Übersicht der hessischen Forstämter

Forstamt Weilrod  –  Walderlebnisse

Das Forstamt Weilrod betreut eine der schönsten Mittelgebirgslandschaften in Hessen. Unsere Mitarbeiter kennen sich in „ihrem“ Wald sehr gut aus und wissen, wo es schöne Ausblicke und abwechslungsreiche Wanderstrecken gibt.

Wir bieten Ihnen Walderlebnisse für Gruppen aller Altersklassen. Gerne gehen wir auf Ihre Themenwünsche ein: sei es die Waldhistorie, Naturschutz im Wald oder die moderne Waldbewirtschaftung.

Förster ist kein Beruf – es ist eine Lebenseinstellung

Unsere Revierleiter kümmern sich 365 Tage im Jahr nach bestem Wissen und Gewissen um den Wald. Viele kommen auch in Ihrer Freizeit nicht von diesem Thema ab und organisieren sich in diversen Gruppen. Einigen ist es gelungen, den Wald für mehr Menschen interessant zu machen. So sind in manchen Revieren Walderlebnis-Pfade entstanden, die wir Ihnen hier kurz vorstellen möchten:

  • Pfad der Jahresbäume - Revier Grävenwiesbach-West

    Anläßlich des 25-jährigen Bestehens der Vogel- und Naturschutzgruppe Grävenwiesbach e.V. , in der unser Revierleiter Uwe Neun tätig ist, wurde im Jahr 2008 der "Pfad der Jahresbäume" mit Hilfe des Naturpark Hochtaunus entwickelt. Der 5,5 km lange Wanderweg führt vom Bahnhof Grävenwiesbach über Wald- und Feldwege zum Bahnhof Wilhelmsdorf. Am Wegesrand finden Sie Jahresbäume ab 1989, über die sie sich auf den vorhandenen Tafeln informieren können. Besonders interessant sind einzelne Exemplare, die mehrere Jahrhunderte alt sind, wie die z.B die „Dicke Eiche“ im Laubacher Feld, oder auch Bäume, die deutlich über 100 Jahre alt sind, wie die Buche, Tanne, Esche im Sauwald.

    Weitere Informationen finden Sie hier



  • Wildschwein Route - Revier Neu-Anspach

    Auf Initiative der Aktivgruppe "Bürger für Bürger", des Zweckverband Hochtaunus, der Stadt Neu-Anspach und des Forstamt Weilrod wurde der Naturerlebnispfad Wildschwein-Route eingerichtet. Unser Revierleiter Hans-Peter Groos betreut das Walderlebnis von Beginn an.
    Der Naturerlebnispfad „Wildschweinroute“ gibt Besuchern die Möglichkeit mehr über den Wald und seine Bewohner herauszufinden. An zahlreichen Stationen werden Aufgaben gestellt und Hinweise auf das Umfeld gegeben, so dass sich kleine und große Besucher in Ihrer Umgebung einleben. Der Rundweg führt 4 km über Wald, Feld und Flur.
    Weitere Informationen finden Sie hier


Hartig-Walderlebnispfad im Freilichtmuseum Hessenpark (Neu-Anspach)

Der Begriff der „Nachhaltigkeit” ist heute in aller Munde.
Doch kaum jemand weiß, dass der Forstmann Georg Ludwig Hartig (1764 – 1837) aus dem hessischen Gladenbach die Idee zur Nachhaltigkeit hatte und diesen Begriff geprägt hat.

Im 18. Jahrhundert herrschte akute Holznot durch eine Übernutzung des Waldes. Hartig machte es sich zur Lebensaufgabe, die heruntergewirtschafteten Wälder wieder in gute Verfassung zu bringen. Er sammelte sein Wissen in Lehrbüchern und schuf so eine Basis für die forstliche Ausbildung.


Hartig-Walderlebnispfad

Hartig-Walderlebnispfad

Die, 1987 von der Landesforstverwaltung ins Leben gerufene, Georg-Ludwig-Hartig-Stiftung hat in Zusammenarbeit mit der Freilichtmuseum Hessenpark GmbH, HessenForst, der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Landesverband Hessen e. V., dem Wichtelland e. V. – Verein für Naturpädagogik und mit der Unterstützung des hr fernsehens – hessenquiz den Hartig-Walderlebnispfad erarbeitet.

Hartig-Walderlebnispfad

Hartig-Walderlebnispfad

Der Walderlebnispfad ist eine Einladung an alle, den Wald mit allen Sinnen zu entdecken.

Schwerpunkte:

  • Kennenlernen der verschiedenen Baum- und Holzarten und deren Verwendung
  • Einblick in die Waldarbeit und Waldnutzungen
  • Kennenlernen der heimischen Tierarten
  • Mitmachelemente (Fühlkasten, Riechorgel, Xylophon)
  • Denksteine zu aktuellen Themen

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Wildkatzen-Walderlebnispfad (Ober-Mörlen)

Wildkatzen sind keine davongelaufenen Hauskatzen. Schon vor über 500.000 Jahren durchstreifte die heimische Art unsere europäischen Wälder. Sie leben in strukturreichen Laubmischwäldern, nutzen Baum- und Felshöhlen, Wurzeln und Totholz als Versteck. Wildkatzen haben einen buschigeren Schwanz, die Fellzeichnung ist eher verwaschen als kontrastreich und sie sind kräftiger als Hauskatzen.

Wildkatze

Wildkatze (Foto: Wolfgang Karpa)

Im 19. Jahrhundert wurde die Jagd auf die Wildkatzen ausgerufen, wodurch sie fast ausgerottet wurden. Heute leben noch wenige Wildkatzen in verstreuter Isolation. Die Ausbreitung in neue Reviere ist durch Gefahren der Verdrängung durch die Bevölkerung und die Todesfalle „Straße” fast unmöglich.

Ohne eine Vernetzung ihrer Lebensräume und die Möglichkeit zur Ausbreitung hat die Wildkatze auf Dauer keine Chance! Bereits jetzt steht sie in der Roten Liste Deutschlands als „gefährdet“. Nur durch angelegte und respektierte sog. „grüne Korridore” zwischen Waldgebieten kann die Wildkatze wieder unbeschadet auf Wanderschaft gehen.


Um die Bevölkerung auf diese Problematik hinzuweisen und mehr über das Leben der Wildkatze bekannt zu machen, wurde im Mai 2012 der Wildkatzen-Walderlebnispfad (auf Initiative des Bund für Umwelt und Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Hessen e.V. in Kooperation mit HessenForst und dem Naturpark Hochtaunus) eröffnet.

Auf dem sieben Kilometer langen Erlebnispfad rund um den Winterstein bei Ober-Mörlen können sich Besucher über die heimliche Waldbewohnerin informieren und vor allem viel Spannendes erleben.
Das WILDKATZEN-Walderlebnis soll ein Gefühl für das wilde Leben im Wald vermitteln und auch ein bisschen abenteuerlich sein. Darum führt der Weg auf vielen Strecken über schmale Trampelfpfade. Für die Wanderung werden drei bis vier Stunden benötigt.

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