Umweltministerin besucht Forstamt Burghaun

19.07.2019


Umweltministerin Priska Hinz macht sich ein Bild von klimageschädigten Buchenwäldern

Aktuell leiden Wälder und Bäume in nahezu allen Landesteilen unter Wassermangel und unter Trockenstress. Diese Schwächung führt zum Befall mit Pilzen oder Käfern“, sagte Umweltministerin Priska Hinz heute bei ihrem Besuch in Hünfeld. „Zum Schutz der noch nicht befallenen Bäume müssen abgestorbene und befallene Bäume schnellstmöglich aus dem Wald gebracht werden. Seit Monaten sind die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von HessenForst im Einsatz, um dies zu schaffen. Ich möchte mich ausdrücklich für diesen Einsatz und das große Engagement bedanken“, ergänzte Hinz.

Im Forstamt Burghaun ist ein zunehmendes Absterben von älteren Buchen zu beobachten. Pilze und Insekten finden Eintrittspforten ins Holz und lassen die Buchen von der Krone her absterben. „Diese Symptome kennen wir schon lange, immer wieder mal sind einzelne Bäume daran gestorben – aber der Prozess lief über Jahre. Jetzt läuft dieses Symptom im Zeitraffer ab und wir müssen Buchensterben auf großen Flächen beobachten,“ so Forstamtsleiter Sebastian Keidel mit Sorgenfalten auf der Stirn. Weil das sehr schnell geht, steigt damit auch die Gefahr von abbrechenden Ästen, Baumkronen oder ganzen Bäumen – ein Risiko für Waldbesucher und im Wald Beschäftigte.

„Wir müssen die Klimakrise ernst nehmen. Hier im Wald sehen wir ihre Auswirkungen. Um den hessischen Wald zu schützen, setzen wir deshalb bereits seit Jahren auf eine nachhaltige Waldbewirtschaftung und etablieren klimafeste Mischwälder. Auch kommunale und private Waldeigentümer werden vom Land im Rahmen der forstlichen Förderung beim Aufbau und Erhalt naturnaher und klimastabiler Wälder unterstützt“, ergänzte Hinz abschließend.

Ministerin Hinz im Gespräch mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vom Forstamt Burghaun.
Ministerin Hinz im Gespräch mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vom Forstamt Burghaun.