Feueralarm um 22 Uhr

20.05.2019

Dieses Mal ist es keine Übung. Im Ziebacher Wald brennt es. Aber wo?

Weder die sofort ausgerückte Feuerwehr, noch Revierleiter Klaus Horchler sehen es brennen. Aber man riecht den Qualm. So zerplatzen auch die Hoffnungen, dass es sich bei den Meldungen an die Leitstelle nur um den Lichtschein des nahegelegenen Logistik-Umschlagzentrums handeln könnte.

An einer Stelle, an der er kurz vorher noch entlang gefahren war, finden Förster Horchler und die Einsatzkräfte dann den Brandort. In der mit alten Fichten bestockten Steilwand lodern die Flammen. Kein Vergnügen für den ersten Angriffstrupp der Feuerwehr Ronshausen die schweren Schläuche den Hang hinauf zu tragen. Mit Unterstützung der über den gesamten Landkreis alarmierten weiteren Feuerwehren gelingt es, eine über einen Kilometer lange Druckleitung aufzubauen.

Derweil organisiert die Polizei die Sperrung der Straßen zu Friedewald und Hönebach, um einen reibungslosen Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen zu ermöglichen.

Nachdem einige Feuerwehrkameraden wegen einer starken Rauchentwicklung gesundheitliche Probleme bekamen, erfolgte der Einsatz am Brandherd nur noch unter Atemschutz. Um die Lage in dem unübersichtlichen Waldgebiet zu erkunden, half die Polizei per Hubschrauber mit einer Wärmebildkamera.

Da der Brand sich zunächst rasend schnell ausbreitete, wurden zusätzlich Löschhubschrauber angefordert. Diese mussten dann jedoch zum Glück nicht mehr zum Einsatz kommen.

Die in den darauffolgenden Tagen immer wieder auflodernden Glutnester konnten durch die Brandwache aus Feuerwehr und Förstern schnell gelöscht werden, da das THW zwei 15.000l-Behälter Wasser im Wald errichtet hatte.

Hilfreich war in den ersten Nächten der Brandwache auch, dass mit einem Kettenbagger ein ca. drei Meter breiter Wundstreifen um den Brandherd gelegt wurde.

Wir danken allen beteiligten Hilfsorganisationen, die eine große physische, psychische, aber auch logistische Meisterleistung erbracht haben.