Naturschutz

Kernflächen Naturschutz

Totholzstamm mit Pilzkonsolen vor Buchenwald im Frühjahr

Um die Lebensbedingungen speziell der an Alt- und Totholz sowie Sonderstandorte gebundenen Arten im hessischen Staatswald weiter zu verbessern, wurden auf über 25.500 Hektar Kernflächen Naturschutz ausgewählt. Diese Flächen sind aus der Nutzung genommen und dienen ausschließlich dem Naturschutz.

Die Auswahl der Kernflächen Naturschutz durch die hessischen Forstämter des Landesbetriebs HessenForst ist ein Bestandteil der Umsetzung der Naturschutzleitlinie für den hessischen Staatswald, die am 26. August 2010 mit Erlass des Ministeriums verbindlich geworden ist. In der Biodiversitätsstrategie des Landes Hessen sowie der FSC-Zertifizierung ist gefordert die Kernflächen im Staatswald auf 10% auszuweiten.

Die entstehende Artenvielfalt für Alt- und Totholzbewohner verbessert die Anpassungsfähigkeit und Stabilität von Wald-Ökosystemen. Biodiversität zu erhalten und zu verbessern ist daher ein Kennzeichen nachhaltiger Forstwirtschaft.

Zu diesem Zwecke hatte eine interdisziplinäre Projektgruppe des Landesbetriebs die Naturschutzleitlinie für den Hessischen Staatswald als konkretes Handlungskonzept erarbeitet. Bereits beim Entstehen wurde diese intensiv mit dem amtlichen und ehrenamtlichen Naturschutz diskutiert. Diese Diskussion wurde im Rahmen der Auswahl der Kernflächen Naturschutz durch die Forstämter auf örtlicher Ebene fortgesetzt.

In den Kernflächen Naturschutz sind überdurchschnittlich viele alte Buchenbestände aber auch seltene Waldgesellschaften wie Erlenbrüche, Auewälder, Trockenwälder und Schluchtwälder präsentiert.
Dort werden auch viele seltene Arten einen passenden Lebensraum finden. Die Kernflächen sind ein idealer Rückzugsraum für besonders störungsempfindliche Arten wie Schwarzstorch, Buntspecht und die Waldfledermäuse.

An häufig von Waldbesuchern frequentierten Orten weisen Informationstafeln auf die Besonderheiten dieser Waldbestände hin.