Finanzlage einer Kommune beiträgt. Zum Erhalt einer artenreichen und gesunden Waldvegetation sind angepasste Wildbestände erforderlich. Die dazu notwendige artgerechte Bejagung der heimischen Wildarten Rotwild, Muffelwild, Rehwild und Schwarzwild ist in den Wäldern aller Besitzarten im Forstamtsbereich eines unserer wichtigsten Ziele.

Rohstofffunktion

Rohstoff Holz



Waldfunktionen

  1. Erwerbswirtschaftliche und finanzielle Funktion
  2. Rohstofffunktion (Bereitstellung des regenerativen Rohstoffes Holz)
  3. Arbeitsplatzfunktion
  4. Schutzfunktion
  5. Bodenschutzfunktion; bes. Erosionsschutz in Steilhanglagen
  6. Wasserschutzfunktion (es gibt zahlreiche Tiefbrunnen)
  7. Klimaschutzfunktion (Schutz der Weinbergslagen vor Spätfrösten)
  8. Arten- und Biotopschutz





Holzeinschlag

Der nachhaltige jährliche Einschlag im öffentlichen Wald beträgt ca. 92.000 Erntefestmeter.Die heutige Baumartenzusammensetzung nach der jeweils wirtschaftsbestimmenden Baumart stellt sich wie folgt dar:

Baumartenverteilung

Baumartenverteilung nach Bestaenden


















Geologie, waldbaulich-ökologische Grundlagen

Taunusquarzit, teilweise Quarzitschiefer mit Lößlehm, Bunte Schiefer und Hunsrück-Schiefer bilden das Grundgestein; es gibt kleinflächige Basaltdurchbrüche.
Die Jahresniederschläge liegen bei 550 - 770 mm.
Die potenziellen natürlichen Waldgesellschaften setzen sich zusammen aus Hainsimsen-Buchenwald, Flattergras-Buchenwald und Perlgras.-Buchenwald sowie örtlich thermophilen Birken-Eichen-Waldgesellschaften mit Felsenahorn und kleinflächigen bachbegleitenden Waldgesellschaften (Eschen-Erlen-Wäldern).

Vorkommen seltener Tierarten

Im Rheingauer Wald brüten der Schwarzstorch, der Uhu, der Rote Milan und der Wanderfalke. Der Wald beheimatet das wohl größte Verbreitungsgebiet der Wildkatze in Hessen. Der Luchs kommt ebenfalls vor. Für die Äskulap-Natter und die Wildkatze haben wir die Artenschutz-Patenschaft übernommen.

Schwarzstorch

Schwarzstorch