Übersicht der hessischen Forstämter

Forstamt Schotten  –  Aktuelles

Die Borkenkäfer sind auf dem Vormarsch!

Aufgrund der Vorschäden des Jahres 2018 ist ab diesem Frühjahr mit einer starken Ausbreitung der Borkenkäfer an den Nadelbaumarten zu rechnen. Je nach Witterungsverlauf und Temperaturen werden die überwinternden Käfer etwa ab Mitte März wieder aktiv und versuchen, neue Wirtsbäume zu besiedeln. Da viele Bäume die Folgen des extremen Trockensommers noch nicht überwunden haben, bestehen voraussichtlich gute Bedingungen für eine Massenvermehrung.
Es gilt, beginnenden Befall möglichst schnell zu identifizieren und die weitere Ausbreitung zu verhindern. Im betreuten Wald werden ab Mitte März alle gefährdeten Flächen im ein- bis zweiwöchigen Turnus abgelaufen und intensiv auf erste Anzeichen eines Befalls untersucht. Für dieses Monitoring setzen wir auch externe Fachkräfte ein, deren Kosten das Land trägt. Positive Befunde werden vor Ort markiert und im Privatwald unverzüglich der Besitzer informiert. Trotzdem sollten alle Waldbesitzer mit Nadelholzbeständen möglichst auch selbst auf Anzeichen von Borkenkäferbefall achten und bei entsprechenden Beobachtungen sofort mit der zuständigen Revierleitung Kontakt aufnehmen.
Bei akutem Befall bleibt nur wenig Zeit, wirksame Maßnahmen zu ergreifen. In jedem Fall müssen die befallenen Bäume aus dem Bestand geschafft werden. Wenn keine frühzeitige Entrindung oder Abfuhr des Holzes möglich ist, kommt eventuell noch der Transport auf Lagerplätze außerhalb des Waldes in Betracht. Wirklich nur letzte Option zum Schutz der Waldbestände ist die Behandlung der Holzpolter am Weg mit Insektiziden.
Bei bereits vollständig abgefallener Rinde ist keine Ansteckungsgefahr mehr gegeben. Diese Bäume können von dem überforderten Holzmarkt derzeit nicht aufgenommen werden und sollten stehen bleiben oder im Privatwald als Brennholz selbst verwertet werden.
Das Forstamt berät gerne auch nicht betreute Waldbesitzer über allgemeine Forstschutzmaßnahmen. Wenn Waldbesitzer ihrer gesetzlichen Verpflichtung zur Abwehr von Borkenkäferschäden nicht nachkommen, muss das Forstamt als Untere Forstbehörde allerdings entsprechende Anordnungen treffen.

Spurensuche nach Luchs & Co - Mitmachen erwünscht!

In Zusammenarbeit mit dem Förderverein Vogelsbergluchs wollen wir am Sonntag, dem 17. Februar oder einem der darauf folgenden Sonntage an verschiedenen Stellen im Oberwald eine Abspuraktion durchführen. Zweck der Aktion ist eine Auswertung der vorgefundenen Tierspuren auf Hinweise über die Anwesenheit eines Luchses im Vogelsberg. Voraussetzung ist eine nicht zu alte Schneedecke, auf der die Spuren gut zu erkennen sind.
Falls Sie Interesse haben, sind Sie herzlich zur Teilnahme eingeladen. Auch wenn wir keine Luchsspuren finden, erfahren Sie von unseren Fachleuten viel Wissenswertes zum Luchs und den anderen Wildtieren in unseren Wäldern. Wenn Sie bereit sind, an einem Sonntag Morgen um 8 Uhr zu einem ca. zweistündigen Spaziergang durch den Winterwald aufzubrechen, können Sie sich gerne unter der Telefonnummer 06044/96160 oder E-Mail anmelden. Über den genauen Termin und den Treffpunkt werden Sie dann per Telefon oder E-Mail informiert, sobald günstige Witterungsbedingungen mit ausreichender Sicherheit absehbar sind. Die Teilnahme ist kostenlos.

Fischereiverpachtung

Das Forstamt Schotten verpachtet folgende Fischereistrecke:
Ortenröder Bach zwischen Gemünden-Hainbach und Nieder-Gemünden.
Interessenten wenden sich bitte an Uwe Prihoda.

Wildkatzen gesucht!

Vor allem am Straßenrand werden immer wieder verunfallte wildfarbene Katzen gefunden, bei denen es sich um Wildkatzen handeln kann. Wenn Sie eine solche tote „Verdachts-Wildkatze“ entdecken oder über einen Fund informiert werden, melden Sie den Fundort bitte unserem Wildkatzen-Ansprechpartner Klaus Pfarrer

Wir entnehmen der verunfallten Katze vor Ort eine kleine Gewebe- oder Haarprobe zur genetischen Artbestimmung. Auf diesem Weg werden Informationen zum Vorkommen der Wildkatze gewonnen. Kenntnisse über die Verbreitung dieser streng geschützten und gefährdeten Art geben wichtige Hinweise zur Zulässigkeit von Landschaft beanspruchenden Planungen oder Vorhaben. Sie helfen uns, wirksame Maßnahmen zum Schutz der Wildkatze zu ergreifen.