Holz + Jagd

Mit Innovation und Köpfchen gegen Holzdiebstahl

Forst-Tracker

Holzdiebstahl hat seit dem Anstieg der Energiepreise stark zugenommen. Um das öffentliche Eigentum der hessischen Bevölkerung im Wald zu schützen, sind Hessens Förster kreativ geworden.

Holzdiebstahl ist eine ärgerliche Angelegenheit für den Landesbetrieb und seine Holzkunden. Der hierdurch verursachte Schaden lag zwischenzeitlich allein im hessischen Staatswald jährlich im sechsstelligen Bereich. Dabei fuhren Diebe nicht nur kleinere Brennholzmengen sondern auch ganze Baumstämme und LKW-Ladungen illegal ab. Aufgrund der Reviergrößen und oft dezentralen Holzlagerplätze ist es für die Revierleitungen schwierig, jederzeit lückenlos zu überwachen, was im Wald geschieht.

Hessische Innovation überführt deutschlandweit Holzdiebe
Doch tatenlos wollten die hessischen Försterinnen und Förster dem Unwesen nicht zusehen: 2012 entwickelte ein Spezialisten-Team des Landesbetriebes einen Sender, der Holzdieben auf die Spur kommt. Der Forst-Tracker wird in den im Wald lagernden Stämmen verbaut. Dank seiner kompakten Größe, lässt er sich auch an schmalen Holzstücken unauffällig anbringen. Sobald ein Fuhrmann das Holz bewegt und auf einen LKW lädt, sendet der Tracker eine SMS an die Revierleitung. Mit Hilfe der GPS-Signale können die hessischen Försterinnen und Förster genau verfolgen, ob ein Stamm den geplanten Weg ins Sägewerk nimmt oder illegal abtransportiert wird. HessenForst setzt die Technik seit 2013 sehr erfolgreich ein und konnte bereits eine Vielzahl Holzdiebe überführen. Auch andere Bundesländer nutzen inzwischen die hessische Innovation und dämmen Holzdiebstähle so erfolgreich ein.

Wie können Brennholzkunden sich schützen?
Private Brennholzkunden sollten sich vom Brennholzhändler immer eine Quittung geben lassen. Ganz sicher gehen Endabnehmer, wenn sie das Holz direkt bei der örtlichen Revierleitung kaufen.