Forstamt Wetzlar pflanzt mit Ihnen den Wald von morgen

31.05.2022

Über vierzig Prozent Hessens sind mit Wald bedeckt. Damit das trotz Dürre, Stürmen und Borkenkäfergefahr auch weiterhin so bleibt, müssen die entstandenen Kahlflächen wiederbewaldet werden. Bürgerinnen und Bürger haben dabei geholfen.

Die vielfältigen Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktionen des Ökosystems Wald müssen auch unter sich schnell verändernden Umweltbedingungen bewahrt werden. Für die Forstleute stellt das eine echte Herausforderung dar, denn im Wald braucht alles seine Zeit. Bäume wachsen verhältnismäßig langsam und es dauert Jahrzehnte, bis aus einem Samen ein Baum wird, der z.B. Möbelholz liefert.

Bäume als Klimaretter

Während ein Baum wächst speichert er im Holz Kohlendioxid aus der Atmosphäre und hilft dadurch, die Folgen des Klimawandels abzumildern. Doch in den letzten beiden Jahren sind viele Bäume abgestorben, die nun ersetzt werden müssen. „Bereits seit 30 Jahren setzen wir einen naturnahen Waldbau um“, so Michael Gerst, Leiter des Landesbetriebs HessenForst „aber die Ereignisse der letzten zwei Jahre haben uns gezeigt, dass noch lange nicht alle Bestände fit für den Klimawandel sind. Wir müssen das Risiko der Anfälligkeit einzelner Baumarten streuen und noch mehr auf klimarobuste Mischwälder mit vielen Baumarten setzen.“

Deshalb pflanzt HessenForst vorrangig dort, wo standortgerechte und ökologisch verträgliche Mischbaumarten fehlen oder wo nicht genügend junge Bäume wachsen. Beim Saatgut und den daraus angezogenen Pflanzen legt der Landesbetrieb größten Wert auf angepasste Herkünfte aus zertifizierter Pflanzenproduktion mit hoher Qualität.

Die Zahl der zu pflanzenden Bäume in einem einzelnen Forstamt ist riesig. „Eine Mammutaufgabe, die da vor uns liegt, aber wir gehen sie an.“ „Dabei kann nun jeder helfen! Wir freuen uns über das große Engagement der Bürgerinnen und Bürger, das wir bereits in den vergangenen Monaten erlebt haben. Alle, die sich an der Pflanzaktion rund um den Internationalen Tag der Wälder am 21. März beteiligen zeigen damit ihre große Verbundenheit und Anteilnahme am Wald.