Borkenkäfergefahr

16.04.2019

Bewährungsprobe für unseren Wald – Ein Käfer auf Höhenflug

Rote Fichten sind aktuell überall zu sehen. (Foto: HessenForst)

Nicht nur uns Forstleuten stechen vielerorts Bäume mit lichten oder gar roten Kronen und abblätternder Rinde ins Auge. Meistens sind es Fichten, die durch den „Buchdrucker“, einer Borkenkäferart, befallen wurden. Besonders die Schwächung des Waldes durch Trockenstress im letzten Jahr und der milde Winter begünstigen die Konditionen für den Käfer. Kommt es zu einem Massenbefall, können ganze Fichtenkomplexe gefährdet werden

Kleiner Käfer, große Schäden:  Borkenkäfer im Brutbild unter der Rinde (Foto: Hessenforst)

Kampf gegen den Totalausfall

Waldbegang mit der Gemeinde Aarbergen: Revierleiter U. Möhn erläutert die Käferproblematik (Foto: HessenForst)

Aufgrund dieser Vorzeichen befürchten wir größere Schäden im gesamten Forstamtsbereich in den nächsten Jahren. Um sie so klein wie möglich zu halten, werden frischbefallene, augenscheinlich gesunde Bäume, entnommen, um den Ausflug und somit die Ausbreitung der Käfer einzudämmen. Für diese Hygienemaßnahme greifen wir auch auf Vollernter (Harvester) zurück, die nicht nur zügig, sicher und wirtschaftlich, sondern auch besonders sauber arbeiten.

Wiederkehrende Arbeiten im Wald über den ganzen Sommer möglich

Wir bitten um Ihr Verständnis, dass es in diesem Jahr zu erhöhtem Arbeitsvolumen im Wald kommen kann, da Befallsherde möglicherweise mehrmals bearbeitet werden müssen. Sperrungen und Wegverschmutzung sind hierbei möglich.

Harvester bei der Aufarbeitung von Käfernestern (Foto: HessenForst)