HessenForst-Regionalleiter Helmut Seitel nach fast 40 Dienstjahren im Ruhestand

26.02.2021

Große emotionale Verbindung mit dem Wald als Grundlage für die erfolgreiche Arbeit.

Unter den Bedingungen der Corona-Pandemie verabschiedete Michael Gerst, Leiter des Landesbetriebs HessenForst, Ende Februar den Leitenden Forstdirektor Helmut Seitel, einen im Wortsinn „sturmerprobten“ Kollegen. „Helmut Seitel hat sich während seines Berufslebens außerordentlich erfolgreich dem Wald in Südhessen gewidmet. Dessen vielfältige Funktionen für unsere Gesellschaft und nicht zuletzt den Klimaschutz hat er stets im Auge behalten und mitgeprägt!“ Als Forstamtsleiter habe er sich konsequent für die Beseitigung der Sturmschäden in den 90ern und Anfang der 2000er eingesetzt. Mit waldbaulichem Geschick und Überzeugungskraft bewirtschafteten er und sein Team die ihnen anvertrauten Forstbetriebe. Die unterschiedlichen Stationen seiner forstlichen Laufbahn eröffneten Helmut Seitel 2017 einen Perspektivwechsel. Als Regionalleiter für Südhessen führte er 14 Forstämter und half mit Können und Erfahrung den Kolleginnen und Kollegen die aktuelle Krise zu meistern.

„Die Wälder des Taunus, in der Mainebene, im Odenwald und Ried haben auf sehr unterschiedliche Art, aber alle mit erheblichen Schäden auf die Klimakrise reagiert“ sagte Seitel anlässlich seiner Verabschiedung im kleinen Kreis. „Es ist an uns, dem Wald zu helfen und ihn möglichst klimaangepasst und vielfältig aufzubauen.“ Er betonte, dass es ihm stets ein Anliegen war, im Team zu arbeiten und gemeinsam gute Entscheidungen zu treffen. „Wir entscheiden heute wie wir den Wald unter allen klimatischen und anderen Einflüssen in eine gute und gesicherte Zukunft führen“ so Seitel weiter.

Seitels forstliche Karriere begann 1984 im Hessischen Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Forsten. Er war zunächst Referent für die Bereiche Waldschäden, Versuchs- und Forschungswesen, Forstliche Entwicklungshilfe, später Referatsleiter für Forstliche Rahmenplanung, Waldneuanlage und Landschaftsüberwachung.

Helmut Seitel (links) bei der Übergabe seiner Urkunde mit Michael Gerst in der Zentrale des Landesbetriebs HessenForst in Kassel (Foto: Katrin Bartsch / HessenForst)

Als Forstamtsleiter von Babenhausen erlebte er 1990 seinen ersten Sturmwurf. „Die Reaktionen der Kolleginnen und Kollegen auf den zerstörten Wald haben mir ein Gefühl dafür gegeben, mit welcher emotionalen Bindung wir am Wald hängen“, erzählt Seitel. „Diese Bindung hat sich in all den Jahren immer wieder gezeigt und ist die Grundlage für unsere erfolgreiche Arbeit im und für den Wald.“

1991 wechselte Seitel zum Regierungspräsidium Darmstadt, wo er die Leitung des Dezernats „Waldbau, Waldschutz, Jagd, Fischerei“ in Kombination mit der Forstinspektion IV „Taunus-Wetterau“ übernahm. Als Leiter des Forstamts Dieburg war Seitel ab 1996 insgesamt 20 Jahre mit Leib und Seele dabei: „sicherlich die für einen Förster befriedigendste Zeit!“. Sein Forstamtsteam pflanzte und pflegte im Laufe seiner Amtszeit Millionen Bäume. „Die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Kommunen hat mir persönlich viel Freude gemacht und nicht nur natürliche Wälder entstehen lassen, sondern auch betriebliche Erfolge gezeigt.“

In seiner Dieburger Zeit war Seitel Ausbilder und Mitglied des Prüfungsausschusses. Außerdem engagierte er sich als Mitglied des Landes- und des Bezirksnaturschutzbeirates, des Bezirksforstausschusses und des Jagdbeirats.

Helmut Seitel wird sich auch im Ruhestand weiter mit dem Wald und im Wald beschäftigen. Er plant Wanderungen und Radtouren und möchte weiterhin im Ehrenamt aktiv sein.