Neuer Zukunftswald für nachfolgende Generationen entsteht neben dem zukünftigen Fischottergehege im Wildpark

18.12.2021

Gemeinsam pflanzten  15 Vertreterinnen des Soroptimist International Club Hanauund Florian Szczodrowski, Förster und Waldpädagoge am Forstamt Hanau-Wolfgang, noch im Spätherbst – zur besten Pflanzzeit – einen Zukunftswald aus 140 Bäumen. Die vielfältige Mischung aus Stieleichen, Hainbuchen und Schwarzkiefern ergänzt nun auf einem kleinen Areal des ehemaligen Wildschweingeheges die natürlich aufkommende Pflanzenverjüngung. Dabei könnte sich die Schwarzkiefer als eine Hoffnungsträgerin erweisen, da sie ursprünglich aus einer trockneren und wärmeren Klimazone, der Balkanhalbinsel, entstammt. Dies ist eine Zone, die dem prognostizierten zukünftigen Klima einiger Regionen Deutschlands bereits heute entspricht.

Die Klimaveränderung hat auch im Wildpark-Wald deutliche Spuren hinterlassen. Viele alte Bäume, darunter hauptsächlich Rotbuchen und Waldkiefern, leiden unter der Dürre vorangegangener Jahre. Als Ausgleich für absterbende Bäume wurden bereits verteilt im Wildpark junge Bäumchen gezielt nachgepflanzt. Noch recht klein gewachsen, fallen sie erst beim genauen Hinsehen auf. Ein Schutzgitter aus Holz soll die Pflanzen vor dem „Äser“ (so nennen die Fachleute das Maul) freilebender Rehe schützen.

Im Wald denken die Forstleute in langen Zeiträumen. Unter den Bäumchen, die heute im Wildpark gepflanzt werden, können erst unsere Kinder, Enkel und Urenkel beschattet spazieren gehen.

Gruppenbild von Dr. Ritva Knof