Reizende Raupen – nicht berühren!

17.05.2022

Forstamt Rüdesheim warnt vor Nestern der Eichenprozessionsspinner

In Eichenbeständen ist mancherorts aktuell ein bizarres Schauspiel zu beobachten: Zahlreiche Raupen bewegen sich in großen Gruppen in einer Prozession oder sitzen dicht aufeinander. In den späteren Entwicklungsstadien sieht man dann große Gespinste am Stamm oder in den Astgabeln der Eichen. Bei Kontakt mit den Härchen drohen schwere Haut-, Augen- und Atemwegsreizungen.

Forstamtsleiter Jan Stetter appelliert an die Waldbesucher in Eichenwäldern aufmerksam zu sein: „Der harmlose Eindruck der flauschigen Raupen und deren Nester trügt. Die Raupen bergen sowohl für Waldbesucher, als auch für ihre vierbeinigen Gefährten eine Gefahr.“ Selbst Kleidungsstücke sollten, wenn sie mit den Brennhaaren in Berührung gekommen sind, gründlich gereinigt werden.

Die Eiche ist im Rheingau mit einem Anteil von 30 % die zweitwichtigste Baumart nach der Buche. Die wärmeliebenden Raupen des Eichenprozessionsspinners sind in lichten Eichenwäldern, Waldrändern und Alleen anzutreffen. Die trockenen und warmen Temperaturen der vergangenen Jahre und allgemein wärmeres Wetter tragen zum erhöhten Vorkommen des Eichenprozessionsspinners bei.

Nest des Eichenprozessionsspinners