Forstamt verstärkt Kontrollen wegen Waldbrandgefahr

22.07.2022

In den letzten Tagen ist die Zahl der Waldbrände im Forstamtsbereich rasant gestiegen. „Wir gehen in den meisten Fällen von Brandstiftung aus“, berichtet die stellvertretende Forstamtsleiterin des Forstamts Hanau-Wolfgang Sigrun Brell. Zum Glück werden die Feuer schnell von Waldbesuchern entdeckt und durch engagierte Feuerwehrarbeit gelöscht. So kommt es oft nur zu kleineren Schäden. „In diesem Jahr hat es in unserem Zuständigkeitsbereich bereits 15 Mal gebrannt.“ Eine traurige Bilanz in Zeiten, in denen die Bäume sowieso schon stark leiden. Durch die außergewöhnlich trockene Witterung trocknet der Boden immer weiter aus, die Brandgefahr steigt. Deshalb ruft das Forstamt die Waldbesuchenden zu erhöhter Vorsicht auf. „Wir verstärken unsere Kontrollgänge rund um die Woche. Dabei setzen wir besondere Priorität auf die gefährdetsten Waldbereiche“, informiert Brell. Wer ein Feuer im Wald entdeckt, sollte sofort die Feuerwehr (Notruf: 112) benachrichtigen. „Rauchen im Wald ist generell verboten, unsere Grillplätze haben wir geschlossen“.

„Etliche Feuer entstehen durch das gedankenlose Wegwerfen noch glühender Zigarettenstummel, gerne auch aus dem Autofenster“, berichtet die Forstfachfrau. Ganz wichtig ist es, die Waldwege und Zufahrten für Feuerwehr und Rettungsfahrzeuge dauerhaft freizuhalten, um die Grundvoraussetzungen für schnelle Hilfe zu schaffen. Auch sollten heiße Autos nicht über Gras geparkt werden. Brell bedankt sich bei allen Bürgerinnen und Bürgern, die auf den Wald aufpassen und lobt insbesondere die hervorragende Arbeit der amtlichen und ehrenamtlichen Feuerwehr, die in dieser extrem trockenen Jahreszeit besonders gefordert ist.