Übersicht der hessischen Forstämter

Forstamt Wolfhagen  –  Waldpädagogik und forstliche Umweltbildung

Angebote zur Bildung und nachhaltigen Entwicklung "BNE" im Wald

Schulkinder probieren sich in der Waldarbeit, hier beim Holzstapeln. Foto: Heinz-Jürgen Schmoll.

Schulkinder probieren sich in der Waldarbeit. (Foto: Heinz-Jürgen Schmoll.)

In Deutschland ist die Beziehung zum Wald tief verwurzelt. Viele Menschen empfin­den einen Besuch im Wald wie einen Kurzurlaub. Egal ob beim Sonntagsspaziergang, einer Wanderung mit der Familie oder einer vom Förster geführten Wanderung sind wir der Natur nahe und können unsere Sinne den Einflüssen des Waldes öffnen.

Nach vorheriger Absprache mit dem Waldpäda­gogen werden auch Führungen und Fachvorträge für Kinder vom Kindergartenalter bis hin zur Oberstufe und für Erwachsene angeboten. Hier kooperiert das Forstamt mit den örtlichen Kindertagesstätten und Schulen, dem Naturpark Habichtswald und dem Naturparkzentrum sowie mit der kommunalen Waldschule Kassel.
Ein Team von Waldädagogen und Naturparkführern bietet Erlebnisführungen an.


Logo der Biologischen Lernorte im Raum Kassel - Buchenblatt mit Text www.bioloka.deWir sind Partner im regionalen Netzwerk
"Biologische Lernorte Region Kassel" - BIOLEKA. Sie profitieren davon durch ein breites Angebot von Lernorten in der Region.



Logo Naturpark Habichtswald - Habicht im Eichenblatt
Mit dem
Naturpark Habichtswald und dem Naturparkzentrum auf dem Dörnberg bieten wir gemeinsame Veranstaltungen an.






Möchten Sie eine Führung vereinbaren?
Wir freuen uns! Verwenden Sie dazu bitte unser Anmeldeformular [PDF, 38 KB].

Flyer Waldpädagogik [PDF, 1,6 MB]
Flyer "Kita im Wald" [PDF, 1,5 MB]

Unser Waldpädagoge Rainer Weishaar und das Waldführerteam bieten ein breites Angebotsspektrum zum Erlebnisraum Wald an. Schwerpunkte sind Aktivitäten für Schulen und Kindergärten.
Wir bieten aber auch Führungen für Erwachsene, Gruppen und Vereine. Anfragen und Kontakt über E-Mail

Waldjugendspiele - "Wald mit allen Sinnen erleben"

Wissen und Geschick, aber auch etwas Glück sind bei den Waldjugendspielen gefragt, die im Sommer für interessierte Klassen der Jahrgangsstufe 3 oder 4 im Bereich des Forstamtes Wolfhagen angeboten und durchgeführt werden. Im Frühjahr und Herbst nehmen jährlich etwa 2.000 Schulkinder an den Waldjugendspielen teil.

Die Erlebnisse bei den Waldjugendspielen werden auf diesen Fotos sichtbar. Wald mit allen Sinnen erleben.

Ranger Thorsten Daume erklärt die Blätter der Bäume im Memoryspiel. (Foto: J. Schmoll)
Zapfenwerfen eine Station zum Testen der Geschicklichkeit (Foto: J. Schmoll)
Ab in den Wald. Wer findet die Wildkatze? Eine Station des Naturparks. (Foto: J. Schmoll)
Eine Pause muss auch sein. (Foto: J. Schmoll)
Waldjugendspiele in Calden - Ergebnisse werden bekannt gegeben (Foto: J. Schmoll)
 

Waldjugendspiele 2018 – erfolgreicher Auftakt

Säugetiere und Vögel erkunden spielerisch den Baunsberg ... bitte weiterlesen Die Drittklässler liefen in Gruppen mit zehn bis 14 Kindern die neun Stationen ab. Sie waren in Gruppen aufgeteilt. Als Vierbeiner "Wölfe", "Luchse" und "Füchse" erkundeten die Schüler der Grundschule Am Stadtpark aufmerksam das Gelände um den Bauns-berg; die Grundschüler der Friedrich-Ebert-Schule in Altenbauna flogen scharfsichtig als "Uhus", "Milane", "Wanderfalken", "Habichte", "Steinkäuze" und "Sperber" durchs Gelände.

Frischling aus Holz ist der Wanderpokal. Motiviert Schülr und Lehrkräfte gleichermaßen. Foto: Rainer Weishaar

Das „Wanderschwein“ als Trophäe für die beste Schule motiviert Schüler und Lehrkräfte. (Foto: R. Weishaar)

Förster und Waldpädagoge Rainer Weishaar sowie der im Forstamt sein Freiwilliges Öko-logisches Jahr ableistende FÖJler Julius Heuckeroth organisierten mit Hilfe von Ehrenamt-lichen und freiwilligen Eltern die praxisorientierten Lernstationen im Wald. „Die schulischen Lehrkräfte bereiten diese in der freien Natur statt findenden Tage im Unterricht immer päda-gogisch-didaktisch sehr gut vor und nach. So können die Kinder ihre Walderfahrungen stoff-lich gut vertiefen. „Dies ist eine sehr gute Mischung,“ zeigte sich Weishaar überzeugt. „Die Kinder haben Spaß, bewegen sich den ganzen Schultag draußen, manchmal in Form von kleinen Wettbewerben organisiert und lernen dabei spielerisch“, freute er sich mit Silke Engler. Die diesjährigen Gewinnerinnen und Gewinner stellten die „Steinkäuze“, die auch den Wanderpokal in Form eines Holzfrischlings für ein Jahr froh mit in ihre Schule nahmen.

Der Baunsberg – ein interessanter, schöner Lernort der Waldpädagogik

Frisches Buchengrün im Mai im Gegenlicht. (Foto: T. Ullrich)

Alles neu macht der Mai ... (Foto: T. Ullrich / HessenForst)

Im Einzelnen lernten die Kinder im Baunsberger Wald die körperliche Intensität der Wald-arbeit durch das mehrfache Umsetzen eines „Kinder-Raummeters“ (70x70x70 cm) kennen. Schülerpraktikantin Sophia Hable betreute mit der Schul-Sozialarbeit die Station. Auch ver-deutlichten sie an einer mit persönlicher Schutzausrüstung bekleideten Holzfigur die Notwen-digkeit von Schnittschutzkleidung. Ein guter Themenzusammenhang wurde zum „Halb-Pfund-Sägen“ hergestellt, einer Station, die die Kinder rechnerisch und körperlich-sägend forderte.
Der Vogelschutzbeauftragte Ludwig Fingerling half den Kids spielerisch beim Herausfinden der richtigen Namen der heimischen Vogelwelt anhand verschiedener Vogelpräparate, u. a.: Eichelhäher; Bachstelze, Rauchschwalbe, Mehlschwalbe oder Grünfink, Blaumeise und weiteren Piepmätzen.

Mit Unterstützung durch den privaten Waldpädagogen Gerd Wieners und einer Mutter erhielten die Kinder hilfreiche Eselsbrücken zu den vor Ort wachsenden 14 Baumarten.
Am Waldrand wusste der Vorsitzende der Ameisenschutzwarte Hessen, Klaus-Berndt Nickel, den Kindern viel über Ameisen und andere Insekten zu berichten. Direkt im Anschluss wurde mit Hilfe eines kleinen Fragebogens der Wissenszuwachs überprüft.

Conni Döring und Dr. Odo Hildenhagen von den Hessenjägern hatten viele Tierpräparate im Wald artgerecht versteckt. Die Kinder mussten sie zunächst suchen und erfuhren anschließend über deren Lebensweise. Beeindruckend war, dass manche der Schüler ein gutes Vorwissen mitbrachten.

Waldmeisterblüten. (Foto: A. Schilling)

Waldmeisterblüten am Wegesrand. (Foto: A. Schilling)

Natur bedeutet immer auch Naturschutz, unter anderem auch beim leidigen Müll und Zivilisa-tionsabfall. Daher ist die Abfallberatung des Landkreises, hier vertreten durch Jenny Werner, ebenfalls eine die WJS vom Forstamt Wolfhagen seit Jahren unterstützende Institution. Bei dieser Station sortierten die Grundschüler verschiedenste Abfälle in die dazugehörigen Wert-stoff-Behälter. Dabei konnten sie noch einiges lernen –, gerade bezogen auf den Haushalts-alltag eine besonders wertvolle und anhaltende Erfahrung. „Hier ist besonders spannend zu sehen, dass sich manchmal nach intensiver Gruppendiskussion das ein oder andere Schüler-Team korrigierte“, beobachtete Weishaar. „Es geht also nicht nur um Lerneffekte oder zu erzielende Punkte für die Abschlussbewertung im Gesamtparcours, sondern um spannende interaktive Gruppenprozesse, in denen die Kinder sich gegenseitig mit ihren Argumenten überzeugen müssen.“ Da lernen alle viel intensiver und dauerhafter, ist Weishaar überzeugt.

Mehrere sportive Elemente wie Hirschlauf und Zapfenwurf rundeten den halben Tag ab. Nicht fehlen darf der Hinweis auf das Waldklassenzimmer mit dem beliebten Spiel „Unsere Erde im Gleichgewicht“. Es hält neben Wissensfragen rund um Tiere und Pflanzen aller Welt zu den Elementen Luft, Wasser, Erde und Feuer die Einsicht der Spielenden bereit, dass die Erde und ihre Ökosysteme miteinander zusammenhängen und dieses Spiel nicht nur gemeinsam gespielt, sondern letztlich nur gemeinsam gewonnen werden kann –, gerade weil eben alles mit allem zusammenhängt.

Fazit
Zum Abschluss nutzten die Schülerinnen und Schüler die Chance, mit der stellvertretenden Bürgermeisterin zu sprechen. Silke Engler war von der Aktion sehr angetan und wird versuchen, im nächsten Jahr wieder dabei zu sein. Die Tagessieger waren die „Steinkäuze“ der Friedrich-Ebert-Schule Baunatal, die vor Freude aufgeregt mit den Flügeln flatterten.

Hintergrund Waldjugendspiele (WJS)

Waldquiz. Foto: (MabelAmber / pixabay)

Ein spannendes Waldquiz unterhält spielerisch und bringt Lernfortschritt. Foto: (MabelAmber / pixabay)

Am Anfang war das Waldquiz. Bereits 1970 holte es Dr. Hans-Heinrich Vangerow (deutsche Förster und Historiker‚ *1924) aus der Schule heraus und entwickelte erstmals spielerisch-pädagogische Aktivitäten im Wald in Allersberg (Bayern) als Forstamtsleiter.
Die Forstverwaltung richtet die WJS aus und bezieht weitere lokale Fachleute und die Waldbesitzer mit ein: Der Verein Deutsche Ameisenschutzwarte, Landesverband Hessen, Klaus-Berndt Nickel, und der Jagdverein Hessenjäger Kassel, Cornelia Döring, unterstützen das Forstamt Wolfhagen regelmäßig dabei. Ebenso beteiligen sich die Abfallberatung vom Landkreis Kassel bzw. von den Kasseler Stadtreinigern, Helfer vom NABU, der Deutschen Waldjugend und der Energieagentur im Landkreis Kassel, ENERGIE 2000 e. V.
Der Anspruch der WJS ist lt. Vangerow, die gesamte Umwelt zu erfassen und einzubeziehen. Daher gelten WJS als praxisbezogene Lernorte im Wald, in denen die große Bedeutung des Ökosystems Wald sowie Aspekte der Umweltvorsorge und Ökologie vermittelt werden.
Das Forstamt Wolfhagen führt jeweils eintägige WJS an mehreren Terminen mit Drittklässlern in verschiedenen Rundkursen von acht bis neun Stationen und an unterschiedlichen Orten vor und nach den Sommerferien durch. Dabei binden die Forstprofis auch Lehrkräfte und Familienangehörige der Kinder sowie andere Naturinteressierte ein, die die Stationen betreuen.
Die Klasse mit den meisten Punkten erhält für ihre guten Leistungen einen Frischling aus Holz als Wanderpokal, der im Folgejahr an den nächsten Sieger weitergereicht wird. Nicht jeder WJS-Parcours hat bislang ein eigenes Holzschweinchen. Stiftungsinteressierte können dazu Kontakt zum Forstamt aufnehmen.
Im Forstamt Wolfhagen ist Förster und Waldpädagoge Rainer Weishaar Ansprechpartner, E-Mail:, Tel. 05692 9898 - 0, Fax: 05692 9898 - 40.

Freiwilliges Ökologisches Jahr im Forstamt Wolfhagen

Doppelter Gewinn: gute Betreuung, gegenseitiges Verständnis... bitte weiterlesen
Dieser Einschätzung kann sich der FÖJ-Betreuer im Forstamt, Rainer Weishaar, uneingeschränkt anschließen: „Es ist gut, durch den intensiven Kontakt mit den jungen Leuten immer wieder mit anderen Augen auf die eigene Arbeit zu blicken, vor allem auch offen für Fragen zu bleiben.“ Der Förster und Waldpädagoge ist für den jeweiligen FÖJler Ansprechpartner; er informiert über die Arbeitsfelder, weist konkrete Arbeitsaufgaben zu und koordiniert auch seinen Arbeitseinsatz mit den zwölf Revierleitungen im Forstamt Wolfhagen, zum Beispiel bei der Dokumentation der gut 60 Naturschutz-Kernflächen. „Ich versuche, forstliche Themen allgemein verständlich zu vermitteln, kommen doch die FÖJler aus der Schule und haben in der Regel noch nicht so viele `grüne Erfahrungen´ gemacht“, weiß der Förster aus seiner langjährigen Betreuungspraxis.

FÖJ: sich beweisen und prüfen zwischen Schule und Beruf

Die FÖJler bringen neue Schilder für den Arten- und Biotopschutz nach der Naturschutzleitlinie an. Foto: HessenForst

Die FÖJler bringen neue Schilder für den Arten- und Biotopschutz an (gemäß der Naturschutzleitlinie). Foto: HessenForst

Im Verlauf des Jahres sind die forstlichen Abläufe von A bis Z für die FÖJler das normale Tages-geschäft, das sie im Rahmen ihrer zugeteilten Aufgaben z. T. mitgestalten können: Forstarbeit, Revierleitertätigkeit und Büroabläufe in der Forstverwaltung. Auch in die Waldpädagogik werden sie einbezogen, insgesamt betrachtet ein sehr vielseitiges Arbeitsgebiet, das „begeistert“, wie die jungen Männer betonen. Die Kolleginnen und Kollegen erklären alles und versuchen, den FÖJler möglichst selbstständig arbeiten zu lassen. Auch Arbeiten wie der Abbau von Wuchshüllen oder die Mithilfe bei Jagden gehören dazu.

FÖJ-Projekt: Dokumentation der Kernflächen im Forstamt Wolfhagen

Eine Kernfläche im Wald ist ein Gebiet, in dem keine forstliche Nutzung statt findet. Dieses Bild zeigt eine Kernfläche am Isthaberg. Foto: HessenForst

Kernfläche am Isthaberg. Foto: HessenForst

Jeder FÖJLer erhält sein FÖJ-Projekt. Marvin Schaub begann die Kernflächen im Forstamtsgebiet zu dokumentieren. „Damit ist der Beginn einer wertvollen Übersicht gelegt, die quasi eine Visitenkarte für diese ökologischen Highlights darstellt“, freut sich Forstamts-leiter Zindel. Diese Grundlage werde zukünftig gut nutzbar beim Ortsbegang sein. FÖJ-Nachfolger Julius Heuckeroth soll diesen Stab in seinem FÖJ aufgreifen und die verbleiben-den Kernflächen fotografieren, per GPS erfassen und mit einzelnen Basisinformationen bild-haft dokumentieren. Auf den ausgewählten Kernflächen findet keine forstliche Nutzung statt.

Hintergrund Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ)
In der Regel beginnt das FÖJ am 1. August eines Jahres und endet am 31. Juli des Folge-jahres. Im FÖJ geht es auch um die Arbeit für eine lebenswerte Umwelt. Zugleich ist das FÖJ ein Vorbereitungsjahr für die eigene Berufswahl.
Seit 2011 werden im Forstamt Wolfhagen FÖJler (Bundesfreiwilligendienst) betreut; früher wurden bereits im Stadtwald Zierenberg in Zusammenarbeit mit der Stadt und dem NABU in den 1990er Jahren und in Schauenburg mit der Gemeinde von 1996 bis 2003 FÖJler von Hessen-Förstern betreut.

HessenForst bietet interessierten jungen Frauen und Männern ab 18 Jahren die Möglichkeit, sich im Rahmen des FÖJ bzw. des Ökologischen Bundesfreiwilligendienstes (ÖBFD) für den hessischen Wald zu engagieren. Vertiefte Informationen und einen Überblick über Stellen in den Forstämtern gibt es unter: HessenForst/Karriere-Freiwiligendienst.

Erfolgreiche Waldjugendspiele 2017 im Forstamt Wolfhagen

Waldpädagoge und Förster Rainer Weishaar erläutert den Ablauf der Waldjugendspiele. Foto: Leonard Graf Grote

Waldpädagoge und Förster Rainer Weishaar erläutert den Ablauf der Waldjugendspiele. Foto: Leonard Graf Grote

Kleiner Frischling, du musst wandern!
Die Waldjugendspiele (WJS) im Forstamt Wolfhagen sind eine feste Größe für die Grundschulen in unserer Region. Die Gewinner erhalten als vorzeig-bare Anerkennung ihrer guten Leistungen einen Frischling aus Holz als Wanderpokal. Darüber hinaus nehmen alle Schülerinnen und Schüler viele interessante Eindrücke und Informationen über den Lebensraum Wald mit nach Hause – und sie haben obendrein noch sehr viel Spaß dabei. Im Lern-ort Wald vermitteln an diesen WJS-Tagen kundige Fachleute gemeinsam mit Förster und Waldpädagoge Rainer Weishaar und Marvin Schaub, der sein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) im Forstamt Wolfhagen leistet, den Schülern auf spielerische Weise die Bedeutung des Ökosystems Wald. Dabei werden sie von den begleitenden Lehrkräften sowie vielen Eltern und Großeltern tatkräftig an einer der acht Waldstationen unterstützt.

Bemerkenswerte Zahlen im Forstamt Wolfhagen
„Unsere Waldjugendspiele sind auch 2017 wieder sehr erfolgreich ver-laufen“, freut sich Uwe Zindel, Forstamtsleiter in Wolfhagen. „Wir konnten die Teilnehmerzahlen [PDF, 7 KB] sogar noch steigern.“ Insgesamt haben 2017 zwischen April und Juni 1.650 Grundschülerinnen und -schüler der 3. Klassen das Waldjugend-spiel-Angebot angenommen. Nach den Sommerferien sind fast 600 weitere Schülerinnen und Schüler hinzugekommen, so dass mit den Veranstaltungen im Herbst 2.214 Kinder aus 46 Schulen die Waldjugendspiele (WJS) durchlaufen haben. Das sind gut 26 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Auch zum stark besuchten Jahr 2015 (2.023 Teilnehmende) stellt 2017 noch einmal eine Steigerung dar.

Frischling aus Holz ist der Wanderpokal. Motiviert Schülr und Lehrkräfte gleichermaßen. Foto: Rainer Weishaar

Das „Wanderschwein“ als Trophäe für die beste Schule motiviert Schüler und Lehrkräfte. (Foto: R. Weishaar)

„A“ und „O“: Terminabstimmung
Waldpädagoge Weishaar weiß aus über 20jähriger Erfahrung mit WJS, dass mit den Lehrkräften der beteiligten Schulen [PDF, 37 KB] eine frühzeitige Terminabstimmung am besten ist. „Denn die günstigsten Termine liegen vor und nach den Sommerferien – möglichst so, dass die Walderlebnisse schulisch noch nachbereitet werden können.“

Allerdings musste bei 25 Terminen die Zeitspanne ausgedehnt werden. „Wir haben noch weitere sechs Termine bis zum September angeboten: WJS für Calden und Breuna sowie die EichWALDspiele in Bettenhausen und an der Hessenschanze in Kassel.“

Leonard Graf Grote und Bürgermeister von Ahnatal, Michael Aufenanger, begrüßen mit Waldpädagoge und Hessen-Förster Rainer Weishaar (hinten) die Schülerinnen und Schüler von drei Schulen am Schäferberg-Parcours. Foto: Hessen-Forst

Leonard Graf Grote und Bürgermeis-ter von Ahnatal, Michael Aufenanger (vorn, von links), begrüßen mit Wald-pädagoge und Hessen-Förster Rai-ner Weishaar (hinten) die Schülerin-nen und Schüler von drei Schulen am Schäferberg-Parcours. (Foto: HessenForst)

Mit Spiel, Spaß und Sport bei den Waldjugendspielen – Eindrücke [PDF, 63 KB]
Bei den WJS Schäferberg würdigte u. a. Waldbesitzer Graf Grote jr. die WJS als unbedingt unterstützenswert, als „pädagogisch wertvoll und im Trend liegend“. Er half tatkräftig an zwei Tagen beim Parcours mit und betreute die Station „Halb-Pfundsägen“ (Sägen und Wiegen). Dort erschien ihm besonders eindrucksvoll die gelungene Integration von Flüchtlingskindern in den Klassen. Dies sei sehr gut an einem eindrucksvollen Beispiel unter mehreren, an einer zierlichen jungen Irakerin, zu beobachten gewesen. Vor ca. zwei Jahren kam sie hierher und spreche Deutsch einwandfrei. „Sie weiß, dass sie gut sägen kann, stellte sich eindrucksvoll vor die Gruppe und sagte selbstbewusst: 'Das musste ich im Irak täglich machen‘.“ Danach wählte sie eine Mitschülerin aus und zusammen sägten die Mädchen in Bestzeit das Holz – die kräftigeren Mitschüler staunten.

Die Bürgermeister von zwei der beteiligten Gemeinden, Michael Aufenanger aus Ahnatal und Carsten Schreiber aus Fuldatal, waren ebenfalls neben Gemeindevertretern, Eltern, Lehrkräf-ten und Naturschützern vor Ort. Sie gratulierten bei den Siegerehrungen sowohl in Fuldatal als auch am Schäferberg den glücklichen Gewinnerinnen und Gewinnern [PDF, 63 KB]. Dem allgemeinen Fazit konnten sie sich uneingeschränkt anschließen: Die Kinder waren gut auf die Tage im Wald vorbereitet, sehr motiviert beim Tun und hatten viel Freude. Wie nach-haltig ihre Zufriedenheit und Glücksgefühle über den WJS-Tag hinaus anhalten zeigen diese ausgewählten Beispiele von Dankesbriefen [PDF, 3,4 MB] und -bildern.

Kindergruppe mit Lehrerin ordnet verschiedene Zapfen den jeweiligen Bäumen zu.  Foto: Pamela De Filippo

Station: Zuordnung von Zapfen – oder: Warum gibt es im Wald keine Tannenzapfen? (Foto: P. De Filippo)

Ausblick: Erfahrungsaustausch

Zu einem konstruktiven Treffen zwischen Waldpädagogen vom Forstamt Wolfhagen, Lehrkräften und Stationsbetreuern kam es nach Beendigung der WJS 2017 in der Waldschule Kassel. Der Wissenstransfer und das Feed-back zu den einzelnen Stationen im Wald standen im Mittelpunkt.

Gern können Waldjugendspiel-Erfahrungen oder konstruktive Vorschläge auch per Mail an den Waldpädagogen Rainer Weishaar gesendet werden.

Fotos zum Walderlebnispfad

Eingangstafel
Eingang zum Walderlebnispfad Hessenschanze
Wandergruppe auf dem Erlebnispfad
Reh als Silhouette
Wildschweinfamilie
Baumkletterer mit Uhu am Walderlebnispfad (Foto: J. Schmoll)
 

Walderlebnispfad Hessenschanze und Waldschule

Der lebensgroße Hirsch aus Metall wird im Wald befestigt. Auszubildende von VW helfen beim Aufbau.

Ein Hirsch aus Metall wurde von Volkswagen angefertigt und im Schnee zur Hessenschanze transportiert. (Foto: J. Schmoll)

Der Walderlebnispfad Hessenschanze wurde im Jahr 2013 wieder eröffnet. An neun Stationen können die Besucherinnen und Besucher etwas über den Wald und die nachhaltige Forstwirtschaft erfahren.

Geocaching am Walderlebnispfad
Der Multi-Cache am Walderlebnispfad gibt mehrere Aufgaben, die schließlich zu einem interessanten Ziel führen.

Die Runde dauert ca. 2 Stunden. Festes Schuhwerk ist von Vorteil. Die Linie 8 der Bahn fährt direkt bis an den Start.
Und nun viel Spaß beim Suchen und Finden!

Weitere Info auf: www.Geocaching.com

Waldklassenzimmer Baunsberg

Die Friedrich-Ebert-Schule und die Baunsbergschule haben in Kooperation mit HessenForst drei Waldklassenzimmer am Baunsberg eingerichtet und eine Waldhütte auf dem Schulgelände gebaut. Hierdurch ist es den Schulen möglich, das ganze Jahr über den Wald als Lern- und Erlebnisort zu nutzen.

Im Rahmen der Ganztagsschule nutzen Arbeitsgruppen am Nachmittag die Waldklassenzimmer oder es wird einfach eine Unterrichtsstunde nach draußen verlegt. Dort finden auch regelmäßige AG-Treffen statt.

Das Projekt ist mehrfach ausgezeichnet worden, zuletzt im Rahmen der Umweltschule.

 

Waldstation Baunsberg

Kindergartenkinder fangen früh an, den Wald zu begreifen. Sie haben viel Spaß dabei: Foto: L. Postl / HessenForst

Schon Kinder im Kindergarten werden mit Spiel und Spaß in der Waldstation Baunsberg an den Wald herangeführt. (Foto: L. Postl / HessenForst)

Naturnaher Lernort für Kinder

Die Waldstation am Baunsberg ist im pädagogischen Konzept für die Kindertageseinrichtungen der Stadt Baunatal verankert und mit HessenForst abgestimmt. Der Wald als erlebnispädagogischer Lernort soll Kinder und Jugendliche die Möglichkeit geben, den Artenreichtum zu erkunden und kennen zu lernen.

Das Projekt "Bildung für nachhaltige Entwicklung" am Beispiel Natur, Umwelt und Kultur, regt die Kinder und Jugendlichen in nachhaltigem Denken und Handeln an und versetzt sie in die Lage, Entscheidungen für die Zukunft zu treffen und die Reichweite des eigenen Handelns für zukünftige Generationen abzuschätzen.

Die Projekte der Waldstation werden in enger Zusammenarbeit mit deren Fachkräften und den Erzieherinnen und Erziehern der Baunataler Kitas auf die Bedürfnisse der Kita-Gruppe zugeschnitten und können jeweils zentral an der Station oder auch dezentral im näheren oder weiteren Umfeld der Kindertageseinrichtungen umge-setzt werden. Projekte der Bereiche "Natur, Umwelt und Kultur" könnten zum Beispiel Exkursionen mit Förstern, Lernwerkstätten oder Aktionen mit Landwirten oder Imkern sein. Angeboten werden auch Wandertage oder Geocoaching, eine elektronische Schatzsuche.
Das Projekt ist mehrfach ausgezeichnet worden, zuletzt im Rahmen der Umweltschule.

Anmeldung über:
Achim Käse
Tel.: 0561 9491966

Waldschule Stadt Kassel

Spezielles Guckloch an der Waldschule. (Foto: K. Brämer / HessenForst)

Finde das kleine Guckloch einer alten Buche für den besonderen Blick in den Wald an der Waldschule. (Foto: K. Brämer / HessenForst)

Thematische Angebote für Kasseler Schulen Ganzjährig können Schülerinnen und Schüler der Kasseler Grund- und Förderschulen am waldpädagogischen Unterricht der Waldschule teilnehmen. Die Teilnahme ist nicht an einen Aufenthalt in der Waldschule gebunden und an folgenden Tagen möglich:

Anmeldung für Termine mittwochs und donnerstags ab 8.30 Uhr bei:
Tabea Schwegler (Dipl.-Sozialpädagogin, Waldpädagogin)
Telefonische Erreichbarkeit während der Schulzeiten von 8.00 – 13.00 Uhr.

Waldpädagogischer Unterricht:
Tabea Schwegler
Dorothea-Viehmann-Schule
Tel: 0561 42398
E-Mail: Tabea Schwegler

Treffpunkt: Waldschule oder Hessenschanze
Dauer: ca. 2,5 – 3,5 Stunden, oder nach Vereinbarung
Kosten: keine

Waldtag mit Kindern an der Waldschule mit Förster Dieter König (Foto: J. Schmoll)

Anmeldung bei:
Rainer Weishaar
Forstamt Wolfhagen
Tel: 05692 9898-29
Fax: 05692 9898-40
Mobil: 0170 3327091
E-Mail: Rainer Weishaar



Die Waldschule Kassel leistet seit über 90 Jahren einen wichtigen Beitrag zur Natur- und Umweltbildung. (Foto: H.-J. Schmoll /HessenForst)

Die Waldschule Kassel leistet seit über 90 Jahren einen wichtigen Beitrag zur Natur- und Umweltbildung. (Foto: H.-J. Schmoll / HessenForst)

Wer kann die Waldschule besuchen?

Klassen der Grundschulen und Grundstufen der Förderschulen aus dem Stadtgebiet Kassel können von Mai bis zu den Herbstferien für jeweils einen Tag bis 5 Tage die Waldschule besuchen. Sie reisen gegen 9.00 Uhr an und können bis 15.30 Uhr bleiben.
An Wochenenden kann die Waldschule für Klassenfeste gebucht werden.
In den Ferien steht die Waldschule darüber hinaus den Kasseler Kindertagesstätten sowie Einrichtungen der Behindertenhilfe zur Verfügung.

Kontakt und Anmeldung zur Nutzung der Waldschule

Stadt Kassel
Schulleitung: Elke Bohlender-Bruns
Anfragen und Terminbuchung: Jutta Leismann
E-Mail: Waldschule

Vertiefende Informationen über diesen und weitere, derzeit 22 außerschulische biologische Lernorte in der Region Kassel finden sich auf der Homepage BIOLEKA. Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft außerschulischer biologischer Lernorte in der Region Kassel bieten umfangreiche Angebote zu Naturgeschichte, Naturerleben und zu allgemeinen Umweltthemen. Die vorgestellten Ideen nachhaltigen Natur- und Umweltbildung führen zu einem vielseitigen Programm – für Einzelpersonen und Gruppen.

In der Waldschule Kassel – in der Natur Lernen und Spielen, dann Pause machen, alles hat seine Zeit. (Foto: H.-J. Schmoll / HessenForst)

Waldschule Kassel – in der Natur Lernen und Spielen, dann Pause machen, alles hat seine Zeit. (Foto: H.-J. Schmoll / HessenForst)

Was bietet die Waldschule an?

Waldschultage

Den Besuchern stehen 5 Klassenräume, ein Werkraum, eine Teeküche, ein Speisesaal, ein Waschraum und ein Toilettenhäuschen zur Verfügung.
Im weitläufigen Gelände befinden sich außerdem ein kleiner Spielplatz, eine Wasserpumpe, eine Feuerstelle, eine Tischtennisplatte, ein Fußball- und ein Volleyballfeld.
Direkt vor dem Waldschultor beginnt der Habichtswald mit seinen über 30 verschiedenen Baumarten. Dort liegt auch der abenteuerliche Steinbruch. Der Walderlebnispfad lädt zu einem Besuch ein.
Als Arbeitsmaterial steht ein Lernordner zur Verfügung. Ein Binokular sowie ein erlebnis-aktiv Rucksack zum Thema Bäume können ebenfalls ausgeliehen werden.

Waldpädagogischer Unterricht

Für die Schulen besteht die Möglichkeit sich mit einem Förster oder der an der Waldschule tätigen Waldpädagogin zu verabreden. Beide bieten Führungen an. Dabei erwirbt die jeweilige Gruppe spielerisch Wissen über den Wald und seine Nutzung.