„Unser Wald“ – Projekt Forstwald

29.11.2019

Pflanzen Sie mit uns den Wald von morgen – mit Hessen-Forst und dem Forstamt Dieburg

Die Extremwetterjahre 2018 und 2019 gingen auch am Forstamt Dieburg nicht spurlos vorbei. Die anhaltende Dürre sowie der Sturm „Fabienne“ setzten dem Wald ordentlich zu und schafften Freiflächen, die es unbedingt wiederzubewalden gilt. Der Wald im Bereich des Forstamtes Dieburg ist aufgrund seines multifunktionalen Charakters besonders wichtig. Neben der hohen Erholungsfunktion und der Versorgung des lokalen Holzmarktes, darf das Forstamt Dieburg auch ökologische wertvolle Flächen bewirtschaften und pflegen. Der „Forstwald“ zwischen Dieburg und Groß-Umstadt ist einer der wenigen natürlichen Flachland-Buchenwälder auf nährstoffreichem Boden in ganz Hessen. Perlgras.- und Flattergras-Buchenwälder sowie Sternmieren- und Stieleichen-Hainbuchenwälder prägen das 415 ha große Gebiet, welches fast vollständig Teil des europäischen Schutzgebietsnetzwerkes ist. Der Großteil an alten Wäldern mit knorrigen und verwachsenen Baumtypen schaffen zwischen der teils stark landwirtschaftlich genutzten Umgebung einen wertvollen Lebensraum für eine Vielzahl an Pflanzen und Tieren.

Im Südosten des Forstwaldes ist ein junger Bestand an Fichten den Folgen der letzten beiden Dürrejahre zum Opfer gefallen. Der Borkenkäfer schaffte eine mehr als zwei Hektar große Freifläche, die nun wiederbewaldet werden muss – und zwar mit Pflanzen die auch in Zukunft in Zeiten des Klimawandels die hohe ökologische Funktion des Forstwaldes aufrechterhalten können.

Der gut wasser- und nährstoffversorgte Standort lässt eine Vielzahl an Baumarten zu, die auf dieser Fläche gepflanzt werden können. Eine wichtige Baumart ist hierbei die Stieleiche, die vielen Tieren, besonders gefährdeten und seltenen Insekten, ein Habitat bietet und Stabilität in Zeiten des Klimawandels schafft. Zusammen mit der Hainbuche und der Winterlinde bildet sie die natürliche Waldgesellschaft. Weiterhin können der Spitzahorn und die Elsbeere den „Mischwald von morgen“ komplettieren. Am Wegesrand sollen Edel-Kastanien gepflanzt werden. Neben ihrem großen, schattenspendenden Blattwerk und ihrer Toleranz gegenüber Trockenheit haben schon die Römer diese Baumart aufgrund ihrer leckeren Früchte, den Maronen, geschätzt. Für die Wiederbewaldung der Freiflächen bittet das Forstamt um ihre Unterstützung. Spenden Sie für ihren Wald, für ein Ökosystem, welches nicht nur langfristig CO2 speichert, sondern auch besonderen und wertvollen Tier- und Pflanzenarten einen Raum fürs Leben bietet.

Wenn Sie die beschriebene Fläche aufsuchen möchten, bitten wir Sie um das Verbleiben auf den Wegen. Achten Sie auch auf morsche oder absterbende Bäume. Die Wiederbewaldungsfläche darf nicht betreten werden. Das Betreten des Waldes geschieht wie immer auf eigene Gefahr.