Übersicht der hessischen Forstämter

Forstamt Wiesbaden-Chausseehaus  –  Aktuelles

Kalkung zum Schutz der Wälder

Hubschrauber mit Kalkkübel streut über Bestand

Ausbringen des Kalkes

In den nächsten Wochen werden Teile der hiesigen Wälder aus der Luft mittels Hubschrauber gekalkt. Ausgebracht wird feinkörniger, mild wirkender Magnesiumkalk in einer Aufwandsmenge von 3 to pro ha. Das entspricht einer Menge von 300 Gramm/m². Insgesamt sind 460 ha in den Wäldern der Stadt Taunusstein, Stadt Idstein und der Gemeinde Waldems für die Kalkung vorgesehen.
Im Einzelnen liegen die Schwerpunkte für den Stadtwald Taunusstein zwischen Orlen und Niederlibbach; für den Stadtwald Idstein im Walsdorfer Loh Richtung Steinfischbach und für den Gemeindewald Waldems zwischen Seelenberg und Wüstems.

Der Einsatz beginnt voraussichtlich Anfang der 47. Kalenderwoche im Bereich Seelenberg und wird seinen Verlauf wie oben beschrieben nehmen. Je nach Witterungsverlauf werden die Arbeiten ca. zwei Wochen andauern.

Die zu kalkenden Waldflächen dürfen während der Hubschrauberbefliegung aus Sicherheitsgründen nicht betreten werden. Erholungssuchende werden gebeten, in diesem Zeitraum auf andere Waldbereiche auszuweichen. Da der Kalk teilweise auf Wegen zwischengelagert wird, ist dort die Befahrung zeitweise nicht möglich.

Für die vorübergehenden Einschränkungen und Lärmbelästigungen bittet das Forstamt die Anwohner und Waldbesucher um Verständnis.



Streuender Heli im Hintergrund. Stehender Heli im Vordergrund

























Zur Planung Ihres nächsten Waldspaziergangs sind die einzelnen Bereiche der diesjährigen Kalkung auf folgenden Karten ersichtlich:

Info


Die Kalkungen schützen Waldböden vor Versauerung. Obwohl der Einbau moderner Filtertechnik in Industrieanlagen zur Verringerung von Schwefeldioxid und den daraus resultierenden Sulfateinträgen beigetragen haben, liegen die Werte noch über dem Dreifachen dessen, was Waldböden an Säure vertragen und abpuffern können. Die weiterhin hohen Belastungen stammen heute in erster Linie vom Straßen- und Luftverkehr. Durch Abgase werden große Mengen Stickoxide freigesetzt, die in der Luft zu Nitrat umgewandelt und durch die Blatt- bzw. Nadeloberflächen der Wälder aus der Luft gefiltert werden. Im Waldboden werden dadurch Versauerungen ausgelöst, die die Baumwurzeln schädigen und die Wälder destabilisieren.
Um weitere Versauerungen zu minimieren, werden vom Forstamt die Kalkungs-maßnahmen durchgeführt. Der fein gemahlene Kalk ist in der Lage, die weiteren Säureeinträge oberflächlich zu neutralisieren, die fortschreitende Versauerung aufzuhalten und dem angeschlagenen Wald eine Atempause zu verschaffen. Eine Stabilisierung der Waldökosysteme und auch ein Schutz des Grundwassers kann dadurch erreicht werden. Eine Dauerlösung sind die Kalkungen jedoch nicht. Letztendlich helfen nur deutliche Reduktionen der Luftschadstoffe und hier insbesondere der Stickstoffeinträge.

Vom Wertholz zu Brennholz - in nur einer Nacht

Am 01.08.2017 verursachte ein Gewitter mit starken Stürmen ganz erhebliche Schäden, vor allem in unseren Wäldern.
Der Schwerpunkt der Gewitterereignisse lag am Morgen dieses Tages insbesondere in den Wäldern nördlich der Landeshauptstadt. Hier sind außergewöhnlich starke Schäden festzustellen.
Nach derzeitiger Abschätzung sind auch angrenzende Bereiche der Stadtwälder Idstein und Taunusstein sowie des Gemeindewalds Niedernhausen in Mitleidenschaft gezogen.
Vor allem am 1. August und den beiden Folgetagen galt es zunächst, die öffentliche Infrastruktur wieder herzustellen, z.B. die Straßen über „Platte“, „Eiserne Hand“ und „Hohe Wurzel“ wieder befahrbar zu machen. Hierbei haben die Mitarbeiter des Forstamts, die städtischen Forstwirte aus Idstein und Taunusstein Hervorragendes geleistet. Unterstützt durch schweres Gerät von Unternehmern wurden diese extrem gefährlichen, aber auch schnell zu erledigenden Arbeiten gemeistert. In der Folge wird nun die Infrastruktur innerhalb des Waldes wieder hergestellt und - zumindest die Hauptwege - wieder befahrbar gemacht.
Parallel dazu hat das Forstamt bereits am 01.08. damit begonnen, fachkompetente Unternehmer und Partner mit entsprechender Ausstattung zu binden, um die Monate beanspruchende Aufarbeitung der Sturmhölzer zu sichern. Dabei wird es vor allem auf die bei solcher gefährlichen Arbeit notwendige Besonnenheit ankommen, ohne gleichzeitig zu hohe Qualitätsverluste bei dem geworfenen Holz zu riskieren.
Zuletzt genannter Aspekt gilt vor allem für das zum Teil überdurchschnittlich bei den Sturmwürfen betroffene dicke Laubholz (Buche).
Ebenfalls bereits seit 01. August laufen die vom Forstamt initiierten Verhandlungen mit den Holzkäufern, die bereit und in der Lage sind, die großen Holzmengen zeitnah und umfassend zu marktgerechten Preisen abzunehmen.
Der Stadtwald Taunusstein ist konkret nennenswert in den Bereichen Herzogsweg, Platte und überwiegend beim Nadelholz betroffen. Zurzeit gehen wir von 6-7.000 fm Sturmwurfholz aus.
Eine insgesamt zu bewältigende, aber auch in den nächsten Wochen noch beanspruchende Situation.
Insofern ist zu betonen, dass auch in den nächsten Wochen und Monaten nach wie vor mit vom Sturm bedingten Gefahren im Wald zu rechnen ist (z. B. Herabfallen abgetrennter oder gelockerter Äste und Baumteilen).

Baum ueber Strasse

Hindernis

Sicherheit herstellen

Sicherheit herstellen

Wurzelteller

Wurzelteller

Freiwilliges Ökologisches Jahr/ Ökologischer Bundesfreiwilligendienst im Forstamt Wiesbaden-Chausseehaus

Seit 2012 bieten wir interessierten jungen Frauen und Männern ab 18 Jahren die Möglichkeit, sich im Rahmen eines Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) oder des Ökologischen Bundesfreiwilligendienstes (ÖBFD) im hessischen Wald zu engagieren. Wir freuen uns, dass uns auch dieses Jahr wieder ein junger Mann im Rahmen des ÖBFD kennenlernen und unterstützen möchte. Am 01. August durften wir Herrn Lorenz Lemcke hier im Forstamt willkommen heißen.

Bewerbung

Haben wir dein Interesse für ein FÖJ oder ÖBFD im Forstamt Wiesbaden-Chausseehaus geweckt? Wir kooperieren bei diesem Angebot mit dem Träger „Evangelische Freiwilligendienste Diakonie Hessen“.

Um an deinen Arbeitsort im Wald zu gelangen, ist es meistens notwendig mit einem Auto oder Moped dort hin zu fahren. Daher solltest du einen Führerschein der Klasse A(A1), M oder B besitzen. Falls du kein „waldtaugliches“ eigenes Auto bzw. Moped hast, kann dir im Einzelfall auch ein Dienstfahrzeug zur Verfügung gestellt werden. Für Fahrten mit deinem privaten Fahrzeug erhältst du eine Entschädigung.

Das FÖJ bzw. der ÖBFD beginnt bei uns jeweils am 01. August und endet am 31. Juli des folgenden Jahres. Wenn du dich für 2018/2019 bewerben möchtest oder noch weitere Informationen benötigst, dann nimm doch Kontakt mit uns auf:

Dein Ansprechpartner:
Herr Joachim Rippelbeck, Tel. 0611 53280-22, E-Mail.


Weitere Informationen zu den Rahmenbedingungen, Einsatzstellen und Aufgabenfeldern eines FÖJs/ ÖBFDs bei HessenForst findest du hier.