Eiche ist Stabilitätsfaktor

20.02.2020

Erneut sehr gute Ergebnisse bei der Submission im hessischen Jesberg

Trotz der enormen Schadholzmengen bei vielen Baumarten konnte die traditionelle Hessische Eichen- und Buntlaubholz-Submission in Jesberg am 04.02.2020 regulär durchgeführt werden. Auf dem größten hessischen Wertholzplatz wurden dabei erstmals auch alle submissionsfähigen Nadelhölzer mit angeboten.

Kalamitätsbedingt lag die Angebotsmenge von rund 1.105 Fm unter 50 % des Vorjahreswertes (2.420 Festmeter). Dominierende Baumarten waren Eiche (64 %), Lärche (17 %), Douglasie (8 %) und Esche (7 %). Das übrige Angebot setzte sich aus neun weiteren Laubbaumarten und zwei Nadelholzarten zusammen. Insgesamt gaben 38 Kunden aus Deutschland, Frankreich, Österreich und den Niederlanden ihre Gebote ab. Ein Drittel der Käufer waren Fassholz- oder Furnierkunden, der Großteil Sägewerker und Holzhändler.

Eichenstämme dominierten die Submission mit insgesamt 704 FM. Mit einem Durchschnittspreis von 607 Euro pro Fm für astfreie Ware lag dieser 9 Euro pro Fm unter dem des Vorjahres. Der teuerste Stamm wechselte für 4.381 Euro (1.249 Euro pro Festmeter) den Besitzer. Erstmals wurden auch rund 31 Fm „Katzenpfötcheneiche“ als Sondersortiment angeboten. Hierbei handelte es sich um von Wasserreisern übersäte Eichen mit Schwerpunkt in der vierten Stärkeklasse. Mit durchschnittlich 325 Euro pro Fm wurde die „Katzenpfötcheneiche“ sowohl von Furnier- als auch von Sägekunden beboten.

Überraschend gut verkaufte sich auch die geringe Menge angebotener „Trüffelbuche“, einem überlagerten, strukturreichen Sondersortiment, das einen Preis von 220 Euro pro Fm erzielte. Ein als Rarität angebotenes Holunderstämmchen erreichte mit 12.501 Euro pro Fm das Höchstgebot des Termins. Es wechselt für 250 Euro den Eigentümer.

Die Esche erzielte einen Durchschnittspreis von 197 Euro/Fm und blieb damit 28 Euro unter Vorjahresniveau. Einige langjährige polnische Bieterfirmen hatten keine Gebote abgegeben, weil die Angebotsmenge in diesem Jahr zu gering war.

Mit 192 Fm stellte die Lärche den Großteil der ausgebotenen Nadelholzmenge. Die Ware setzte sich überwiegend aus Kalamitätsholzanfällen zusammen und erreichte mit 342 Euro/Fm nicht das vorjährige Ausnahmeergebnis (369 Euro/Fm). Beste Ergebnisse erzielten wiederum die überregional bekannten Herkünfte aus Schlitz und dem Burgwald (Höchstgebot 840 Euro/Fm).

Die Douglasie rangierte auf einem höheren Preisniveau (245 Euro pro Festmeter) als im Vorjahr (198 Euro pro Festmeter). Der Spitzenstamm aus dem Reinhardswald erzielte 1.919 Euro.

Insgesamt blieben 2,8 Prozent des angebotenen Holzes unverkauft.

Der teuerste Stamm der Submission (Holunder) erreichte rund 12.500 € Euro/Fm (Foto: Michael Hickmann, HessenForst)